An einem Tag zur Mittagsstunde, sah ich aus dem Fenster, und sah am Horizont, drei graue, dichte Streifen. Nanu, dachte ich, was ist denn das? Es war vor ungefáhr fúnfzig Jahren in der Provinz Córdoba, genau in dem Städtchen Unquillo, in Argentinien. Die Firma in der mein Vater arbeitete hatte uns ein Chalet(besseres Haus mit Garten)zur Verfúgung gestellt. Er hatte, kaum dass wir eingezogen waren, einen herrlichen Garten angelegt, sogar ein Gemúsegarten war dabei, und die ersten Sprosse des Mais und die von Bohnen sahen schon vorwitzig aus dem Boden. Im Vorgarten protzten knallgelbe Blumen, ich glaube es waren Tagetes, ( man sagte mir letztens freundlicherweise, dass jene  Studentenblumen heissen, warum und  wieso ist mir heute noch nicht klar, was haben die mit Studenten zu tun?)

Es war ein besonders sonniger und warmer Nachfrúhlingstag. ( wenn es einen Vorfrúhling gibt muss es ja auch einen Nachfrúhling geben). Ich rief meine Schwestern und meine Mutter, und alle sahen wir in dieselbe Richtung. Die " Sreifen" wurden breiter und dichter. Rauchwolken waren es auf keinen Fall.¨Eine Vogelschar auch nicht. Wir sahen diesem Schauspiel ganz verdutzt zu. Wir sahen uns an und zuckten mit den Achseln. Bald wurden die "Streifen"dichter, und eine graue, rauschende "Wolke" stand úber uns, und liess sich nieder. Lauter hopsende graugrúne Dinger, das mússen wohl hHeuschrecken sein, aber so viele. Wo wir hinsahen wimmelte und kraxelte, hopste und zirpte es. Eswar einer Szene aus einem Hitchcokfilm nicht unáhnlich.

Zuerst war es ja auch ganz schón aufregend und leidlich amúsant. Aber als diese Biester anfingen alles anzufressen was grún war, da war es dann aber aus mit der Ruhe. Im Nuh war alles kahlgefressen. Wir flúchteten ins Haus.  Aber da hopsten die Dinger genauso, auf dem Tisch, unter  den Betten, überall. Fliegenklatsche nútzte überhaupt nichts. Man konnte die nur mit dem Schuh zerquetschen, und sich diese hopsigen Tierchen vom Leibe halten. Mutter schloss alle Fenster, aber da krochen diese Untiere durch die Ritzen.

Wir warfen einen Blick auf die Strasse. Autos die vorbeifúhren, produzierten einen Heuschrecken-massenmord indem die Ráder laut knirschende Geráusche erzeugten, und eine Art zappelnden Brei hinterliessen. Ja das ist grausam. 

Es war nun mal so, am Abend zog die Heuschreckekolonne sattgefressen weiter, und an der entegengesetzten Himmelsrichtung verschwanden sie dann allmählich am Horizont. Aber den Garten mussten wir neu anlegen, und dachten, damit ist wohl fúer eine Zeit Ruh. Vonwegen, in einigen Wochen schlüpften junge, niedliche Heuschreckchen aus den Eiern, die uns die Heuschreckenmütter grosszúgigerweise hinterlassen hatten. Dann wiederholte sich das Malheur. ... und wenn die Heuschrecken nicht gestorben sind, dann leben sie heute noch.