Jeder der ein Haus oder Häuschen bewohnt hat sicher auch einen mehr oder weniger grossen Garten, oder die Apartmentbewohner einen Balkon der schier überquillt von Geranien, die sich kaskadenartig an der Hauswand ergiessen, anbei Blumentöpfe mit Hängebegonien, knallblauen Lobelien usw. und ein paar Töpfe mit erlesenen Kräutern für die Küche.

Nebenbei: Mein erster Zweifel: ob Gartenthemen nicht überholt sind und nicht mal die Katz das liest, mein zweiter Zweifel: dass wenn es doch einer liest, das absolut unbotanisch findet, und es literarisch für unmöglich hält.Weiter hoffentlich keine Gefahr.

Da gibt es nun Pflanzen aller Art und Sorten, jene die klettern oder ranken ( ist das nicht dasselbe?),weiter: solche die kriechen oder schlingen, sich selbst vermehren, oder solche, die einer vermehrt, falls man das will und es sich auch lohnt. Ist man nun Besitzer so einer Fläche, was sich  Garten nennt, ist es eine Art  Verpflichtung sich dafür zu intressieren.

Ich kann ihnen sagen phantasielose Gärten gibt es,z.B.eine Heidefläche, inmitten eine Birke, wenn, s hoch kommt eine Christrose, die ausgerechnet dann blüht wenn keiner in den Garten geht ( nämlich im Winter) einen Felsblock,- weiss der Donner wie sie den da hingeschleppt haben-

Mein erster Garten war mein bester in jeder Hinsicht; der bestand aus ein paar Gehwegen, die wahllos in die Landschaft gesetzt wurden,und beiderseits pflanzte ich alles was sich so mit der Zeit ansammelte,geklaute,geschenkte, und solche aus Samen gezogenen die zufällig was wurden. Auf Ratschläge hórte ich schon garnicht, jegliches Schema war mir zuwider,Búcher mit Anweisungen brauchte ich noch viel weniger,  denn dafúr hatte ich erst recht keine Zeit,jene  kostbare - nenne es - ZEIT - brauchte ich zur Pflege meines Gartens, die hauptsächlich darin bestand das Unkraut zu zupfen und dieses, schön sáuberlich zu einem, - vielleicht nicht allzu sachgemássen - Komposthaufen zu verarbeiten. 

Alles gedieh práchtig, eine wahre Wonne ( von den Kreuzschmerzen erzáhle ich lieber in einem anderen Artikel)

Von Düngemittel, die angeblich aus Phosfor, Kalium und sonstigem Kram bestehen, sollen ja ganz nützlich sein, aber mir waren die zu kompliziert.Ich verteilte wahllos, mal hier mal da, nur den gut verrotteten Kompost und  etwas Húhnermist ( denn dieses Federvieh hatte ich nebenbei auch, wegen der Frústúckseier  und dem Mist).

Also gespritzt habe ich nie, all das Geziefer ( ich sage absichtlich nicht Ungeziefer)ihr Dasein hat ja schliesslich  auch einen Sinn, welchen  ist mir allerdings unbekannt, aber das macht ja auch nichts, man muss ja nicht immer alles wissen. Blattlaúsen habe ich nie was zu Leide getan, sie kónnen ja nichts dafúr, Schnecken frassen mir meine Sprosse der Dahlien, und das jeden Frúhling, wenn die so vorwitzig aus der Erde schauten, aber ich liess sie. Es hatten sich trotzdem immer noch einige Dahlien gerettet.

Bis zum nächsten Mal, wenn alles so schón blúht.