1. Teil de Kapitels

" Meine erfundene Weihnachtsfeier. "

( hier nur auszugsweise)

...... wir wussten, dass Weihnachten im Kloster etwas Geistiges bedeutete und sehr schlicht gefeiert würde. Da waren so etwas wie Tráume und Phantasie, und all die weltliche Aufmachung, wie Geschenke, Verzierungen, Leckerbissen und Schnee überflüssig. Sicher wuerden sie die Krippe aufstellen, und die drei Heiligen Könige, die dem Jesuskind wertvolle Geschenke bringen; das alles ist sicher eine sinnvolle und schoene Angelegenheit, aber.....

..... es fehlte nur noch ein Tag, und wehmütig dachte ich daran dass schon am náchsten Tag Heiligabend war, und wir wussten immer noch nichts von unserm Zuhause. ( es gab ja noch keine Post) ....

..... am Abend lag ich noch lange wach. Ich hatte noch so klar in Erinnerung wie ich damals noch als kleines Mädchen mit Vater den náchtlichen Himmel betrachten durfte. Das war auch einen Abend vor Weihnachten gewesen. Ich fand, dass diese so wunderbar und unglaublichen Heerscharen von Lichtern Sterne sein sollten. Vater erzählte mir, dass alle die "kleinen leuchtenden Pünktchen" oft viel grösser als unsere Erde seien. Das glaubte ich natürlich nicht und fragte: " Aber wie kommt es, dass die nicht herunterfallen, wo halten die sich fest? Und warum bewegen die sich nicht? " Da standen sie alle ganz still und leuchteten so hell. Der Sternenhimmel war fuer mich damals schon das grösste Mysterium. Dann sagte Vater noch, dass der Himmel kein Anfang und kein Ende hat. Das glaubte ich erst recht nicht. Dann war ich noch eine Weile allein, und plótzlich " bewegte sich ein Stern und flog über den ganzen Himmel" ich war ganz aufgeregt und lief sofort zu Vater, der schon zu Bett war " Du", sagte ich, "die Sterne bewegen sich doch", worauf Vater antwortete: " Mein Kind das war eine Sternschnuppe". Was war denn das schon wieder? Ich war enttáuscht.

aber dann fasste ich mich wieder, und voller Trotz sagte ich mir selber. Es gibt doch Sterne die sich bewegen. Wer,s nicht glaubt den soll der Teufel holen, und wer es wohl glaubt dem erzähle ich jetzt meine Geschichte, die von meiner Weihnachtsfeier. Einen Weihnachtsmann gibt es ja nicht, aber so eine Art Weihnachtsgeist oder Áhnliches muss es doch geben.

...... Als es dann schon späte Nacht war und ich aus dem Fenster sah. ( Die Nonne, die Nachtwache hatte, war auf einem Stuhl eingeschlafen) Plótzlich sah ich am Himmel ein ganz helles Licht, und auf einem Riesenschlitten ganz aus Gold, sass ein bártiger Mann. Ganz sachte zog der Schlitten über den Himmel dahin, ab und zu durch die Wolken verdeckt, am Mond vorbei und kam der Erde immer náher. Das Gefáhrt war von mehreren Hirschen gezogen. Natuerlich keine richtigen, denn die koennten ja auch nicht in der Luft sein, diese waren aus Glas, und an den Háelsen trugen sie eine Kette aus lauter Glöckchen die lieblich klingelten.....

.... dann konnte ich ihn plöetzlich nicht mehr sehen. Ich spuerte, als ob etwas mich anhob. Ich schwebte, es war ein herrliches Gefuehl, und dann fuehlte ich wie ich ganz sanft aufgesetzt wurde. Ich sah um mich, es war eine wunderschoene Kirche, voller Menschen. Aber sie hatten keine Gesichter, oder sie waren mit Schleiern eingehüllt, andere trugen Masken wie beim Karneval.

Dann ertónte Musik, eine gewaltige Musik. Vater hatte sie mich einmal hoeren lassen es war wie ein Gewitter, wie hundert Wasserfálle auf einmal, dann ging es wieder in liebliche, friedvolle Toene úber, wie ein Engelchor. ....d

......wieder fuehlte ich wie etwas mich hob und festhielt, und es ging höher und höher, úber die Waelder und Flüsse hinweg bis weit oben in die Berge. Da setze man mich nieder. Ich hoerte eine Stimme, ich verstand nicht was die mir sagte. Es kann auch der Wind gewesen sein. War es das, oder waren es Chöre die da sangen? Die Klánge kamen aus allen Richtungen, verschmolzen ineinander wie ein Kanon. Es klang wunderschoen. Ich hoerte die Weihnachtsmelodien heraus, dieselben die wir zu Hause immer gesungen hatten... Stille Nacht, heilige Nacht....

der zweite Teil des Kapitels folgt - das Weihnachtsfest ist noch lange nicht zu Ende.)