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March 14, 2008

Islam

Neben katholischer und evangelischer Religion wird an deutschen Schulen bald auch Islam unterrichtet werden.

„In nicht allzu ferner Zeit werden wir dort, wo es den Wunsch dafür gibt und den Bedarf, islamischen Religionsunterricht an deutschen Schulen haben“, sagte Innenminister Wolfgang Schäuble (CDU) gestern. Darauf habe sich die 3. Islamkonferenz, an der 30 Politiker und Vertreter der 3,3 Millionen Muslime in Deutschland teilnahmen, nach „sehr streitiger Diskussion“ geeinigt. Allerdings müsse dieser Unterricht in Deutsch und unter staatlicher Kontrolle stattfinden.

„Wollen keine Abkapselung“

Derweil wird in Berlin gestritten, wie weit Religionsausübung in deutschen Schulen ermöglicht werden muss.
Das Verwaltungsgericht Berlin hatte am Montag das Diesterweg-Gymnasium (Wedding) in einem Eilverfahren verpflichtet, dem muslimischen Schüler Yunus M. (14) in der Schule sein Mittags-Gebet zu gestatten . Darüber hinaus empfahl es der Schule, einen Gebetsraum einzurichten.

Doch das geht selbst der Türkischen Gemeinde Berlin zu weit. Präsident Bekir Yilmaz (41) sagte: „Es kann nicht sein, dass muslimische Kinder sich abkapseln oder Vorrechte gegenüber anderen genießen. Organisatorisch ist es zudem nicht zu realisieren, wenn Muslime, Juden, Christen, Buddhisten ihre eigenen Räume haben.“

Sascha Steuer (32), Bildungsexperte der Berliner CDU, warnte davor, „dass im Namen einer Religion immer mehr Grundsätze unserer Schulordnung außer Kraft gesetzt werden.“

Bildungssenator Jürgen Zöllner (SPD) will das endgültige Urteil abwarten: „Es gibt zwingende Gründe, dass das islamische Gebet in Berlins Schulen nicht zur Norm wird.“

Was muss denn der islam in eine Schule ?

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March 14, 2008

One World One Dream Free Tibet

SUPPORT TEAM TIBET

Under Chinese occupation, Tibetans are denied their right to sovereignty and have been barred from competing in the Olympic Games on behalf of their country. Team Tibet represents the national aspirations of the Tibetan people for freedom and independence.

Click here to download the Team Tibet logo. Start publicizing Team Tibet in your community by using this image as a poster or a patch for bags and clothing. Team Tibet badges will be available to order soon - keep checking back!

At its core, Team Tibet is made up of competitive athletes who will try to register to compete in the 2008 Olympic Games. Tibetans and their supporters are also encouraged to register at http://SupportTeamTibet.org and become an honorary member of Team Tibet.

 

Der mutige Aufschrei der Tibeter

In Lhasa entlädt sich jahrelang aufgestauter Hass gegen die chinesischen Besatzer. Touristen berichten von tagelangen Spannungen vor dem Chaos. In Deutschland bricht die Debatte um die Begegnung von Kanzlerin Angela Merkel mit dem Dalai Lama neu aus. Sollen jetzt die Olympischen Sommerspiele boykottiert werden?

 

Die Eruption kam nicht ohne jegliche Vorwarnung: Schon in den Tagen vor den Ausschreitungen habe es Spannungen gegeben, berichtete eine kanadische Touristin, die aus der tibetischen Hauptstadt Lhasa nach Chengdu geflogen war. Klöster seien geschlossen worden. Hunderte buddhistische Mönche wollten rund um den Jahrestag der Niederschlagung des Volksaufstandes der Tibeter gegen die chinesische Herrschaft am 10.März 1959 friedlich demonstrieren.
Dann brach am Freitag das Chaos aus. Steine flogen, Schüsse fielen, Panzer fuhren auf, Polizisten errichteten Straßensperren. Krankenwagen fuhren Menschen mit blutigen Verbänden ins Hospital. Von weit über 100 Toten war gestern bereits am Vormittag die Rede. Bestätigt wurden zunächst 30 Opfer.
Auch am Samstag kam es vereinzelt zu Demonstrationen und neuen Protesten. Nach Augenzeugenberichten schossen chinesische Sicherheitskräfte wieder. Griffen die Demonstranten gezielt zur Gewalt? Handelte es sich um Provokationen der Sicherheitsbehörden? Reagierten Polizisten unverhältnismäßig auf friedlichen Protest? Ein genaues Bild lässt sich über die Abläufe der Unruhen nicht gewinnen. Telefonate nach Tibet sind möglich, aber die Verbindungen wurden offenkundig eingeschränkt. Bilder im chinesischen Staatsfernsehen zeigten nicht die Brutalität der Sicherheitsbehörden, von der Augenzeugen berichteten. Chinesische Besucher Lhasas zogen es nach ihrer Rückkehr auf anderen Flughäfen des Landes vor, Fragen von Journalisten nach der Situation in Tibet zu ignorieren. „Von Reisen in das Autonome Gebiet Tibet wird bis auf weiteres abgeraten“, heißt es inzwischen auf der Homepage des Auswärtigen Amtes. Eine handvoll deutscher Touristen, so gestern die grobe Übersicht in der Bundesregierung, wurde aber von den Ausschreitungen vor Ort überrascht.
Kritik und Unterstützung aus Deutschland

Die Entwicklung demonstriere, „dass der Umgang mit den Minderheiten in China ein ganz zentrales Thema der Menschenrechts-Debatte ist“, sagte Günter Nooke, Menschenrechtsbeauftragter der Bundesregierung, dieser Zeitung. Zudem zeigten die dramatischen Vorgänge, „dass es von der Kanzlerin richtig war, den Dalai Lama zu empfangen“.
Die Begegnung Angela Merkels mit dem religiösen Oberhaupt der Tibetaner vergangenen September im Bundeskanzleramt hatte zu scharfen Protesten Pekings geführt, die Beziehungen zwischen Deutschland und China vorübergehend in Richtung Nullpunkt geführt und war zwischenzeitlich auch von Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) als „Schaufenster“-Politik kritisiert worden.
Es bleibe nötig, so hingegen Nooke, „Menschenrechtsverletzungen in China beim Namen zu nennen. Diejenigen, deren Rechte mit Füßen getreten werden, brauchen unsere öffentliche Unterstützung“.
Auch der hessische Ministerpräsident Roland Koch (CDU), der seit Jahren mit dem Dalai Lama befreundet ist, verteidigte vor dem aktuellen Hintergrund noch einmal den damaligen Empfang. „Wenn es frühzeitig und in weiteren westlichen Staaten so couragierte Regierungschefs gegeben hätte wie Angela Merkel, dann würde die chinesische Regierung heute in Hinblick auf Tibet vorsichtiger sein“, sagte Koch WELT ONLINE.

Eckart von Klaeden (CDU), außenpolitischer Sprecher der Unions-Bundestagsfraktion, forderte die Führung in Peking auf, sofort internationale Beobachter und internationale Presse in Tibet zuzulassen, „damit die Weltöffentlichkeit sich ein eigenes Bild von den Vorgängen machen kann“. Gerade vor dem Hintergrund der anstehenden Olympischen Spiele muss es „auch im Interesse der chinesischen Regierung sein, sich nicht dem Verdacht auszusetzen, die Vorgänge in Tibet verbergen zu wollen“, sagte von Klaeden, der am Sonntag zu einem lange geplanten Arbeitsbesuch nach China reist. Der CDU-Politiker kündigte an, in seinen Gesprächen die Lage in Tibet offen anzusprechen. Forderungen nach einem Olympia-Boykott gab es gestern nicht. Auch Nooke lehnte eine solche Maßnahme ab, „die auf dem Rücken der Sportler ausgetragen würde“. Er verlangte aber, die Olympischen Spiele im Sommer zu nutzen, um in China die Rechte der Tibeter einzufordern.
Tibet ist mit 1,2 Millionen Quadratkilometern mehr als dreimal so groß wie Deutschland, es leben dort aber nur rund 2,6 Millionen Menschen. Das benachbarte China meldet bereits seit dem 13. Jahrhundert Ansprüche auf das „Dach der Welt“ an. 1950 marschierte die chinesische Volksbefreiungsarmee in Tibet ein und unterwarf das Land dem ein Jahr zuvor gegründeten kommunistischen Riesenreich. Der Dalai Lama, der im aktuellen Konflikt zu Ruhe und Besonnenheit aufrief, wird von den Tibetern als ihr Oberhaupt anerkannt. „Ich bin für Gewaltlosigkeit, aber wenn ein Habicht auftaucht, während ich andere Vögel füttere, kann ich mich nicht beherrschen. Dann hole ich mein Luftgewehr“, hat der Friedensnobelpreisträger einmal gesagt. In Peking gilt der Dalai Lama als Staatsfeind, weil man ihm unterstellt, nicht nur die kulturelle Autonomie Tibets im Sinn zu haben, sondern auch auf eine politische Loslösung von China hinzuarbeiten. Nach dem Volksaufstand von 1959, in dem seine Landsleute gewissermaßen ihre Luftgewehre hervorholten, um gegen die Panzer der Besatzer zu kämpfen, musste der Dalai Lama ins indische Exil.
Chinesische Truppen zerstörten seither bis zu 6000 buddhistische Tempel und Klöster.
 
Tausende Tibeter starben durch Folter, Haft und Hungersnöte. Pekings Emissäre haben in Lhasa das Sagen und betreiben durch eine massive Ansiedlung von Chinesen einen schleichenden Bevölkerungsaustausch. Längst sind die Tibeter zur Minderheit im eigenen Land geworden und kämpfen gegen Entrechtung, Armut und Arbeitslosigkeit. Und gegen die ständigen Repressionen Pekings.
Published at 22:27 / 18 comments / 1022 visits
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