Widerspruch gegen Verbot & Auflagen eingereicht // Ablaufplan der Eröffnungsfeierlichkeiten // Pressekonferenz Dienstag 09.09.08, 12 Uhr Werbetafel Spreeufer // Internationale Hedonist_innen rufen zur massenhaften Teilnahme an den Eröffnungsfeierlichkeiten auf // Aktueller Bericht bei Indymedia // (Teil-)Verbot der Demonstration? // Vollständiger Aufruf zur Demonstration // Hintergrundinformationen zur Anschutz/ O2-Halle Mittlerweile steht der Termin fest: am 10.9. soll die Anschutz-Halle am Spreeufer in Friedrichshain-Kreuzberg, auch "O2-World" genannt, eröffnet werden. Während in der geschlossenen Veranstaltung Anschutz und O2 sich vor geladenen Gästen aus Wirtschaft, Politik und Showbusiness selbst feiern werden, hoffen wir auf regen Protest. Die Halle, die für die beteiligten Firmen und Konzerne hohe Profite verspricht, ist für Berlin und die Anwohnerinnen und Anwohner eine Katastrophe. Die Anschutz-Halle bedeutet für Berlin öffentliche Verluste in Millionenhöhe, durch direkte Subventionen und Verluste aus den städtischen Hallen. Für die Anwohner_innen bedeutet die Halle miese Jobs zu Armutslöhnen und massiven Durchgangsverkehr. Für die beteiligten Konzerne bedeutet die Halle hohe Profite. Der Unternehmer Philip Anschutz finanziert aus diesen Profiten gern rechtsreligiöse Gruppen, die versuchen, die Welt davon zu überzeugen, dass Kindesmisshandlung und Homosexualität untrennbar verknüpft seien. Machen wir gemeinsam die Eröffnung der Halle zu einem Erlebnis, das Anschutz, O2, den weiteren beteiligten Konzernen und den verantwortlichen Senats- und Bezirkspolitiker_innen noch lange in schlechter Erinnerung bleibt! Die Demonstration beginnt um 17.30 Uhr am Kottbusser Tor und wird über Adalbertstraße, Oranienstrasse, Heinrichplatz, Manteuffelstrasse und Schillingbrücke bis direkt vor die O2-Halle ziehen. Hier werden wir ab etwa 19 Uhr unserer Wut über das monströse Bauwerk direkt am Spreeufer lautstarken Ausdruck verleihen. Fahrraddemo: MediaSpree? Die Luft rauslassen! //
Fr., 04.07.08 15 Uhr Ostkreuz (Lenbach Ecke Sonntagstr.) Das rollende Spreeräuber_innen-Kommando sucht die Kieze heim Am 13. Juli gibt's in Friedrichshain und Kreuzberg einen Bürger_innen-Entscheid gegen Media Spree. Der wird den Investorenträumen zwar nicht unbedingt ein sofortiges Aus bereiten, aber ein empfindlicher Schuss vor den Bug des Traumschiffs Media Spree sollte schon dabei herauskommen. Vielleicht wird's ja sogar ein ordentlicher Maschinenschaden. Und mit anhaltendem politischem Druck, List und Tücke können wir das Stadtentwicklungs-Monster dann auch zum Kentern bringen! Jedenfalls wollen wir am 4. Juli per Radtour die Kieze wachrütteln und alle Leute auf der Straße dazu auffordern, zum Bürger_innen-Entscheid zu gehen. Und weil das Bezirksamt mit seinem möchte-gern-Alternativvorschlag, der sich jedoch erst bei genauerem Hinsehen als zahnlose Alibiveranstaltung entpuppt, ebenfalls auf dem Wahlzettel steht, um für Verwirrung zu sorgen, möchten wir auch darüber die Leute aufklären. Außerdem wollen wir natürlich fetten Schwung holen für die Zeit nach dem Bürger_innen-Entscheid, denn dann stehen so oder so noch genügend Punkte auf der Tagesordnung: Der Druck gegen Media Spree will aufrecht erhalten werden, die entstandenen Netzwerke gepflegt und ausgebaut, die widerliche O2-Halle fordert bei ihrer Eröffnung zum Widerstand heraus, zahlreiche alternative Orte sind weiterhin gefährdet und wollen verteidigt, neue erkämpft werden. 15:00 Lenbach Ecke Sonntag (ab für F’hain)
16:15 Oberbaumbrücke (rein nach SO36)
17:00 Kotti (auf nach Kreuzberg61) :: Pimp up your bike :: Überlegt euch kreative Aktionen :: Subkultur und Stadtumstrukturierung //
Do. 05.06.08, 20 Uhr Baiz Getragen wird der breite Protest gegen Media Spree von einer Ablehnung der Großprojekte international tätiger Investoren. Die schleichende Umstrukturierung der umgebenen Viertel hin zu Orten, die attraktiv für eine finanzkräftige >neue kreative Mischung< werden sollen, findet dagegen oft nicht ausreichend Beachtung. Mietsteigerungen und die Verdrängung all jener Anwohner_innen, die dadurch am Ende ihrer finanziellen Fahnenstange ankommen, sind eben zu kleinteilige Ereignisse, um groß aufzufallen. Zwischennutzungen und der Hype um Kreativwirtschaft zeigen aber deutlich, dass alternative Kultur im verstärkten Maße direkt in Vermarktungs- und Aufwertungsstrategien städtischer Räume integriert ist. Wird Subkultur vom ungewollten Pionier der Gentrifizierung zum gezielt eingesetzten Aufwertungfaktor? Am Beispiel der Veränderungen der Gegend um das Schlesische Tor wollen "wir diskutieren, ob es einen Ausweg aus dem Dilemma gibt, dass subkulturelle und linke Aktivitäten Orte erst attraktiv für eine neue Mittelschicht machen. Selbst wenn Subkultur der Ausblick auf eine befreite Gesellschaft sein möchte, so passt sie doch erstaunlich gut in die Strategien der Kreativwirtschaft. Und sei es, weil sie so schön dem neoliberalen Bild des durchflexibilisierten Menschen entspricht. Fahrraddemo gegen MediaSpree //
Do. 29.05.08, 16 Uhr Heinrichplatz Wir beradeln die Spreeufer: Media Spree platt machen! Eine Aktion der Freiraumaktionstage | brought to you by Spreepirat_innen Durch das Stadentwicklungsprojekt Media Spree sollen die Spreeufer mit profitablen Immobilien vollkgeknallt werden, und wir sollen uns über ein paar Meter Spreeuferweg freuen. Mal abgesehen vom Aufwertungsdruck, den die ganzen Bauvorhaben für die umliegenden Wohnkieze bedeuten: Hej, es könnte so tolle Flächen und Räume am Ufer geben, wenn wir die alles erdrückenden Renditeerwartungen der Immobilienheinis über Bord kippen! Dann geht's längst nicht nur darum, dass wir uns liebgewonnene Szene-Orte wie den Schwarzen Kanal, die Köpi oder das Yaam vor dem Bulldozer retten: Es ist Zeit, dass die Wünsche die Wohnung verlassen und auf die Straße gehen. Kommt mit zur demonstrativen und informativen Kiezradelei, quer durch das Investoren(t)raumschiff Media Spree, quer durch ein Stadtgebiet voller versteckter und noch unentdeckter Freiräume, voller Freiräume, die erst noch erkämpft werden wollen. Bringt eure Räder mit, überlegt euch kreative Aktionen für unterwegs! Voraussichtliche Route: Heini, Köpenicker Str., Schlesische Str., Puschkinallee, Eichenstraße an der Arena vorbei, Spreeufer an den Twintowers, Elsenbrücke, Stralauer Allee, Mühlenstraße, Holzmarkstraße, Michaelkirchbrücke, Köpi