Der Streit um die Knut-Millionen aus den Lizenz-Gewinnen geht endgültig vor den Kadi.

Die Parteien treffen sich am 19. Mai nächsten Jahres vor dem Landgericht am Tegeler Weg.

Worum geht's?

Der Berliner Zoo machte in 2007 durch Knut einen Bilanzgewinn von 6,8 Millionen Euro. Der Zoo Neumünster will einen Teil davon abhaben.

Warum der Anspruch?

Knut ist Eigentum der Neumünsteraner. Lars, der Vater von Knut, stammt von dort.

Was sagte Zoo-Direktor Bernhard Blaszkiewitz zur Forderung seines Kollegen Peter Drüwa?

„Die bekommen ein paar Pinguine und dann ist die Sache in Ordnung.“

Die Reaktion von Drüwa?

Er reichte eine „Auskunftsklage“ ein, die bald mit dem Aktenzeichen 38O381/08 vor der 38. Kammer des Landgerichts verhandelt wird.

Was steckt hinter einer „Auskunftsklage“?

„Der Kläger will, dass der Beklagte seine Finanzen offen legt, um die Höhe des Anteils zu bestimmen, den er dann einfordert“, erklärt Katrin-Elena Schönberg, Sprecherin des Kammergerichts.

Was, wenn die Richter für Neumünster entscheiden?

Dann könnten sich beide Zoo-Direktoren in aller Stille auf einen Betrag einigen. Das würde Wirbel in der Öffentlichkeit verhindern.

Die andere Variante?

Bernhard Blaszkiewitz zieht vor das Kammergericht, geht in Revision.

Wenn er keinen Erfolg hat?

Dann muss er seine Bücher offenlegen. Tut er's nicht, klopft im schlimmsten Fall der Gerichtsvollzieher an die Tür.

Beeinflusst der Streit Drüwas Entscheidung über die künftige Heimat von Knut?

„Nein, wir haben da nur das Wohl des Tieres im Auge“, sagt Peter Drüwa.