Die Weltkarte der Urlaubsangst

Bombenanschläge in Spanien, Terrorgefahr in Ägypten, Unruhen in Thailand. B.Z. sagt, vor welchen Urlaubsländern das Auswärtige Amt warnt

Nach zwölf Tagen in der Hand von PKK-Rebellen sind die drei Urlauber aus Bayern wieder wohlbehalten zurück in Deutschland. Die am Sonntag von ihren Kidnappern in der Türkei freigelassenen Männer trafen gestern Abend aus Ankara kommend am Münchner Flughafen ein.

Nach dem Geiseldrama fragen sich nun viele Menschen: Wie gefährlich ist Urlaub 2008? Auch in zahlreichen anderen Urlaubsorten drohen Anschläge, Entführungen, Unruhen.

Nicht nur in der Türkei (das Auswärtige Amt rät dringend von Reisen in den Osten des Landes ab), auch in Tunesien, Marokko, Ägypten, Sri Lanka und Israel muss immer wieder mit Anschlägen militanter Moslems gerechnet werden.

Wann kann ich stornieren?

Im Jemen sind Entführungen von Touristen an der Tagesordnung. In Kenia, Südafrika und im Grenzgebiet zwischen Thailand und Kambodscha drohen Urlauber zwischen die Fronten von Bürgerkriegen und Rassenkonflikten zu geraten. Andere Bedrohungen warten in Frankreich: Uran aus Kernkraftwerken verseuchte das Wasser der Flüsse Rhone, Gaffière und Lauzon, so dass die Behörden Baden und Angeln verboten.

Aus Angst ihre Reise abblasen sollten Urlauber jedoch nicht, rät Holger Hoppedietzel von der Deutschen Gesellschaft für Reiserecht: „Nur wenn das Auswärtige Amt eine konkrete Reisewarnung herausgegeben hat, kann man die Reise kostenfrei stornieren. Hinweise auf mögliche Gefahren reichen nicht aus.“

Selbst Attentate rechtfertigen einen Rücktritt oft nicht. „Vereinzelte Bomben gehören in bestimmten Ländern zum allgemeinen Lebensrisiko – zum Beispiel in Ägypten“, so der Experte.