Bei Protesten am Rande des olympischen Fackellaufs in Hongkong sind etwa 20 Menschen festgenommen worden.

Etwa ein Dutzend Demonstranten wurden am Freitag von der Polizei in Gewahrsam genommen, als sie mit Plakaten die Freilassung chinesischer Dissidenten forderten. Vor dem Start des Fackellaufs war es demnach zu Rangeleien zwischen Demonstranten gekommen. Bei einem weiteren Zwischenfall wurden etwa zehn pro-tibetische Demonstranten festgenommen, die zuvor mit Unterstützern Chinas zusammengestoßen waren.

Ein Großaufgebot von Sicherheitskräften schützte die Flamme auch in Hongkong. Der Beginn des Fackellaufs in strömendem Regen war nur von kleineren pro-tibetischen Protesten begleitet. Eine Studentin mit einer tibetischen Flagge wurde von der Polizei abgeführt. Anders als auf dem chinesischen Festland sind wegen des politischen Sonderstatus der Hafenmetropole anti-chinesische Demonstrationen in Hongkong möglich.

Der Lauf in Hongkong ist die erste Station der olympischen Flamme in China, das im Sommer die Olympischen Spiele ausrichtet. Die China-Route der Fackel führt auch durch Tibet. Auf ihrer Reise durch 19 Länder war die Fackel zuvor von massiven Protesten begleitet worden.