Sächsische Schweiz vom 12. Juli bis 20. Juli.
Ein Reisebericht.
Auf den Bildern werden unter anderen auch Personen in ihrer natürlichen Nacktheit gezeigt. Wer das nicht sehen will muß sie nicht anschauen.
Für die kubischen Panoramen muss das Flash-Modul bzw. Quicktime installiert sein. Aber das ist ja eigentlich der Fall wenn man im Internet unterwegs ist. Mit der Maus kann man nach allen Seiten schwenken. Aber nicht schwindelig werden.
Das Camp Ein Überblick

Das Camp befindet sich in der Sächsischen Schweiz auf einem Privatgrundstück hinter einem Wohnhaus direkt an der Elbe. Das Gelände ist terassenförmig angelegt. 3 Terassen sind hergerichtet worden zum Aufbauen von Zelten. Wir bauen unser Zelt auf der obersten Terrasse auf. Hier befindet sich auch eine Gartendusche. 200 Stufen einer romatischen Natursteintreppe führen bis ganz nach oben zu einem Felssteilhang, an dem es nicht mehr weitergeht. Nach unten reicht das Grundstück bis an das Elbufer. Es wird vor dem Haus von einem öffentlichen Fahrweg mit Anliegerverkehr durchschnitten. Am Haus befindet sich ein fester Pavillon. Hier nahmen wir unsere gemeinsamen Mahlzeiten ein. Am Abend wurde es urgemütlich. Meistens grillten wir und zündeten danach ein Feuer an. Unser Gastgeber hatte einen Stapel Liederhefte 'Die Mundorgel' besorgt. Wer mochte konnte zu seiner Gitarrenbegleitung mitsingen.
12. Juli — Steinbruchpfad Erste Erkundung
Noch am Tage der Ankunft starten wir am späten Nachmittag direkt vom Camp aus zu einer kleinen Wanderung. Gleich hinter dem Camp verlassen wir den Fahrweg und steigen neben dem Fährhaus Zeichen auf der 'Himmelsleiter' den Elbhang hinauf. Das ist keine Leiter, sondern eine riesig lange Treppe. Hier folgen wir einem malerischen Höhenweg, dem Steinbruchpfad Stadt Wehlen-Zeichen. Den Kern bildet ein kleines Freilichtmuseum. Die Schienen einer Lorenbahn sind noch vorhanden. Loren und viele Abräumwerkzeuge sind ausgestellt. Wir bewundern die alte Bremsbergwinde, eine riesige Transmission mit Zahnrädern und Riemenscheiben. Als wir davor am Hang ein altes Fundament entdecken, ahnen wir, dass damit die Kraft für den Antrieb einer Seilbahn übertragen wurde, welche die gebrochenen Steine ins Elbetal befördert hat. Bei der Wilke Aussicht können wir den ersten Blick ins Elbetal geniessen. Dann geht es auf einem schmalen Zickzackpfad kurz vor Wehlen wieder abwärts. Auf dem Fahrweg gehen wir zurück zum Camp.
13. Juli — Bad Schandau Alternativprogramm
Der erste Tag, und es regnet. Absolut kein Wetter zum Nacktwandern. Deshalb nutzen wir die Situation und fahren nach Tchechien zum Tanken. Auf der Rückfahrt machen wir in
Bad Schandau Station und besuchen dort das Naturkundemuseum. Auf anschauliche Weise wird erklärt wie das
Elbsandsteingebirge entstanden ist. Auch die einheimische Tier- und Pflanzenwelt wird vorgestellt. Von einem langweiligen Museumsbesuch kann nicht die Rede sein. Alles ist auch für Kinder optimal dargeboten. Mikroskope und Ferngläser sind vorhanden. Filme werden gezeigt. Überall hängen Kopfhörer um etwas zu hören. In einem total abgedunkelten Raum kann man Tierstimmen der Nacht hören. Ein Glaswand mit dem entsprechenden Tier leuchtet dann jedes Mal auf. In fast jeder Ecke muss mam irgand was drücken ziehen oder schieben um etwas Neues über die Gegend zu erfahren. Als wir wieder draussen sind, regnet es immer noch. Wir drücken uns an Häuserfronten vorbei um nicht so maß zu werden. In einer Eisdiele lassen wir den Tag ausklingen.
14. Juli — Schrammsteine Wanderung
Von Bad Schandau fahren wir an Postelwitz vorbei. Unsere erste große Wanderung führt zunächst etwa eine Stunde auf normalen Wegen durch Wald. Dabei kommen wir an dem vorgelagerten
Falkenstein vorbei. Dann wird es zunehmend felsiger. Wir kommen in das Gebiet der Vorderen
Schrammsteine und passieren das
Große Schrammtor (Panorama
1 und
2). Wir erreichen einen Platz mit Schautafeln und Sitzgelegenheit. Hier machen wir unsere Mittagsrast. Nach einer weiteren Stunde erreichen wir über den
Wildschützensteig die Schrammsteinaussicht (Panorma
1 und
2). Dann geht es weiter auf dem Gratweg. Wir kommen zum
Aussichtspunkt oberhalb Breite Kluft. Dort macht ein freundlicher Textilwanderer ein Foto von unserer Gruppe. Auf dem Rückweg kommen wir am
Kleinen Dom vorbei. Wir können noch einen Blick auf den Domwächter werfen, ein schwieriger Kletterfelsen. Dann geht es durch den
Nassen Grund zurück zum Parkplatz.
15. Juli — Affensteine Wanderung mit Klettern
Von Bad Schandau fahren wir durch das
Kirnitzschtal entlang der
Kirnitzschtalbahn und stellen die Autos am
Beuthenfall ab. Das Bild auf der verlinkten Seite zeigt wie es am Beuthenfall früher aussah. Das erste Bild in der Diashow zeigt wie es dort jetzt aussieht. In südöstlicher Richtung laufen wir zu den
Affensteinen. In gut 50 Minuten sind wir am
Frienstein. Hier begiint die
Häntzschelstiege, der Ausgangspunkt unserer Klettertour. Dennis darf alleine klettern. Niels wird von Siggi mit einem Seil gesichert. Zwei Teilnehmer wollen nicht mitklettern und improvisieren eine eigene Wanderung. Es geht los. Dennis ist begeistert und sagt: "Cool". Nach 30 Minuten sind wir auf dem
Oberen Affensteinweg. Der Einstieg
Obere Häntzschelstiege beginnt mit einem schmalen Spalt in den Fels. Dann geht es durch einen engen Kamin steil nach oben. Dennis ist vor mir außer Sichtweite und verliert plötzlich die Nerven. Ist es Platzangst? Alles kommt ins Stocken. Ich warte mit anderen auf einer Plattform.Unter den Kletterern ist eine junge Frau dabei mit 'Jesus-Latschen' und ein Vater mit einem Baby im Tragerucksack. Siggi kommt mit den Kindern zurück. Dennis wird auch gesichert. Nach einer weiteren halben Stunde sind wir oben. und erden mit einer herrlichen Aussucht belohnt. Über einem Gratweg kommen wir zu einer Plattform, wo wir Mittagsrast machen. Am Friensteinsockel besuchen wir die
Idagrotte (Panorama
1). Auf dem Rückweg kommen wir am
Friensteinflössel vorbei. Bevor wir wieder in die Autos einsteigen, nehmen wir noch ein erfrischendes Bad in der Kirnitzsch.
16. Juli — Gohrisch / Pfaffenstein Wanderung
Am Mittwoch fuhren wir auf der anderen Elbseite in Richtung
Königstein und stellten die Autos auf einem bereits ziemlich vollen Wanderparkplatz zwischen dem Ort Gohrisch und Papstdorf ab. Nach einem kurzen steilen Anstieg sind wir auf dem
Gohrisch. Von Gipfelmast mit
Windrose haben wir eine herrliche Aussicht. Der Abstieg erfolgt in nördlicher Richtung und führt aus dem Wald hinaus. Bei 'Onkel Pauls Ruhe' sieht man auf den Ort Gohrisch. Hier machen wir eine kleine Rast. Weiter geht es wieder durch Wald bis ein Tal mit Feldern und Wiesen vor uns liegt. Auf der anderen Seite liegt der
Pfaffenstein, unser nächstes Ziel. Unser Proviant ist aufgebraucht. Ich habe Bedenken, daß meine Enkel das noch packen. Da kommen schon die ersten Sprüche: "Ich kann nicht mehr. Meine Beine tun weh. Ich habe Hunger." Wir ziehen alle Register um die Kinder abzulenken. Als Siggi verrät, daß es auf dem Pfaffenstein eine
Gaststätte gibt mit Aussichtsturm sind alle Wehwechen vergessen. Nach dem Essen sind alle wieder fit. Vom Turm können wir einen tollen Rundblick geniessen. Wir verlassen den Gaststättenbreich, machen uns wieder nackig und kommen zur
Barbarine, das Wahrzeichen der Sächsischen Schweiz.
17. Juli — Birkwitzer See Baden
Westlich von Pirna zwischen Pratzschwitz und Birkwitz liegt ein kleiner See, in dem man auch baden kann. Nach einigem Suchen fanden wir eine offizielle Badestelle. Für Weicheier war gerade kein ideales Badewetter. Deshalb war der Parkplatz leer und leider auch mit einer Schranke verschlossen. So müssen wir unsere vielen Sachen ausladen und das Auto zum Parkplatz in Pratzschwitz zurückbringen. Auch unser kleines Schlauchboot wurde ausgeladen und eingeweiht. Zum Mittag haben die Kinder kleiner Thüringer gebraten. Als wir uns nach dem Eseen auf unsere Handtücher legten, merken wir, dass es auch die Liegewiese einer Schwanenfamilie war.
18. Juli — Winterstein Wanderung
Wir fahren wieder durch das Kirnitzschtal und stellen die Autos an der
Neumannmühle ab. Vom Parkplatz folgen wir der Zeughausstraße. Der Weg führt ein Stück durch den Großen Zschand und dann steil hinauf zum
Winterstein. Er wird auch 'Hinteres Raubschloß' genannt und gilt als älteste Felsenburg der Sächsischen Schweiz, erstmalig urkundlich erwähnt 1379. Es sind noch Reste, wie Balkenfalze, ausgehauene Treppenstufen und die Zisterne erkennbar. Zur Sicherheit ist die Öffnung der Zisterne mit einem Gitter geschützt und wirkt dadurch wie ein Verlies. Es ist ein besonderer Spaß für meine Enkel. Sie tun so, als wenn sie dort eingesperrt sind. Auf alten Mauerresten sitzend, machten wir unsere Mittagsrast. Beim Abstieg fing es an zu regnen. Wir fanden Schutz unter einem Felsvorsprung und warten den ersten Regenguß ab. Sollen wir weiter wandern oder abbrechen? Doch der Regen will nicht richtig aufhören. Unsere Kleidung trocken aufgehoben in unseren Rucksäcken gehen wir zum Parkplatz zurück. Bevor wir zum Camp zurückfahren kehren wir in der Neumannmühle ein.
19. Juli — Elbe Schmilka-Wehlen Schlauchbootfahrt
Schon zeitig nach dem Frühstück brechen wir auf in Richtung
Schmilka. Hier erwartet uns ein Mitarbeiter der Firma
Spaßtours, um uns zwei Schlauchboote zu übergeben. Wir sind 10 Personen. Jeder bekommt eine Schwimmweste. Dann gibt er uns eine kurze Einweisung wie wir uns in den Kurven bei den roten und grünen Bojen zu verhalten haben. In kurz: Wir müssen die Bojen so umfahren, damit die Schifffahrt das tiefere Wassser nutzen kann. Nun geht es los. 25 km Elbe liegen vor uns. Kurz hinter Bad Schandau auf einer Kiesbank machen wir die erste Rast. Bei den ersten Häusern von Königstein fängt es an zu regnen. Wir steigen aus und suchen Schutz. Doch die Schauer ist nur kurz. Nach einer guten Stunde sind wir an Königstein vorbei und haben die Halbinsel Ebenheit umrundet. Hinter uns sehen wir die
Festung Königstein liegen. In Höhe von Strand machen wir die zweite Rast. Im Luftkurort
Rathen kommen wir an dem schönen
Hotel Elbschlösschen vorbei. An der Fähre müssen wir warten. Schließlich kommen wir nach
Wehlen. Hier müssen wir die Boote wieder abgeben. Auf dem Marktplatz von Wehlen essen einige von uns noch Eis. Eine Frau regt sich auf, weil einige mit freiem Oberkörper laufen.
20. Juli — Die Heimfahrt Ein paradiesischer Genuß
Noch nie empfand ich eine derart lange Strecke (600 km) mit meinen Enkeln so stressfrei und problemlos. Wir sind die gesamte Strecke nackt gefahren und haben dabei weder Parkplatz noch Rastplatz entlang der Autobahn angesteuert. Nur zum Tanken in den Abendstunden habe ich mir etwas übergezogen. Dennis durfte ein Liederheft mitnehmen. Die Kinder singen. Von der Rücksitzbank höre ich noch einmal die Lieder welche die Buben besonders begeistert haben u. a.
'Drei Chinesen mit dem Kontrabaß' und 'Die Affen rasen durch den Wald'. Um die Mittagszeit nach ca. 150 km sehe ich im rechten Blickwinkel einen kleine See liegen. Das wäre ein toller Rastplatz. Kurz darauf eine Ausfahrt. Ohne Verbotsschilder, ohne Zaun oder Schranke, kommen wir an den See, Klasse. Wir braten die letzten Grillwürstchen. Zum Nachtisch gibt es Milchreis mit Früchten. Der See macht eine sauberen Eindruck aber ist super flach. Eine Erfrischung ist zwar möglich, aber mir macht das Schwimmen wegen der geringen Tiefe Probleme. Nun,ja, man kann nicht alles haben. Nach weiteren 150 km hat Opa Kaffeedurst. Ich nehme die nächste Ausfahrt, fahre durch ein Dorf und entdecke auf einer Anhöhe am Waldrand eine Bank. Hier machen wir unsere Kaffeepause. Ich genieße den Ausblick über ein wogendes Kornfeld in die Ebene. Den Rastplatz am Abend kennen wir schon von der Hinfahrt, an einem Weg zwischen Wald und Kornfeld. Die Sonne verschwindet am Horizont. Dann starten wir zur letzte Etappe bis wir daheim sind.
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NatNacpro says:
Ich habe bisher keinen Urlaub erlebt, der so harmonisch und aktionsreich war wie diese Woche auf dem Camp. Schon jetzt freuen wir uns (meine Enkel und ich) auf ein NC Sachsen '09.
Nachtlerpro says:
Nachtler edited this comment 12 months ago.
Elbertinumpro says:
abgekühlen natürlich in der Elbe - Mache ich jetzt schon regelmäßig
ein Tag ohne ein Bad in der Elbe -. das geht schon gar nicht mehr -
Herzliche Grüße aus Oberposta - Elbertinum - Albert
Siggi says:
das NC 09 konnte ja leider nur in leicht abgespeckter Form statt finden. Hoffen wir, dass die Dritte Auflage vom 12.-25.7.2010 wieder zum Erlebnis Aller wird. Vorher gibts bissel Arbeit auf Deinem Grundstück- ich freue mich schon!
Gruß Siggi