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October 11, 2007

Was ist denn hier los?

Was ist denn das gerade für ein bug auf ipernity? Unter meinen Bildern werden keine Kommentare mehr angezeigt, Notes und Votes auch nicht und es zeigt bei jedem Bild 0 visits. Unter recent activity erscheinen die Kommentare aber. Komisch das.

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October 16, 2007

Der Arschfotograf

Neulich kam Jo zu mir, um mir stolz ihre brandneue Hot Pant zu präsentieren. Der Kauf wurde durch die Rolle der Arlene in Tarantinos "Death Proof" inspiriert, gespielt von Vanessa Ferlito. Diesen grandiosen Film haben wir uns nämlich ein paar Tage zuvor angesehen. Nun ist mir aber aufgefallen, dass es schon das dritte Arsch-Bild der letzten Tage ist - wenn auch zeitlich als erstes aufgenommen. Wenn das so weiter geht findet sich hier bald das eindeutige Portfolio des Arschfotografen...

Der Vollständigkeit halber sind hier auch noch die anderen beiden erwähnten Bilder. Das schlimme ist, dass da sogar noch mehr kommen...

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October 21, 2007

Meine Neue

Als ich in Amsterdam über einen Markt geschlendert bin, habe ich einen Tisch voll mit Kamerateilen gefunden - alles querbeet, alles uralt. Nach einigem stöbern und suchen habe ich einige zusammen passende, funktionierende und meinen Vorstellungen entsprechende Teile gefunden, und mir sozusagen eine Kamera zusammengestellt. Ein "Praktica L" Gehäuse mit Bändel, ein "Meyer-Optik Görlitz" namens "Domiplan" mit 50mm Festbrennweite und Lichtstärke 2,8 mit Nikon Filter (ich schätze mal UV) und einer Nikon GeLi. Alles komplett mechanisch und manuell - nicht mal ein Belichtungsmesser im Gehäuse, keine Batterie, kein gar nichts. Mit dem fertig zusammengebauten Teil bin ich dann zum Standbesitzer gelaufen, und habe nach einem Preis gefragt; 35€ war die Antwort. Daraufhin etwas handeln, zurücklegen, etc. pp - und letztendlich habe ich sie für 27€ mitgenommen.

Zu Hause angekommen ging es dann erstmal an die ausgiebige Reinigung. Das Ding hat geklebt von oben bis unten, war mit schwarzem Dreck besetzt von vorne bis hinten und alle Gläser waren fleckig und milchig. Also alles auseinandergeschraubt und in 2-stündiger kleinarbeit alles gewienert, das Gehäuse musste ich zum Glück nicht demontieren, den Spiegel und die Mattscheibe konnte ich durchs Bajonett reinigen. Dann etwas Internetrecherche: Die Kamera wurde in der DDR von 1969 bis 76 gebaut, es handelt sich um die kleinste Version, die größere hatte bereits einen Belichtungsmesser - was auch das ASA-Einstellrad erklärt. Das ist hier aber ohne Funktion - alles komplett mechanisch. Sehr schön.

Dann gings noch mal los, um Filme zu besorgen. Danach ging dann das stolze fotografieren im alten Stil los - und das war mal wieder super. Man lässt sich ewig Zeit für jedes Foto, und wird quasi zur Ruhe selbst. Man ignoriert keine Touristen, die man sonst "später wegphotoshoppen" würde und macht ein Bild. Und das soll dann auch was werden. Davor schaut man sich genau das Licht und den Himmel an - denn Blende und Belichtungszeit will richtig geraten werden - und einen Anhaltspunkt außer Erfahrung gibt es nicht. Und ich glaube auch nicht, dass ich mir noch einen externen Belichtungsmesser zulegen werde - ist einfach schöner und spannender so.

Heute - 3 Tage später - war dann der erste Film voll, und den habe ich dann auch gleich voller Erwartung zum "1 hour Fotoservice" gebracht, um kurze Zeit später eine CD mit allen Bildern in Händen zu halten. Und ich muss sagen: Ich bin begeistert! Die Kamera hat keine Risse, Spalte oder dergleichen; sie ist absolut dicht und die Bilder werden super. Auch mit meinen Einstellungsschätzungen habe ich wohl sehr gut gelegen - es ist wirklich kein über- oder unterbelichtetes Bild dabei. Dafür macht es richtig viel Spaß: Die 27€ haben sich gelohnt! Ihr werdet sicherlich bald noch mehr von dieser Kamera zu sehen bekommen, heute schon mal als kleiner Vorgeschmack eines der Bilder vom ersten Film: Ein Bild in der Amsterdamer U-Bahn (Sneltram) mit 1/8s Belichtungszeit und Blende f/2,8:

Ich habe hier leider kein Photoshop, daher ist an diesem Bild auch nichts eingestellt, quasi "as-is" von der Kamera; ich hoffe es gefällt!

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October 24, 2007

Wieder daheim

Ich bin wieder aus Amsterdam zu Hause, und habe in meinem Blog einen Reisebericht geschrieben - nur als Info für die Interessierten!

Außerdem können Leute mit Mighty Mouse, einem neueren MacBook oder einem sonstigen 2D-Scrolling Tool auch diese Zusammenstellung betrachten. Dort bitte unten auf "ZOOM IN" klicken.

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October 29, 2007

Old Ones - Issue Nine

Als ich im März 2007 mit meiner Kusine in London war, habe ich mir vorgenommen in einem Stil zu fotografieren, den ich für mich fünf Jahre zuvor entdeckte. Damals hatte ich aus der Not eine Tugend gemacht, und meine damalige HP Photosmart 318 dazu genutzt, wofür sie gemacht war - Schnappschüsse. Da dies war die einzige Stärke der Kamera war, habe ich diese auch bewusst ausgereizt und mich damit beschäftigt, was eigentlich einen "richtig guten Schnappschuss" ausmacht. Dabei bin ich sehr schnell von den üblichen Grimassen schneidenden und lachenden Gesichtern abgekommen, da diese nichts aussagten. Von schönen Portraits, Gruppenfotos, Architektur- oder Landschaftsbildern war gar nicht zu reden, dazu reichte die Qualität leider nicht annähernd. Somit fielen die meisten Standardmotive der Zielgruppe dieser Kamera aus. Es musste also was neues her.

Was einen "guten Schnappschuss" ausmachte, hing für mich von einigen wenigen Dingen ab. Erstens durften die Leute nicht merken, dass sie fotografiert wurden. Den wahren Charakter einer Person abzulichten, das Ziel so vieler Fotografen, funktioniert nur in oft stundenlangen und hochkonzentrierten Studiosessions oder eben unbewusst. Leider hat jeder von uns ein Fotogesicht - und das einzufangen galt es zu vermeiden. Zweitens merkte ich, dass nicht eine perfekte Ausrichtung des Bildes, ein einwandfreier Schärfeverlauf - worauf ich bei dieser Kamera ohnehin keinen Einfluss hatte - oder die perfekte Belichtung ausschlaggebend war, sondern die Stimmung, die das Bild übermittelte. Bewegungsunschärfe störte den Schnappschuss nicht, sie half ihm. Ebenso verhielt es sich mit stürzenden Linien und schräger Kameraführung. Drittens musste ich mir eine unglaubliche Schnelligkeit und eine gewisse Gleichgültigkeit gegenüber dem Motiv angewöhnen. Ein geplantes Bild wird nie ein Schnappschuss, und wenn man zu langsam ist, ist die Situation vorbei.

Da das unbemerkte fotografieren ohne Frage das wichtigste war, musste ich bei der HP Kamera immer zuerst den Blitz ausschalten. Das war irgendwann so ein geübter Handgriff - Einschalten und 3x auf den Blitzknopf - dass ich mich später dabei ertappte, wie ich den Blitz ausmachte um ihn gleich wieder anzumachen. Ebenso wichtig war die Kamerahaltung. Um wirklich unerkannt zu bleiben musste die Kamera quasi beiläufig in der Hand liegen. Unauffällig, wie eine von 1000 Kameras, die 1000 Touristen gerade mit sich rumtragen, wenn sie keine Bilder machen. Daher gewöhnte ich mir an, sowohl die genaue Ausrichtung meiner Kamera, als auch den Aufnahmewinkel blind im Gefühl und im Griff zu haben. Nach einiger Zeit funktionierte das auch verblüffend gut, ich konnte sowohl aus der hängenden Hand als auch auf etwas zeigend oder über die Schulter nach hinten alles mit einer erstaunlichen Treffsicherheit fotografieren. Die Kamera wurde nie ausgeschaltet, außerdem lernte ich schnell zu sein, hatte auch die Auslöseverzögerung im Gefühl und drückte immer kurz vor einem zu erwartenden Motiv ab. Oft ging das natürlich daneben - manchmal gelang es. Daher musste ich immer sehr viele Bilder machen, damit einige schöne dabei waren. Darum, und um die Schnelligkeit zu erhöhen, fotografierte ich alles auf der kleinstmöglichen Auflösung; mir war ja die Bildwirkung wichtig - nicht die Qualität.

Im Januar 2007 fand ich durch Zufall ein von mir gemachtes Bild von einem unbekannten Brautpaar aus Paris wieder. Ich hatte die vorhergehenden 2 Jahre mit der Fuji S7000 fotografiert, die Probleme der Schnappschusskamera gehörten der Vergangenheit an und ich fotografierte wieder durch den Sucher. Ungefähr zeitgleich fand ich bei Wikipedia durch Zufall den Artikel über Lomografie. "Die 10 goldenen Regeln der Lomografie" erinnerten mich stark an das, was ich in den Jahren davor gemacht hatte, also nahm ich mir vor, diesen Stil wieder zu beleben. Inzwischen hatte ich mit der 400D auch die Möglichkeit, dies nun auch mit entsprechender Qualität zu tun.

                  

Die Reise nach London bot sich dazu an, ich legte in den beiden Tagen dort die Kamera nicht aus der Hand und fotografierte mit hängenden Armen aus dem Jackenärmel was das Zeug hielt. Was mich erstaunte war, wie schnell das "blinde" Gefühl für die Kamera allgemein, und für die neue Kamera im speziellen, wieder da war. Eine geeignete Kameraeinstellung war auch schnell gefunden, die Spannung auf die Bilder war groß.

                  

Wieder zu Hause angekommen, die Bilder fertig bearbeitet, stellte sich nun die Frage nach dem Hochladen: Wie kann man das nennen? Da fiel mir die Regel 10 wieder ein. Keine Regeln. Schließlich ist Lomografie auch Definitionssache - für die meisten ist es wohl das Fotografieren mit der LOMO LC-A, für manche das Fotografieren mit der LOMO LC-A unter "Berücksichtigung der Regeln" - und für mich ist es eben nur das Fotografieren nach den "Regeln". Denn getreu meinem Statement ist mir egal mit welchen Mitteln es gemacht ist - entscheidend ist nur wie das Resultat aussieht.

Lange Rede kurzer Sinn: Die Lomo-Fotos aus London kamen allgemein gut an. So gut, dass manche fragten, wie ich sie gemacht habe. Und umso mehr freut es mich, heute diese Bilder von Johanna vorstellen zu dürfen. Die Bilder sind gestern in Amsterdam entstanden und tragen eine eigene - und für mich neue - Handschrift, die mir sehr gut gefällt. Lediglich der Stil ist unverwechselbar: Lomo-Style!


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October 31, 2007

Old Ones - Issue Ten

OK, ich glaub ich habs verstanden, ab jetzt wieder kürzere Texte ;-)

Heute möchte ich zwei Bilder aus dem Rashia-Shooting vom Februar 2007 vorstellen. Es sind zwei Bilder der gleichen Pose, mit unterschiedlichem Aufnahmewinkel. Welches gefällt Dir besser?

Published at 03:11 / 6 comments / 1515 visits
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