Am 1. September sind Claudia und ich nach Kreta in die Ferien geflogen. Es waren dies die ersten gemeinsamen Ferien ohne Kinder, die ja in die Schule mussten während dieser Zeit.
Nach der Landung in Chania auf Kreta waren wir erstaunt das keine Passkontrollen durchgeführt wurden. Dies war natürlich so dank dem Schengen Abkommen, trotzdem kommt es einem komisch vor aus dem Flugzeug zu steigen, den Koffer zu holen und raus auf die Strasse zu gehen. Schon fast wie Zugfahren :-). Das einzige was kontrolliert wurde war die Schweinegrippe, beim Durchgehen konnte man sich selber in einem Wärmebild Monitor sehen.
Dann wurden wir in einen Bus verfrachtet und zu unserem Hotel in Maleme verfrachtet. Nach etwa einer halben Stunde kamen wir dort an, der Busfahrer verkündete: "Hotel Malame Mare"! Es stellte sich dann allerdings heraus, dass er vor dem falschen Hotel angehalten hatte und wur mussten dann 50m weiter ins Nächste.
Nach dem übersüssen Welcome Drink bekamen wir unsere Zimmerschlüssel. Auf den ersten Blick sah das Hotel toll aus, überall weisse Marmorböden (davon hats in Griechenland offenbar mehr als genug), ein grosses Zimmer mit Balkon, Küche und Kühlschrank. Auf den zweiten Blick war dann aber leider die Sauberkeit des Hotels nicht ganz so toll. Es wurde nicht gut geputzt, die Tücher wurden nur zweimal gewechselt, am Sonntag wurde das Zimmer nicht aufgeräumt (logisch, die Zimmermädchen haben frei am Sonntag....) usw.
Leider war auch das Essen im Hotel alles andere als gut, es war teilweise ungeniessbar, kalt, fade oder verbrannt. Dies zwang uns trotz gebuchter Halbpension auswärts zu essen. So hatten wir wenigstens ab und zu geniessbare Gaumenfreuden. (Nicht immer, da die griechische Küche scheinbar nicht so hochstehend sei, wie man uns sagte)
Der Strand war leider eine herbe Enttäuschung. Von dem Kieselstrand von dem die Rede war fanden wir nicht so viel. Es sah vielmehr aus wie bei uns am Walensee, die "Kiesel" sind etwas gross geraten. Zudem mussten Liegestühle und Sonnenschirme mit 5 Euro pro Tag extra berappt werden...
Deswegen haben wir ein Auto gemietet um zu sehen, ob es auf Kreta nicht doch noch irgendwo einen schöneren Strand gebe. Tatsächlich wurden wir an der Westküste in Falassarna fündig. Dort fanden wir einen wunderschönen Sandstrand mit türkisblauem Wasser, schon fast Karibikmässig.
Am Sonntag haben wir uns dann für einen Ausflug zur Insel Gramvousa angemeldet, wurden früh am Morgen mit dem Bus in Malame abgeholt und nach Kissamos gebracht. Dort bestiegen wir ein riesiges Ausflugsschiff, welches über 1000 Personen Platz bietet. An diesem Tag waren gut 600 an Bord. Damit fuhren wir dann aufs Meer hinaus Richtung Gramvousa. Dort angekommen begaben sich etwa 80 Prozent der Passagiere im Gänsemarsch auf den Berg hinauf zur Festung. Die bequemeren unter uns genossen ein Bad im Meer.
Danach ging es weiter zur Lagune von Balos, das war wirklich eindrücklich. Der Riesenkahn steuerte vom Meer aus die Klippe an, liess die grosse Bugklappe herunter und man konnte aussteigen. Dann ergossen sich die 600 Leute gleichzeitig auf die Lagune. Diese war zum Glück gross genug, überall etwa knietief und warm wie eine Badewanne. Darin fand man auch sehr viele Muscheln. Hinter der Lagune dann ein normaler Strand mit weissem und rosarotem! Sand und wieder mit viel Karibikflair. Hier durften wir dann so an die zwei Stunden baden bevor es wieder auf das grosse Schiff zurück ging.
Auf dem Heimweg dann noch ein bisschen Happy Hour zurück nach Kissamos.
Das war einer der schönsten Tage auf Kreta.
Im Hotel gab es doch noch Highlights, dazu gehörte der Barkeeper, der einem bei jeder noch so kleinen Gelegenheit einen kleinen Schnapps offerierte. Er aber nicht schade, trank auch IMMER mit, so kam es dass er von Zeit zu Zeit relativ belämmert hinter der Bar stand und am Morgen über Kopfschmerzen klagte :-)
Lustig war auch das Fussballspiel Schweiz - Griechenland das ja zu unseren Gunsten ging. Die Griechen hatten da selbstverständlich nicht so viel Freude wie ich.
Bald schon kam der Tag der Abreise. Wir fuhren wieder mit dem Bus nach Chania zum Flughafen. Dann mit der Swiss wieder nach Hause. Dieser Rückflug bleibt wohl auch noch etwas im Gedächtnis, als einzige Fluggäste in der Business Class mit einem eigenen Flugbegleiter nur für uns. Und er hat sich vorzüglich um uns gekümmert!
Während dieser Ferien haben wir das frisch verheiratete Päärchen Michèle und Thomas kennengelernt. Mit ihnen war es immer lustig und wir haben uns versprochen, dass wir auch nach den Ferien in Kontakt bleiben. Ich hoffe wir können das einhalten, Facebook hilft dabei :-)
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