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Picasa 3.5

Sunday October 4, 2009 at 09:59AM

Ich konnte es nicht erwarten, die neue Version von Picasa auszuprobieren. Die deutsche Version kündigt das update schon an aber es gibt scheinbar bisher nur die englische Version.

Die habe ich dann auch runtergeladen (http://dl.google.com/picasa/picasa35-setup.exe), hier meine ersten Eindrücke:

  • Die auffallendste Neuerung von 3.5 sind Name-Tags. Man kann Personen auf Fotos taggen (geht ja bei Ipernity auch) und das tolle ist, dass Picasa per Gesichtserkennung diese Personen auf anderen Fotos automatisch oder halbautomatsch erkennt.
  • Vereinfachtes Geo-Tagging. Man muss nicht mehr über Google-Earth gehen sondern kann direkt in Picasa taggen.
  • Quick Tags. Vereinfachte Massenoperationen in Zusammenhang mit Tags.

Am spannendsten ist sicherlich die Sache mit den Name-Tags. Startet man Picasa 3.5 das erste mal, dann werden sämtliche Bilder nach Gesichtern durchsucht und die ähnlichen Gesichter gruppiert. Das hat bei mir 2 Tage gedauert! Ich habe nicht viele Fotos (18.000). Ich habe auch von Leuten gehört, bei denen das scannen mehrere Wochen dauerte!

Nun kann man den erkannten Gesichtern Name-Tags, also richtige Personen zuordnen. Das ist viel Arbeit, bei der man sich keine Fehler leisten sollte. Je gewissenhafter man vorgeht, desto besser klappt die automatische Zuordnung der Personen.

Problem:

Ich synchronisiere meine Fotos auf verschiedenen Rechnern (PC, Laptop, Media-PC und Firmen-PC). Es ist schon immer schwierig, Picasa so abzugleichen, dass man auf allen PCs mit Picasa arbeiten kann, da Picasa als Single-User-Application gedacht und konzipiert ist. Picasa hält eine zentrale Datenbank und speichert Änderungen an Bildern in .ini-Files pro Verzeichnis. Ich kann damit leben, nicht gleichzeitig an zwei Rechnern im selben Verzeichnis Bilder zu bearbeiten, das würde beim synchronisieren zum Konflikt führen.

Wer sich einmal die Arbeit gemacht hat, die Personen auf den Fotos zu taggen, will diese Arbeit natürlich nicht auf den anderen Computern nochmal machen. Meine Befürchtung, dass die Name-Tags nicht ohne weiteres mitsynchronisiert werden hat sich auch prompt bestätigt.

Mittlerweile habe ich aber herausbekommen, wie eine für mich funktionierende Lösung für dieses Problem aussieht:

  • Synchronisiere wie gehabt die Bilder und die picasa.ini-Files
  • Alle Personen, die erkannt wurden als Online-Kontakte markieren (sync with Contacts and Web Albums). Dadurch werden die Name-Tags als Google-Kontakte synchronisiert. Dazu muss Picasa mit dem Google-Account eingeloggt sein.
  • Kopieren der contacts.xml-Datei. Hier hält Picasa die Zuordnung eines Name-Tags zu einem Google-Kontakt. Diese Datei befindet sich in C:\Users\USERNAME\AppData\Local\Google\Picasa2\contacts

Ich konnte zwar so nicht verhindern, dass auf allen Rechnern nochmal neu nach Gesichtern gescannt wird (m.E. nun nicht mehr nötig), aber wenigstens werden die erkannten Gesichter genauso zugeordnet, wie man es urprünglich getan hat.

Fazit:

Name-Tags sind eine spannende Sache, die viel Arbeit macht, aber erstaunlich gut funktioniert. Es ist nun ein Kinderspiel, Fotos zu finden, auf denen sich eine bestimmte Person befindet oder sogar mit einer anderen Person zusammen!

Da es bisher keinen Standard für Nametags in Bildern gibt, muss hier was passieren, damit der Austausch von Nametags bei verschiedene Foto-Applikationen, wie auch Ipernity, funktionieren kann. Da Google die Picasa-Name-Tags (noch) nicht in den Bildern selbst speichert, ist der jetzige Stand nicht zukunftsfähig.

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5 Comments / add your comment?

yety says:
Für diesen Tipp bedanke ich mich. Bei mir hat sich die Arbeit mit picasa nämlich am Besten bewährt - die anderen Programme nehme ich nur noch zur Ergänzung.
Nun werde ich die neue Version gleich downloaden...
Noch einen guten Sonntag
Posted 7 weeks ago. ( permalink / translate )
Billpro says:
Danke für diese Info.

--
Seen in bill.bode home page (?)
Posted 7 weeks ago. ( permalink / translate )
extranoise says:
Bei mir hat das Suchen in ca. 1 TB Fotos ca. 8 Tage geadauert. Hat aber richtig Spaß gemacht, dabei zuzusehen, und ab und zu auch mal zu schmunzeln, wenn man sieht welche Gesichter Google manchmal fälschlicherweise als gleich ansieht. Nach den Dateien, wo die Informationen gespeichert werden hatte ich auch schon gesucht aber nichts gefunden. Vielen Dank also für diese coolen Hinweise!
Posted 7 weeks ago. ( permalink / translate )
h-e-n-r-ypro says:
Das synchronisieren (der Name-Tags) funktioniert nur halb.
Kopieren der picasa.ini-Dateien und der contacts.xml reicht scheinbar nicht.
Irgendwie übernimmt Picasa diese Änderungen nicht sofort.
Einziger Workaround, den ich bisher gefunden habe:
Den Ordner (Im Foldermanager) komplett aus Picasa entfernen und danach wieder hinzufügen. (Sicherheitshalber Picasa dazwischen neustarten)
Das führt dazu, das Picasa wieder alle Bilder neu scannt (langsam! Nicht sicher, ob genauso langsam, wie initial) aber er erkennt die richtigen Gesichter, auch die, die man auf einem anderen Rechner hinzugefügt hat.
Posted 6 weeks ago. ( permalink / translate )
h-e-n-r-ypro says:
Interessantes Tool:
http://www.anvo-it.de/wiki/avpicfacexmptagger:main

Hier werden die Informationen der Face-Tags per XMP in den Exif-Daten der Fotos eingebettet. Dadurch gehen sie durch den Transport der Bilder nicht verloren und werden auch von anderen Programmen, wie z.B. Windows Live Photo Gallery erkannt. Jetzt fehlt nur noch der umgekehrte Weg von XMP nach Picasa, damit die Name-Tags auf einem anderen Desktop wieder eingelesen werden.
Posted 5 weeks ago. ( permalink / translate )

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