April 2009
  Sun Mon Tue Wed Thu Fri Sat  
        1 2 3 4  
  5 6 7 8 9 10 11  
  12 13 14 15 16 17 18  
  19 20 21 22 23 24 25  
  26 27 28 29 30      

Archives

November 2009 (1)
October 2009 (1)
September 2009 (2)
August 2009 (2)
June 2009 (1)
April 2009 (4)
March 2009 (7)
February 2009 (1)
January 2009 (2)
December 2008 (3)
November 2008 (3)
September 2008 (3)
August 2008 (1)
July 2008 (2)
June 2008 (1)
May 2008 (2)
April 2008 (1)
December 2007 (1)
November 2007 (2)
October 2007 (1)
September 2007 (2)
August 2007 (2)
July 2007 (1)

April 12, 2009

US Geisel-Kapitän ist frei

Dazu muss ich spontan etwas sagen:

Klasse, dass Obama den Kapitän frei bekommen hat. Ich weiß, das ist Quatsch, aber der Geist eines B.O. könnte ja auf die Befreier durchgefettet haben. Was Bush seinerzeit angefasst hat, haben seine Leute meistens vermasselt. So sehe ich das.
Bravo - American Spirit! They can do it! (Aber nicht übermütig werden).

Published at 19:42 / 8 comments / 124 visits
This post is public

April 14, 2009

Somalia: Nach der Spontanität nun der klare Kopf

Wie Opfer zu Täter werden. Ein Muster, das überall und immer wieder neue Anhänger findet.

Wir zeigen Verständnis, aber ....

Hier ein Kommentar in der Berliner Zeitung vom 14.4.2009
http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2009/0414/meinung/0050/index.html

ANALYSE

Ein Held und viele Hungerleider vor Somalia

Marc Engelhardt

Die Befreiung des amerikanischen Kapitäns Richard Phillips durch das US-Militär war eine Heldentat. So dürften es jedenfalls Millionen von Amerikanern sehen, die über Ostern das Schicksal des als mutig, selbstlos und echt amerikanisch beschriebenen 53-jährigen im Fernsehen verfolgten. Auch US-Präsident Obama dürfte froh sein. Derzeit kann er nichts weniger gebrauchen als noch eine Krise. Was bedeutet es da schon, dass selbst diejenigen, die für Phillips Befreiung verantwortlich sind, einräumen, die Gewalt in diesem Teil der Welt könne sprunghaft ansteigen.

Bislang funktionierte Piraterie vor Somalia nach einem klaren Businessmodell: Die Piraten kassierten, dafür gaben sie Schiff und Besatzung unversehrt zurück - auch wenn viele Seeleute oft wochen- oder monatelang ausharren mussten. Doch jetzt, so warnen Verbündete der Piraten, wird sich das ändern. Wenn Spezialeinheiten unsere Leute umbringen, so drohen sie, dann ermorden wir eure.

Aus solchen Worten spricht Wut und ein wenig Angst. Doch die Piraten und vor allem ihre Hintermänner sind viel zu sehr Geschäftsleute, um ihr Millionengeschäft durch willkürliche Morde zu gefährden. Eher werden die Lösegelder noch höher steigen, weil für die Seeräuber das Risiko durch die Marineschiffe zugenommen hat.

Wer sich auskennt im Piratenbusiness, der weiß, dass die Piraten vom Rettungsboot sich schlicht überhoben haben. Zu viert einen Frachter entführen zu wollen, noch dazu einen unter US-Flagge, war schlicht unprofessionell. Manch ein Seeräuber ärgert sich, dass die vier Dummköpfe die so lange wegguckenden Amerikaner zum Hinschauen bewegt haben.

So ist die wahrscheinlichste Folge, dass die Piraten in Zukunft Schiffe unter US-Flagge oder Trikolore weiträumig umfahren werden. Stattdessen werden sie sich auf Schiffe anderer Nationen konzentrieren, etwa deutsche - bis doch jemand auf die Idee kommt, die GSG 9 zur Befreiung von deutschen Piratengeiseln einzusetzen.

Schlimm ist das zunächst für Schiffe aus armen Ländern, die mit dieser Art von Wettrüsten nicht mithalten können. Schon jetzt stammen die meisten der 240 Geiseln in Somalia von den Philippinen, deren Regierung sich kostspielige Spezialkommandos nie leisten könnte. Doch auf mittlere Sicht wird die Aufrüstung am Horn von Afrika auch die westlichen Nationen treffen, die ihren Schiffen immer mehr Begleitschutz finanzieren müssen. Daran, und am unkalkulierbar steigenden Risiko, kann niemand ein Interesse haben.

Die Befreiung von Richard Phillips mag kurzfristig Anlass zum Aufatmen geben: Endlich unternimmt jemand etwas gegen die Piraten. Doch auf lange Sicht wird man um die Einsicht nicht herumkommen, dass sich Somalias Armee der Hoffnungslosen nicht mit Sonderkommandos und Kriegsschiffen bekämpfen lässt. Ein hungriger Mann ist ein wütender Mann, sagt man in Afrika. Und: Wer nichts zu verlieren hat, der kämpft bis zum Schluss.

Frieden auf See wird es in Somalia nur geben, wenn es Frieden, Stabilität und ein bisschen Lebensqualität an Land gibt - wenigstens so viel, dass die Menschen nicht verhungern. Es ist die blanke Not, die die Handlanger der international vernetzten Piratenbosse in die Boote treibt. Was Somalia braucht, ist ein Held, der eine ganze Nation befreit. Einzig, so jemand ist bisher nicht in Sicht. (Ende des Zitats aus der BZB)

Und hier meine Reaktion darauf:

Es geht um Business. Hier geht es um viele Millionen. Und viele Leute verdienen daran.

Nun ist dieses Geschäft gestört, das heimliche Stillschweigen aufgekündigt - und das von einem, der auch in seinem Heimatland mit dieser Verlogenheit der Geschäftemacher bricht und sie zur Rechenschaft zwingt.

Nun wird diesem neuen US-Präsidenten in Teilen der deutschen Presse vorgeworfen, er habe zwar moralisch gehandelt, aber den „Partnern in Crime“ das Geschäft versaut.

Warum schaffen es die Amerikaner, die Israelis, vielleicht noch die Franzosen, ihre als Geisel genommenen Staatsbürger zu befreien? Es doch wenigstens versuchen. Und zwar ohne den Krämerseelen nach dem Munde zu reden. Was ist ein deutscher Staatbürger wert? Wenig, wenn die Geschäftsinteressen gefährdet sind.

Ich ärgere mich über die bigotten Krokodilstränen der hiesigen Bedenkenträger, die mal wieder alle Schuld den „Umständen“ anlasten. Die armen Somalis? Ich kenne ihre Argumente. Ich habe lange aus diesem Teil der Welt berichtet. Seit Siad Barré hat kein Mensch dort eine Rechtstaat aufbauen können. Nicht weil sie nicht wissen wie es geht, sondern weil sie nicht wollen. Ihre Unabhängigkeit (weil es keine Gesetze gibt, gibt es auch keine Gesetzlosigkeit) ist ihnen wichtiger, als die Verantwortung für eine funktionierende Zivilgesellschaft zu übernehmen. Es muss ja nicht gleich eine Demokratie nach westlichem Muster sein. Aber wenigstens die Anerkennung der Grundrechte-Charta der UN.

Wir sollten uns endlich abgewöhnen, für das Elend in Afrika immer nur die Schuld bei uns zu suchen. Dieser eurozentrische Paternalismus ist unerträglich. Vieles ist richtig in der Analyse von Marc Engelhardt, aber er sitzt doch in der Falle. Aus seiner Berliner Sicht schreibt er: „Was Somalia braucht, ist ein Held, der eine ganze Nation befreit. Einzig, so jemand ist nicht in Sicht.“ Wo sollte der auch herkommen, wenn nicht aus Somalia selbst? Schon allein die Frage ist falsch. Somalia ist keine Nation.


Das ist eine Fortsetzung meines vorhergehenden Bogs

www.ipernity.com/blog/fritzberlin/142906

Published at 14:32 / 1 comment / 124 visits
This post is public

April 22, 2009

Werbung am Fernsehturm - der zweite Versuch

Ein Werbespektakel am Fernsehturm hatten wir schon einmal. Direkt vor meiner Nase. Schon damals habe ich mich aufgeregt. Ich muss das ertragen wenn ich aus dem Fenster schaue. Wollte die Senatorin Junge-Reyer die Großwerbung noch vor vier Wochen verbieten, verhindern?

Ich schaue zurück ins Archiv.

Wednesday, September 06, 2006

Unübersehbar ...

... ist der Fernsehturm am Alexanderplatz. Nicht nur von meinem Fenster aus. Pfiffige Journalisten stellen Fragen; und einer von ihnen bekommt ausweichende Antworten.




Im August forderten Berliner und Touris im KURIER,
den WM-Ball am Fernsehturm zu lassen.
Doch nun hängen Folienreste an der unteren Kugelhälfte.
Oben, wo sie fehlt, sieht man den ganzen Dreck!


Wieder mal ein Beispiel für schlechte Öffentlichkeitsarbeit der Telekom. Mit Ausreden und Hinhaltetechnik lassen sich Journalisten nicht vertrösten.

Heute werden die Pressesprecher in Bonn ihre Wunden lecken und diesen Aufmacher im BERLINER KURIER belächeln: "Boulavard". Der Imageschaden für den Konzern ist dennoch erheblich.

Anders als der Reporter vom KURIER bin ich der Meinung, man hätte dem Betreiber des Fernsehturms, der Telekom, überhaupt diese Schnapsidee mit dem Fußball ausreden sollen. Der Fernsehturm ist kein Versatzstück in der Berliner Stadtmöblierung wie eine Werbesäulen der Firma Wall; auch die Folgen waren vorhersehbar.

Artikel im Berliner Kurier, 06.09.2006
FERNSEHTURM
Die Schande vom Alex: Räumt hier endlich auf
Jetzt ist noch die Hebebühne kaputt

Norbert Koch-Klaucke
Mitte - Wie sieht nur der Fernsehturm aus? Zur WM war er mit dem aufgeklebten Fußball die Touristenattraktion. Und jetzt? Die Berliner müssen auf eine total verdreckte Kugel blicken, an deren unteren Hälfte noch Folienreste kleben, als würde man sie nicht abbekommen.

Hätte die Telekom nur den schönen WM-Ball am Telespargel gelassen. Die Mehrheit der Berliner und Touris wollte es so. Doch die Telekom beschloss vor einem Monat, die pink-silberne Folie abzureißen (KURIER berichtete). Aber so richtig bekommt der Turmbetreiber die Sache nicht gebacken.

Auf der oberen Kugelhälfte gingen die Ballreste ohne Probleme ab. Nur unten klappt es nicht. Und die Industriekletterer mussten ihre Arbeit einstellen. Grund: Um an die unteren Folienreste zu kommen, müssen die Arbeiter auf eine Hebebühne, die sich an der Kugel befindet und mit der sonst Fenster geputzt werden. "An ihr hat der TÜV unter anderem Mängel an den Sicherheitslaschen festgestellt", sagt Telekom-Sprecher Stephan Althoff. Die sollen bis 20. September beseitigt werden. Der Telekom-Mann verspricht: Die Kugel wird 2007 gereinigt. Alle vier bis fünf Jahre bekommt der Turm eine Wäsche.

Published at 19:43 / 2 comments / 227 visits
This post is public

April 27, 2009

Piraten

Und nun? Der sogenannte Präsident von Somalia (aus welchem der drei Somalias?) war in Brüssel und hat hunderte von Millionen Euro bekommen, um die Entwicklung des Landes voranzutreiben und vor allem um die Piraterie zu beenden.
Zwei Tage später, wie zum Hohn, haben seine Landsleute erneut ein deutsches Frachtschiff gekapert. Und, gestern versucht, einen Luxusliner zu überfallen.


Für mich ein anderer Beweis, dass die Piraten ganz normale Kriminelle sind, die sich noch nicht mal das Mäntelchen politischer Ausreden umhängen. Auf der anderen Seite die Cleverchen in Nationaltracht aus Mogadischu, die genau wissen, wie man Geld in Brüssel abgreifen kann.
Piraten im Anzug beeindrucken unsere Volksvertreter, die wahrscheinlich permanent mit schlechtem Gewissen rumlaufen, weil sie noch immer glauben, die Kolonialpolitik ihrer Ur-Großväter könne man mit Lösegeld wieder gutmachen.
Gibt es eigentlich noch Politiker mit Verstand? Oder ist derselbe derart verklebt, dass die Politiker meinen, mit Geld lasse sich jedes Problem regeln?
Europawahlen stehen vor der Tür.

Published at 13:02 / 18 comments / 349 visits
This post is public

( 4 posts )

 

Català | Čeština nové | 中文 | Deutsch | English | Español | Esperanto | Ελληνικά | Français | Galego | Italiano | Nederlands | Português | More...