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April 22, 2009

Werbung am Fernsehturm - der zweite Versuch

Ein Werbespektakel am Fernsehturm hatten wir schon einmal. Direkt vor meiner Nase. Schon damals habe ich mich aufgeregt. Ich muss das ertragen wenn ich aus dem Fenster schaue. Wollte die Senatorin Junge-Reyer die Großwerbung noch vor vier Wochen verbieten, verhindern?

Ich schaue zurück ins Archiv.

Wednesday, September 06, 2006

Unübersehbar ...

... ist der Fernsehturm am Alexanderplatz. Nicht nur von meinem Fenster aus. Pfiffige Journalisten stellen Fragen; und einer von ihnen bekommt ausweichende Antworten.




Im August forderten Berliner und Touris im KURIER,
den WM-Ball am Fernsehturm zu lassen.
Doch nun hängen Folienreste an der unteren Kugelhälfte.
Oben, wo sie fehlt, sieht man den ganzen Dreck!


Wieder mal ein Beispiel für schlechte Öffentlichkeitsarbeit der Telekom. Mit Ausreden und Hinhaltetechnik lassen sich Journalisten nicht vertrösten.

Heute werden die Pressesprecher in Bonn ihre Wunden lecken und diesen Aufmacher im BERLINER KURIER belächeln: "Boulavard". Der Imageschaden für den Konzern ist dennoch erheblich.

Anders als der Reporter vom KURIER bin ich der Meinung, man hätte dem Betreiber des Fernsehturms, der Telekom, überhaupt diese Schnapsidee mit dem Fußball ausreden sollen. Der Fernsehturm ist kein Versatzstück in der Berliner Stadtmöblierung wie eine Werbesäulen der Firma Wall; auch die Folgen waren vorhersehbar.

Artikel im Berliner Kurier, 06.09.2006
FERNSEHTURM
Die Schande vom Alex: Räumt hier endlich auf
Jetzt ist noch die Hebebühne kaputt

Norbert Koch-Klaucke
Mitte - Wie sieht nur der Fernsehturm aus? Zur WM war er mit dem aufgeklebten Fußball die Touristenattraktion. Und jetzt? Die Berliner müssen auf eine total verdreckte Kugel blicken, an deren unteren Hälfte noch Folienreste kleben, als würde man sie nicht abbekommen.

Hätte die Telekom nur den schönen WM-Ball am Telespargel gelassen. Die Mehrheit der Berliner und Touris wollte es so. Doch die Telekom beschloss vor einem Monat, die pink-silberne Folie abzureißen (KURIER berichtete). Aber so richtig bekommt der Turmbetreiber die Sache nicht gebacken.

Auf der oberen Kugelhälfte gingen die Ballreste ohne Probleme ab. Nur unten klappt es nicht. Und die Industriekletterer mussten ihre Arbeit einstellen. Grund: Um an die unteren Folienreste zu kommen, müssen die Arbeiter auf eine Hebebühne, die sich an der Kugel befindet und mit der sonst Fenster geputzt werden. "An ihr hat der TÜV unter anderem Mängel an den Sicherheitslaschen festgestellt", sagt Telekom-Sprecher Stephan Althoff. Die sollen bis 20. September beseitigt werden. Der Telekom-Mann verspricht: Die Kugel wird 2007 gereinigt. Alle vier bis fünf Jahre bekommt der Turm eine Wäsche.

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