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degenerated ??? / entartet ???
Alle reden von dem neuen Fenster im Dom.
Ich auch.
Viele Medien haben den Kardinal zitiert, er sei mit dem Fenster überhaupt nicht einverstanden.
So ist die Presseerklärung des Domdechanten zu verstehen. Er stellt sich vor den Chef, das ist normal.
Ein Zitat aus der offiziellen Homepage des Domkapitels.
www.koelner-dom.de/19036.html?&L=1&tx_ttnews[tt_news]=54&tx_ttnews[backPid]=2&cHash=d57f16e36c
Publikation über das neue Fenster
Metropolitankapitel der Hohen Domkirche zu Köln
Der Dompropst
Dompropstei * Margarethenkloster 5 * 50667 Köln
Publikation über das neue Fenster
Nachdem das neue Fenster im Südquerhaus des Kölner Domes nach einem
Entwurf von Gerhard Richter fertiggestellt und im Rahmen eines Gottesdienstes
der Öffentlichkeit vorgestellt wurde, berichteten die Medien intensiv sowohl über
die künstlerische Gestaltung wie auch über die unterschiedlichen Reaktionen auf
das neue Domfenster. Auch darüber, dass der Erzbischof von Köln, Joachim
Kardinal Meisner, sich lieber einen figürlichen Entwurf gewünscht hätte, zum
Beispiel die ursprünglich auch vom Kapitel geplante Darstellung der Märtyrer des
20. Jahrhunderts.
Das Domkapitel begrüßt es ausdrücklich, wenn in der Diskussion über ein
Kunstwerk auch unterschiedliche Meinungen geäußert werden. In mehreren
Sitzungen seit dem Februar 2002 hat sich das Kapitel mit der Neugestaltung des
Südquerhausfensters befasst. Um die Chance einer figürlichen Lösung zu prüfen,
wurden mehrere Entwürfe in Auftrag gegeben. Sie fanden keine Zustimmung.
Fast einstimmig votierte später das Kapitel während einer Klausurtagung im
Februar 2005 für eine Verfolgung des Richter-Entwurfs mit Modifikation der
Farbgebung.
Bis zu diesem Zeitpunkt war der Erzbischof nicht in den Prozess der Beratung
und Entscheidung der Gestaltung des Fensters eingebunden. Das Domkapitel
bedauert außerordentlich dieses Versäumnis, zumal der Eindruck entstanden ist,
es habe gegen den erklärten Willen des Erzbischofs agiert. Davon kann keine
Rede sein.
Köln, 05.09.2007
i.V. Johannes Bastgen
Domdechant
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http://www.koeln.de/artikel/Koeln/Kardinal-Meisner-kein-Freund-des-neuen-Domfensters-37262-1.html
Erzbischof war bei der Einweihung nicht anwesend
Kardinal Meisner kein Freund des neuen Domfensters?
Seit Samstag hat der Kölner Dom ein neues Fenster - 11.300 farbige Glasquadrate, vom Kölner Künstler Gerhard Richter auf einer Fläche von 113 Quadratmetern zusammen gesetzt. In den Augen vieler Betrachter ein Meisterwerk, das die gotische Kathedrale bereichert. Doch nicht alle sind von dem Kunstwerk gleichermaßen angetan - manch einem fehlt in dem abstrakten Muster der sakrale Bezug, wie er in den anderen Fenstern des Domes zu sehen ist.
Zu denjenigen, die dem neuen Domfenster nicht ganz soviel abgewinnen können, gehört Medienberichten zufolge offenbar auch der Erzbischof von Köln, Joachim Kardinal Meisner. Anstatt des abstrakten Motives, so berichten Express und Kölner Stadt-Anzeiger, hätte Meisner bildlich-figürliche Darstellungen bevorzugt. Die Vorstellungen Meisners fanden jedoch kein Gehör - für Entscheidungen den Dom betreffend ist ausschließlich das Domkapitel zuständig und dieses hatte sich in einer Abstimmung für den Entwurf Richters entschieden.
Bei der Einweihungszeremonie des neuen Domfensters war Meisner nicht zugegen. Zur gleichen Zeit weilte der Kardinal während eines Auslandsaufenthaltes in Polen, was inoffiziell als Protest gegen das neue Fenster angesehen wird. (Foto: ddp)
(27.8.2007)
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Die Süddeutsche Zeitung schreibt am 31 .08. 2007
ww.sueddeutsche.de/kultur/artikel/711/130484
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Schlingensief für Jesus Der Kölner Kardinal Joachim Meisner wünscht sich mehr Avantgarde-Kunst über Christus. Am Donnerstag hatte er Gerhard Richters Fenster im Kölner Dom kritisiert, weil es besser in eine Moschee passe. | ||||||
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Der Kölner Kardinal Joachim Meisner wünscht sich mehr avantgardistische Künstler, die sich in ihren Werken mit Christus auseinandersetzen. Arbeiten wie die "Kreuzigung" von Joseph Beuys aus den 1960er Jahren seien "in der Lage, menschliche Grunderkenntnisse wiederzugeben", sagte er am Donnerstagabend in Bergisch-Gladbach. Die Plastik zeigt mittels Hölzern, Nadeln und Blutkonserven-Flaschen eine Kreuzigungsgruppe mit Maria und Johannes.
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Der weltweit angesehene Künstler Gerhard Richter, der für den Kölner Dom ein farbiges Fenster geschaffen hat, wies in der Rheinischen Post die Kritik des Kölner Erzbischofs Kardinal Meisner zurück, das Fenster passe eher in eine Moschee. Richter: "Zum Islam habe ich gar keine Beziehung."
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Mit dem Verweis auf die Moschee habe Meisner gemeint, dass es im Islam ein ausdrückliches Bilderverbot gebe und dass das neue Dom-Fenster ohne figürliche Abbildungen daher auch in einer Moschee möglich sei. Er verstehe die Aufregung um das Thema nicht: "Über Kunst kann man streiten, und der Kardinal hat eben seine eigene Meinung", sagte Christoph Heckeley.
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Das 113 Quadratmeter große Fenster, das aus kleinen bunten Quadraten in rund 80 Farbtönen besteht, war erst am Samstag bei einem Festgottesdienst enthüllt worden. Meisner war dem Gottesdienst unter Verweis auf eine Polen-Reise ferngeblieben. Ursprünglich waren als Thema für das neue Fenster Märtyrer des 20. Jahrhunderts vorgesehen, der Plan war aber fallengelassen worden.
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Verbotenes Richter-Gespräch.Laut Express hatte Meisner den Entwurf des weltbekannten Malers Richter in erbitterten Diskussion rundherum abgelehnt. Das Domkapitel habe aber 2006 mit deutlicher Mehrheit für das moderne Fenster und damit gegen Meisner gestimmt. 11.263 Quadrate in 72 Farbtönen Auch nicht-figürliche Fenster seien für Kathedralen geeignet, sagte Aachens katholischer Bischof Heinrich Mussinghoff der Katholischen Nachrichten-Agentur. Bei Kirchenfenstern sei die Lichtführung entscheidend. Er kenne abstrakte Fenster, die gerade "durch die Lichtheit der unterschiedlichen Farben" wirkten, so Mussinghoff.
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(dpa/sueddeutsche.de) |
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