Der Tagespiegel in Berlin fragt: Wie und durch wen kann so etwas verhindert werden? Die Befragten haben keine Antworten. Sie zeigen sich inkompetent und verantwortungslos. Also ist die Öffentlichkeit, durch die Presse, aufgefordert zu reagieren. (http://www.tagesspiegel.de/berlin/holocaust-mahnmal-in-der-silvesternacht-wurde-das-stelenfeld-zum-urinal/9300398.html)

Meine Lösung des Problems ist die eines Spielverderbers: Beendet endlich dieses Silvesterspektakel am Brandenburger Tor! Die Mega-Nummer („2 Mio Besucher) ist geplatzt. Doch mit berauschten PR-Leuten im Berliner Stadtmarketing (…auf der größten Partymeile Deutschlands …) und betrunkenen Touristen und Partygängern ( … im Ausnahmezustand … ) können wir nicht über Moral sprechen. Wer das tut, der lügt. Die vermeintlich Verantwortlichen, die die Zeitung schnell zu einer Stellungnahme überreden konnte, eiern herum, wissen von nichts und schieben anderen den „Schwarzen Peter“ zu. Sie sind Opfer der von oben verordneten guten Laune und der einmaligen Party-Aura.

Wer in Berlin hätte sich getraut, das Thema Holocaust-Mahnmal und Silvesterparty in einem Artikel zu beschreiben? Nur der Umweg über Israel bietet den Kritikern dieses zügellosen und maßlosen Partygedankens (Wowereit=Partykönig) eine Gelegenheit, gegen den mainsstream zu schreiben. Dabei gäbe es noch ein Dutzend anderer Gründe die Feuerwerk-Orgie am Brandenburger Tor zu beenden. Damit würden auch andere Kollateralschäden dieser schon als Schändung des Mahnmals bezeichneten Auswüchse verhindert. Die „Megaparty“ ist die Ursache. Nach dem Partyrausch erkennen die Politiker unserer Stadt die Schäden und reagieren verkatert wie Carsten Spallek (CDU), der mehr als hilflos nach Ausreden sucht.

Bravo Tagesspiegel! Der Umweg über die Zeitung „Haaretz“ lohnte sich. Auch wenn die Ewig Gestrigen am Stammtisch aufschreien werden: Die Juden wollen uns den Spaß verderben.

Bei der Planung einer Marketing-Strategie darf man am Ende den eigentlichen Zweck nicht verfehlen. Die Imagewerbung für ein offenes, tolerantes Berlin hat nach diesen Vorfällen Schaden genommen, vor allem in den Ländern, mit deren Besuchern man Silvester 2014 erneut die 2-Mio-Marke knacken möchte.