Hallo Reinhard,
hier die versprochenen Informationen auf Deine Frage. Hier im Bild entsteht die "James-Simon-Galerie" auf der Museumsinsel.


Ich habe diese Baustelle schon von Anfang an begleitet und mit Michael Cullen haben wir 2007 vor der Unmöglichkeit des Bauens gewarnt. Wir hatten die Unterlagen zum Neubau des Pergamon-Museums im Original und wussten, jeder wusste es, dass der Baugrund dafür nicht geschaffen war. Aber die Architekten und Stadtplaner und Politiker schlagen Bedenken gern in den Wind, weil sie von dem Wahn getrieben werden, dass heute alles technisch machbar sei. Welch ein teurer Irrtum. Am Pergamon-Museum hat man damals von 1919 bis 1930 gebaut. Die neue "James-Simon-Galerie" soll - vielleicht - 2017 fertig werden. Dann werden 10 Jahre vergangen sein. Wenn überhaupt.

Hier ein Auszug aus der Berliner Zeitung. Nikolaus Bernau schrieb am 24.01.2013.
"Pannen ohne Ende: Nach dem Flughafen-Debakel und der Kostenexplosion bei der Staatsoper hakt es jetzt bei der Berliner Museumsinsel. Der Eingangsbau auf der Museumsinsel wird frühestens 2017 fertig.

Ein neues Baudesaster ist Berlin jetzt sicher. Was schon seit Monaten in den Staatlichen Museen und Bauverwaltungen gemunkelt wurde, bestätigte nun das Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR)...

Vor Baubeginn bereits in der Kritik
Bereits verbaut wurden 34 Millionen Euro. Oder besser: Im Wasser versenkt. Seit drei Jahren schippen Bagger vor dem Neuen Museum Wasser und Schlamm von der einen Baugrube in die andere. Der Eingangsbau zum umstrittenen Schnellrundgang durch das Pergamonmuseum wurde von David Chipperfield entworfen. Wegen seiner ineffizienten Grundrisse und seiner Größe stand er schon vor Baubeginn in der Kritik. Baufachleute, Geologen und Architekturhistoriker haben zudem immer gewarnt: Hier am Kupfergraben sollte man gar nicht oder nur sehr, sehr leicht bauen. Schwimmend sozusagen. Es sei denn, man hat zu viel Geld. Denn der Boden ist wegen einer eiszeitlichen Schlammblase, einem „Kolk“, wahrhaftig bodenlos. Der Eingangsbau soll deswegen ein Fundament aus 1 200 Betonstäben erhalten, die eine Bodenplatte halten. Eine Firma ist bereits an diesem Projekt bankrottgegangen."

www.berliner-zeitung.de/berlin/james-simon-galerie-naechste-panne--museumsinsel-,10809148,21538172.html

Die neueste Meldung aus München:
"Die Architekten der Berliner Museumsinsel sollen auch das Haus der Kunst in München umbauen. Das Architekturbüro David Chipperfield Architects, das unter anderem für den Wiederaufbau des Neuen Museums in Berlin, .... verantwortlich war, hat den Zuschlag für die auf rund 58 Millionen Euro geschätzte Renovierung bekommen, wie das Haus der Kunst am Donnerstag in München mitteilte."
www.welt.de/regionales/muenchen/article119736374/Architekt-Chipperfield-soll-Haus-der-Kunst-umbauen.html ... vom 5.9.2013

Und dieser Architekt Chipperfield hat nun den Zuschlag in München bekommen.
Da drängt sich die Frage auf, welche "connections" (Amigos) gibt es mit Bayerischen Politikern? Der Minister im BBR heißt Ramsauer (CSU).
Ein Schelm, wer Schlechtes dabei denkt.