Achtung IRONIE
Protzig – auf 130 Metern Länge - wurde auf der Bundesstraße 2 zwischen Unter den Linden und Karl-Liebknecht-Straße angekündigt: „Hier wird ein Schloss gebaut!“ Wer es nicht glauben wollte, konnte ein Foto vom längsten Werbebanner in der Stadt machen und zuhause seinen politikverdrossenen Nachbarn zeigen. Wowereit und Ramsauer bauen sich ein Schloss.
Gestern (12.6.2013) wurde der Grundstein gelegt. Und viel Prominenz strömte auf die Baustelle.

(Hier ein Link auf die Morgenpost, die darüber berichtet und eine Fotoserie veröffentlicht:
Bundespräsident Joachim Gauck hat den Grundstein für das Berliner Stadtschloss gelegt. Der Bundesbauminister forderte die Berliner schon einmal auf, ein Volks-Schloss daraus zu machen.
www.morgenpost.de/berlin-aktuell/article117065235/Der-Grundstein-fuer-das-Berliner-Stadtschloss-ist-gelegt.html)

Der Bundesbauminister ist sonst nicht für ironische Bemerkungen bekannt. Der meint das wohl erst.
Ich bin heute an den Ort des Geschehens gelaufen und finde, dass hier offenbar eine Zeitungsente verbreitet wird. Der selbstherrliche Werbeträger ist verschwunden. Hier wird gar kein Schloss mehr gebaut. Hier entsteht eine Abfüllanlage für den größten Getränkehersteller der Welt. Nun wirbt Coke für sich. Natürlich auf öffentlichem Raum, denn der Gehweg wurde um 4 m verengt.


Auf all den Fotos zur Feier der Grundsteinlegung finde ich kein Bild von diesem Coup in Rot. Entweder habe ich zu viel Zeit, um mir mit Photoshop diese Fälschung auszudenken oder die Hoffotografen der Berliner Medien waren von dem strahlenden Lächeln des Ehrengastes Prinz von Preußen und Gemahlin so abgelenkt, dass sie die 130 m Coke-Werbung nicht bemerkt haben.

Nun denn. Ihr habt ja mich und Ipernity.