Sehr geehrter Herr Grass,

am 4. April 2012 erschien in der SZ ein Gedicht von Ihnen, welches für große Aufregung sorgte. Zum Jahrestag mache ich mir Gedanken, ob Sie, der Schriftsteller noch lebt, denn der Weltfrieden ist mal wieder gefährdet.
In der Zeitung haben Sie damals so vehement Ihre Sorge um den Weltfrieden in Gedichtform zum Ausdruck gebracht, heute schweigen Sie. Schreiben und dichten Sie noch? Ist Ihnen die Tinte eingetrocknet? Leben Sie eigentlich noch?

Da es für mich keine Möglichkeit gibt, über einen kurzen Draht Kontakt aufzunehmen, müsste die Chefredaktion der SZ sich an Sie wenden. Jetzt, angesichts des bevorstehenden Atomkrieges in Korea, könnten Sie doch für die Leser der SZ ein Gedicht schreiben. In diesen Tagen höchster Kriegsgefahr brauchen wir Ihre Gedanken und Appelle.

Warum sind Sie stumm? Gibt es wirklich nichts, was noch gesagt werden muss? Ich mache mir Sorgen über Ihren Zustand. Die SZ würde Ihnen, Günter Grass, bestimmt zum Jahrestag erneut ein Forum bieten.

gez. fan_berlin, WeltFriedensAktivist

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