Bundesdeutscher Innenminister Hans-Peter Friedrich redet auf einer NPD-Wahlveranstaltung.
Diesen Eindruck hatte ich gestern als ich mich durch das Fernseh-Programm zappte. Bei
Maybrit Illner im ZDF blieb ich hängen und wollte meinen Augen nicht trauen. Saß doch die
Runde vor riesigen NPD-Fahnen, die man im Hintergrund drapiert hatte.

Am 24.11.2011 sieht der Zuschauer im ZDF ein Wahlveranstaltung der rechtsextremen Partei.


Das Fernsehbild suggeriert einen massiven Aufmarsch schwarz-weiß-roter Fahnenträger mit
NPD-Logo. Geschockt von diesem Anblick drehe ich am Ton und will hören, worüber gesprochen
wird. Aus dem Durcheinander der Argumente, der Selbstdarstellung der Politiker, dem
hilflosen Ringen um Worte der Teilnehmer entnehme ich, dass es um Rassismus und Terror (so
genannte Braune Armee Fraktion) geht. Dennoch schaue ich wie gebannt auf die Wand aus
Fahnen der NPD. Das darf doch nicht wahr sein! Merkt den keiner der Teilnehmer in der
Runde, z.B. Frau Anetta Kahane, Vorsitzende der Amadeu Antonio Stiftung gegen
Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus, wie sie durch das Kamerabild "auf einem
NPD-Parteitag vorgeführt" wird?
Ich bin entrüstet über die Gedankenlosigkeit der Verantwortlichen und die Bildregie im Studio. Ein
besseres Forum werden die Rechtsextremen im öffentlich-rechtlichen Rundfunk nie wieder
bekommen. Ich bin sogar der Meinung, dass das mehr als Gedankenlosigkeit zeigt. Kann ich
Sympathisanten im ZDF-Team unterstellen? Heute ist auch dieser Gedanke nicht mehr undenkbar.