fan_berlin Published on March 20, 2009
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Aufstand der Väter! Es ist nicht zu spät!!

Friday March 20, 2009 at 01:10PM

Das Thema bleibt aktuell, obwohl sich die Diskussion am Ende dieser Runde wieder auf die Schulen und Politiker verlagert hat. Meine Frage bleibt: Warum schießen Väter so gerne?



Die kleine Meldung im TSp kommt spät, für die Opfer und den Täter zu spät. Aber für viele Eltern ist diese Nachricht ein Hoffnungsschimmer.

Tim K.’s Vater will Waffen abgeben

Winnenden - Nach dem Amoklauf von Winnenden haben sich mehrere Waffenbesitzer in der Region freiwillig von Schusswaffen getrennt. Wie der Landrat des Rems-Murr-Kreises am Donnerstag mitteilte, wurden im Landratsamt in Waiblingen seit dem 11. März 20 Waffen verschiedener Kaliber abgegeben. Auch der Vater des Todesschützen Tim K. will seine Waffenbesitzkarte zurückgeben, sagte sein Anwalt. ddp/dpa


(Erschienen im gedruckten Tagesspiegel vom 20.03.2009)

Was würde passieren, wenn plötzlich alle Väter aus Solidarität mit den Trauernden ihre Waffen abgeben würden? Schweigeminuten, Kerzen, Halbmast, Gottestdienste - alles das befreit und zeigt, wie schlimm es in unserer Gemeinschaft zugeht.

Sollten wir nicht eine Kampagne starten: Väter geben ihre Waffen ab!

So nach dem Muster der einmalig erfolgreichen Kampagne der Frauen gegen das Abtreibungsverbot im STERN. Welches unserer Printmedien (Massenmedium) macht den Anfang? BZ, Bild, Express, Kurier, Stern, Spiegel, Focus?

Die Jammerei und Betroffenheitsbekundungen der Politiker und Presse wird unerträglich. Der neue Slogan heißt inzwischen WARUM. Die Antwort kann nur lauten: Weil Väter ihre Waffen nicht abgeben. Verantwortungsvolle Väter könnten ein Zeichen setzen: Sie geben alle ihre Waffen sofort ab!



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24 Comments / add your comment?

h-e-n-r-ypro says:
Ich mach mit! Hab allerdings nix abzugeben :-)
Posted 7 months ago. ( permalink / translate )
fan_berlin replies:
na, aber deine spontane reaktion zeigt doch, dass wir hier was tun können.
Posted 7 months ago. ( permalink / translate )
helimars says:
Das trifft es auf den Punkt genau.
Wo keine Waffen - da kann nicht geschossen werden - so einfach ist das.
Posted 7 months ago. ( permalink / translate )
fan_berlin replies:
nun sind wir schon zu dritt.
Mütter haben selten Waffen im Haus, aber Frauen sind stark und können hier Einfluss nehmen und mitmachen.
Posted 7 months ago. ( permalink / translate )
Christian replies:
Dann sollten wir vielleicht gleich noch die Filetmesser, Äxte, Fleischklopfer und Hämmer abliefern.
Posted 7 months ago. ( permalink / translate )
fan_berlin replies:
Das ist wohl Deine Art von Humor.
darüber kann ich nicht lachen.
Posted 7 months ago. ( permalink / translate )
Marcelpro replies:
Nun ich habe so eine Vermutung, das damit zusammenhängt, das sich dein Aufruf nur an Väter richtet. Ich finde, jeder sollte Waffen abgeben, egal welchen Geschlechts, wie die auch immer verteilt sind.
Posted 7 months ago. ( permalink / translate )
Christian replies:
Das meinte ich auch nicht zum lachen, das ist ätzender Sarkasmus. Wir nehmen den Jungs zwar eine Möglichkeit, Amok zu laufen. Gut, ist ja auch besser als nichts. An den Ursachen für den Amok selbst ändern wir damit aber nichts. Und das geht auch mit Messern, das hat Robert Steinhäuser deutlich bewiesen. Es soll keiner glauben, unsere Jungs würden ausgeglichener, zufriedener und friedlicher, nur weil sie keinen Zugang zu Waffen mehr haben.
Posted 7 months ago. ( permalink / translate )
/ SeX #————█████████═══█ says:
vielleicht solte auch über etwas ähnliches wie eine WAFFENklappe nachgedacht werden
Posted 7 months ago. ( permalink / translate )
fan_berlin replies:
vielleicht zu Karneval. :-)
Posted 7 months ago. ( permalink / translate )
Marcelpro replies:
Für die illegalen/unangemeldeten Waffen? Oder weswegen sollte jemand nicht ganz offen seine Waffen abgeben?
Posted 7 months ago. ( permalink / translate )
fan_berlin replies:
Genau, die Waffenklappe ist keine seriöse Idee. Ich möchte, dass hier eine Öffentlichkeit hergestellt wird. Bist du dabei?
Posted 7 months ago. ( permalink / translate )
fan_berlin replies:
Im Berliner Kurier, 24.03.2009, wird die Idee der Waffenklappe aufgenommen.

Nach dem Schul-Amok
Erste Politiker fordern Waffenklappe
Besitzer sollen sie anonym abgeben oder verschrotten

Berlin - "Waffen-Klappe" und freiwillige Abrüstung: Ein Grüner und ein SPD-Abgeordneter wollen angesichts des Massakers von Winnenden die Zahl der Schießeisen schnell verringern. Schneller, als es eine Verschärfung des Waffenrechts je schafft.

Offiziell liegen bei den 19 000 Berliner Waffenbesitzern rund 57 000 Schusswaffen, davon rund 24 000 "Kurzwaffen".

Dazu kommt eine unbekannte Zahl illegaler Schießeisen. Benedikt Lux (Grüne) möchte, dass ihre Besitzer sie wie ein ungewollte Kind in einer "Klappe" loswerden können.

"Auf illegalen Waffenbesitz steht eine Strafe von mindestens sechs Monaten. Jemand, der freiwillig seine Waffe abgibt, liefert sich selbst ans Messer. In Berlin brauchen wir für einen bestimmten Zeitraum die Möglichkeit, Waffen anonym abzugeben. Die Vorrichtung muss bombensicher sein, darf aber nicht überwacht werden."

Der SPD-Kollege Thomas Kleineidam hat eine Idee, die sich auf legale Waffen bezieht: "Jeder sollte sich fragen, ob er seine Waffe wirklich braucht. Wenn er zum Schluss kommt, dass nicht, und ihm das Risiko zu groß ist, dass damit jemand Amok läuft, kann er sie sofort bei der Polizei zur Verschrottung abgeben."

Auf die Idee, die mit der Polizei abgesprochen ist, kamKleineidam, weil nach dem Amoklauf in Winnenden etliche Besitzer in der Gegend ihre Schusswaffen abgaben.

GL
Berliner Kurier, 24.03.2009
Posted 7 months ago. ( permalink / translate )
Christian replies:
Hey cool :-)
So kann man bei der Bevölkerung punkten, ohne sich die Arbeit zu machen, das Problem nachhaltig anzugehen, oder womöglich irgendwo anzuecken :-)
Posted 7 months ago. ( permalink / translate )
Christian says:
Wie wäre es, wenn Väter, statt die Waffen abzugeben, endlich mal unseren Politikern auf die Füße träten und dafür sorgten, daß in den Schulen auch auf die Bedürfnisse der Jungs und nicht nur auf die der Mädchen eingegangen wird?
Posted 7 months ago. ( permalink / translate )
fan_berlin replies:
Du bist offenbar kein Vater, sonst hättest Du es wohl getan, oder gilt dieser Rat nur für die anderen?
Die Diskussion wird spannend. Pro und Contra.
Posted 7 months ago. ( permalink / translate )
Christian replies:
Nein, ich bin kein Vater.
Posted 7 months ago. ( permalink / translate )
Marcelpro replies:
Aus meiner Sicht sollten Schulen auf die Bedürfnisse von Kindern, Lehrern und Eltern eingehen. Da sind natürlich die Politiker gefragt, den richtigen Rahmen bereitzustellen, aber auch noch einige andere, um das in der der Praxis auch umzusetzen. Soweit meine Meinung dazu. Aber was genau bringt dich auf den Gedanken, das nur auf die Bedürfnisse von Mädchen eingegangen wird?

Waffen abgeben halte ich allerdings allerdings trotzdem für angebracht.
Posted 7 months ago. ( permalink / translate )
Christian replies:
Darüber werden schon seit über 30 Jahre Sachbücher geschrieben, die von den Politikern seit genausovielen Jahren konsequent ignoriert werden. Zuletzt hat Ende 2007 das Bundesministerium für Bildung und Forschung die Studie "Bildungs(Miss)erfolge von Jungen und Berufswahlverhalten bei Jungen/männlichen Jugendlichen.", aus der u.a. hervorgeht, daß Jungen in allen Fächern für gleiche Leistung schlechter bewertet werden als Mädchen. (Klick) Wir können uns den Presserummel vorstellen, den es gegeben hätte, wäre das Ergebnis zulasten der Mädchen ausgefallen. Hier ist es anders: Ursula von der Leyen sieht nicht nur keinen Handlungsbedarf, sie heißt das ausdrücklich gut.

Was nun die Bedürfnisse der Mädchen anbelangt, so wurde in den Wochen vor dem Amoklauf eigentlich täglich in den größeren Zeitungen geschrieben. Gerade heute wieder beim NDR. Astrid von Friesen Der Journalist Arne Hoffmann hält uns zum Thema auf dem Laufenden: Hier entlang.
Posted 7 months ago. ( permalink / translate )
fan_berlin replies:
Wenn ich das richtig verstehe, dann sollten jetzt auch mal die Mädchen zeigen, dass sie zum Amoklauf fähig sind, oder? Es geht hier um Waffen in den Händen der Kinder + Jugendlichen. Warum also sind es ausschließlich Jungen, die zu Mördern werden? Deine Theorie dazu, und wie man diese verhindern kann.
Übrigens: Warum gibst Du Deine Waffe nicht ab?
Posted 7 months ago. ( permalink / translate )
Christian replies:
Nein, wenn du das richtig verstehst, sollen nicht auch Mädchen Amok laufen, sondern in den Schulen soll auch auf die Bedürfnisse der Jungen eingegangen werden, und eine gerechte, vom Geschlecht unabhängige, Leistungsbewertung ist zudem das Mindeste, was man von einem Lehrer erwarten kann. Und genau da können Politik und Wissenschaft zumindest mal nachhanken. Schließlich haben sie ja auch Geld für "Ampelfrauen". Immerhin kann das ja auch ein Grund sein, warum es fast ausschließlich Jungen sind, die zu Mördern werden. Dir geht es um Waffen in den Händen der Kinder und Jugendlichen. Ist völlig in Ordnung. Ich finde nur, daß es auch wichtig ist, zu überlegen, was sie dazu führt, sie in die Hände zu nehmen. Ich glaube schon, daß da mehr dahintersteckt, als der bloße Gedanke: "Cool, Pappa hat eine eine Knarre, damit ballere ich jetzt ein paar Menschen ab."

Meine Waffen gebe ich nicht ab, weil ich für zwei Dolche, zwei Shinais und ein Bokken nicht mal einen Waffenschein brauche.
Posted 7 months ago. ( permalink / translate )
Marcelpro replies:
OK - off topic: Ja, einen Teil dieser Publikationen kenne ich, mich hatte aber das "nur" in deiner Argumentation gestört. Was mich z.B. bei Astrid von Friesen nervt: dieser Vorwurf, in Ostdeutschland hätt es keine Frauenforschung gegeben und das wäre ganz schlimm. Wenn ich mal die ganzen politisch dogmatischen Forderungen an die Kinder in meiner Schulzeit beiseite schiebe, war es gerade der Umgang der Geschlechter miteinander und ihre Rolle in der Gesellschaft, der damals - im Vergleich zu heute - völlig pragmatisch, realistisch und eben ohne übergroße Rollenmodelle angegangen wurde. (So jedenfalls meine subjektive Wahrnehmung.) Seit der Wende habe ich da wirklich nur Verschlechterungen erlebt. Andererseits sind doch Männer in Deutschland auch in den Medien immer noch in führenden Positionen und es wird tortzdem ein permanenter Unfug an Rollenbildern verbreitet, denen man sich unterwerfen soll, um noch irgendwas zu gelten. An dieser Stelle verraten diese Väter (und auch ein paar Mütter) ihre eigenen Söhne und Töchter - meiner Meinung nach.
Posted 7 months ago. ( permalink / translate )
Christian replies:
Die von dir kritisierte Passage von Astrid von Friesen kann ich auch nicht so richtig nachvollziehen. Was du schreibst, deckt sich mit dem, was auch ich von Leuten aus der DDR erfahren habe. Ich möchte Frauenforschung nicht beiseite schieben, vielleicht nützt es was, Wissen hat noch keinem geschadet. Es muß dann aber auch mehr rumkommen als "Frauen sind arme Opfer", und gerechterweise hätte ich dann auch eine Männerforschung.
Es stimmt schon, daß Männer in den Medien nach wie vor ziemlich präsent sind. Es kommt allerdings nicht darauf an, wer etwas tut und sagt, sondern was dieser Mensch tut und sagt. Nur weil es Männer sind, heißt das ja noch lange nicht, daß sie sich für Männer einsetzen oder männliche Werte vermitteln. Es sind auch Männer, die bei männerfeindlichen Werbefilmchen mitspielen, wahrscheinlich sogar das Drehbuch schreiben. Mit dem Verrat hast du in diesem Sinne vollkommen recht. So habe ich das auch in meinem Blog formuliert.
Posted 7 months ago. ( permalink / translate )
fan_berlin replies:
fan_berlin says:
Der Vater, der Waffennarr ... Was sagt uns das?
Aus einer online-Zeitung von heute. Habe die Quelle vergessen.

"Hatte er das Gefühl, seinem Vater, dem Waffennarr, Schande zu machen? …
... Ein Junge, in der Schule ein stiller Außenseiter, der Macht nur in der Welt gewalttätiger Videospiele erlebte. Und vielleicht manchmal, wenn er mit seinem Vater auf dem Schießstand trainierte - zuletzt drei Wochen vor der Tat. Mit der Beretta, die er am Mittwoch auf seine Opfer richtete. "
Posted 7 months ago. ( permalink / translate )

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