Das Thema bleibt aktuell, obwohl sich die Diskussion am Ende dieser Runde wieder auf die Schulen und Politiker verlagert hat. Meine Frage bleibt: Warum schießen Väter so gerne?
Die kleine Meldung im TSp kommt spät, für die Opfer und den Täter zu spät. Aber für viele Eltern ist diese Nachricht ein Hoffnungsschimmer.
Tim K.’s Vater will Waffen abgeben
Winnenden - Nach dem Amoklauf von Winnenden haben sich mehrere Waffenbesitzer in der Region freiwillig von Schusswaffen getrennt. Wie der Landrat des Rems-Murr-Kreises am Donnerstag mitteilte, wurden im Landratsamt in Waiblingen seit dem 11. März 20 Waffen verschiedener Kaliber abgegeben. Auch der Vater des Todesschützen Tim K. will seine Waffenbesitzkarte zurückgeben, sagte sein Anwalt. ddp/dpa
(Erschienen im gedruckten Tagesspiegel vom 20.03.2009)
Was würde passieren, wenn plötzlich alle Väter aus Solidarität mit den Trauernden ihre Waffen abgeben würden? Schweigeminuten, Kerzen, Halbmast, Gottestdienste - alles das befreit und zeigt, wie schlimm es in unserer Gemeinschaft zugeht.
Sollten wir nicht eine Kampagne starten: Väter geben ihre Waffen ab!
So nach dem Muster der einmalig erfolgreichen Kampagne der Frauen gegen das Abtreibungsverbot im STERN. Welches unserer Printmedien (Massenmedium) macht den Anfang? BZ, Bild, Express, Kurier, Stern, Spiegel, Focus?
Die Jammerei und Betroffenheitsbekundungen der Politiker und Presse wird unerträglich. Der neue Slogan heißt inzwischen WARUM. Die Antwort kann nur lauten: Weil Väter ihre Waffen nicht abgeben. Verantwortungsvolle Väter könnten ein Zeichen setzen: Sie geben alle ihre Waffen sofort ab!
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h-e-n-r-ypro says:
fan_berlin replies:
helimars says:
Wo keine Waffen - da kann nicht geschossen werden - so einfach ist das.
fan_berlin replies:
Mütter haben selten Waffen im Haus, aber Frauen sind stark und können hier Einfluss nehmen und mitmachen.
Christian replies:
fan_berlin replies:
darüber kann ich nicht lachen.
Marcelpro replies:
Christian replies:
/ SeX #————█████████═══█ says:
fan_berlin replies:
Marcelpro replies:
fan_berlin replies:
fan_berlin replies:
Nach dem Schul-Amok
Erste Politiker fordern Waffenklappe
Besitzer sollen sie anonym abgeben oder verschrotten
Berlin - "Waffen-Klappe" und freiwillige Abrüstung: Ein Grüner und ein SPD-Abgeordneter wollen angesichts des Massakers von Winnenden die Zahl der Schießeisen schnell verringern. Schneller, als es eine Verschärfung des Waffenrechts je schafft.
Offiziell liegen bei den 19 000 Berliner Waffenbesitzern rund 57 000 Schusswaffen, davon rund 24 000 "Kurzwaffen".
Dazu kommt eine unbekannte Zahl illegaler Schießeisen. Benedikt Lux (Grüne) möchte, dass ihre Besitzer sie wie ein ungewollte Kind in einer "Klappe" loswerden können.
"Auf illegalen Waffenbesitz steht eine Strafe von mindestens sechs Monaten. Jemand, der freiwillig seine Waffe abgibt, liefert sich selbst ans Messer. In Berlin brauchen wir für einen bestimmten Zeitraum die Möglichkeit, Waffen anonym abzugeben. Die Vorrichtung muss bombensicher sein, darf aber nicht überwacht werden."
Der SPD-Kollege Thomas Kleineidam hat eine Idee, die sich auf legale Waffen bezieht: "Jeder sollte sich fragen, ob er seine Waffe wirklich braucht. Wenn er zum Schluss kommt, dass nicht, und ihm das Risiko zu groß ist, dass damit jemand Amok läuft, kann er sie sofort bei der Polizei zur Verschrottung abgeben."
Auf die Idee, die mit der Polizei abgesprochen ist, kamKleineidam, weil nach dem Amoklauf in Winnenden etliche Besitzer in der Gegend ihre Schusswaffen abgaben.
GL
Berliner Kurier, 24.03.2009
Christian replies:
So kann man bei der Bevölkerung punkten, ohne sich die Arbeit zu machen, das Problem nachhaltig anzugehen, oder womöglich irgendwo anzuecken :-)
Christian says:
fan_berlin replies:
Die Diskussion wird spannend. Pro und Contra.
Christian replies:
Marcelpro replies:
Waffen abgeben halte ich allerdings allerdings trotzdem für angebracht.
Christian replies:
Was nun die Bedürfnisse der Mädchen anbelangt, so wurde in den Wochen vor dem Amoklauf eigentlich täglich in den größeren Zeitungen geschrieben. Gerade heute wieder beim NDR. Astrid von Friesen Der Journalist Arne Hoffmann hält uns zum Thema auf dem Laufenden: Hier entlang.
fan_berlin replies:
Übrigens: Warum gibst Du Deine Waffe nicht ab?
Christian replies:
Meine Waffen gebe ich nicht ab, weil ich für zwei Dolche, zwei Shinais und ein Bokken nicht mal einen Waffenschein brauche.
Marcelpro replies:
Christian replies:
Es stimmt schon, daß Männer in den Medien nach wie vor ziemlich präsent sind. Es kommt allerdings nicht darauf an, wer etwas tut und sagt, sondern was dieser Mensch tut und sagt. Nur weil es Männer sind, heißt das ja noch lange nicht, daß sie sich für Männer einsetzen oder männliche Werte vermitteln. Es sind auch Männer, die bei männerfeindlichen Werbefilmchen mitspielen, wahrscheinlich sogar das Drehbuch schreiben. Mit dem Verrat hast du in diesem Sinne vollkommen recht. So habe ich das auch in meinem Blog formuliert.
fan_berlin replies:
Der Vater, der Waffennarr ... Was sagt uns das?
Aus einer online-Zeitung von heute. Habe die Quelle vergessen.
"Hatte er das Gefühl, seinem Vater, dem Waffennarr, Schande zu machen? …
... Ein Junge, in der Schule ein stiller Außenseiter, der Macht nur in der Welt gewalttätiger Videospiele erlebte. Und vielleicht manchmal, wenn er mit seinem Vater auf dem Schießstand trainierte - zuletzt drei Wochen vor der Tat. Mit der Beretta, die er am Mittwoch auf seine Opfer richtete. "