Bruce McLean

black bougainvillea

Eröffnung am Freitag, den 5. September von 18 bis 21 Uhr

Einführung Jan Hoet, MartA Herford




Die Galerie Wolfgang Gmyrek zeigt zum Auftakt des diesjährigen Kunstherbstes die sechste Einzelausstellung des britischen Multimedia-Künstlers Bruce McLean. In den vergangenen zehn Jahren hat sich McLean in Zusammenarbeit mit einigen wichtigen britischen Architekten wie William Alsop und Sir Norman Forster auf architektur- und landschaftsbezogene Arbeiten konzentriert. Seit zwei Jahren sind jedoch wieder vermehrt Leinwandarbeiten und Druckgrafiken entstanden. Die neue Werkgruppe „black bougainevillea“ wird jetzt erstmals in Düsseldorf präsentiert – 40 Jahre nach seiner ersten Ausstellung in Düsseldorf bei Konrad Fischer.

McLean kam 1981 über ein DAAD-Stipendium nach Berlin, das damals mit einer pulsierenden Szene zur neuen Malereihauptstadt wurde. Obwohl McLean schon Jahre zuvor als Performance-Künstler und Bildhauer großformatige farbige Zeichnungen geschaffen hat, erfolgte erst in Berlin der Wechsel zum Medium Malerei auf Leinwand. Nach der Teilnahme an den epochalen Ausstellungen A NEW SPIRIT IN PAINTING und ZEITGEIST, folgten Präsentationen auf der documenta 7 in Kassel und in vielen internationalen Museen. Charakteristisch ist, dass auch weiterhin in seinen Bildern stets Requisiten und Räume die darstellende Kunst und die Architektur mitreflektieren.

Die neuen Arbeiten, zeigen McLeans typische Handschrift, bei der figurativ-vegetative Motive in starken Farben und malerischem Duktus neben konkreten geometrischen Bildflächen stehen. Die Bilder zeigen ein südliches Gartenszenario, wobei das Licht nicht mediteran ist, sondern an einen dunklen Bühnenraum mit punktueller Beleuchtung denken lässt. Die Szene ist ohnehin keine Impression, sondern klar strukturiert mit flächigem Bildaufbau. In den Kompositionen werden verschiedene Spannungsmomente sichtbar. Licht und Dunkel, Farbe und Nicht-Farbe (Schwarz und Grau), Raum und Fläche, Vegetation und Konstruktion – die bei Bruce McLean am ehesten an die moderne Architekturtradition denken lässt – werden in unterschiedlicher Intensität gegeneinander gesetzt und ausgewogen. Der Mensch ist, wenn überhaupt im Bild, eher Statist und als Figurine vorhanden, obwohl die sichtbare Umgebung eine ausdrücklich vom Menschen geschaffene und gestaltete ist und nicht „Natur“ meint.



Die Ausstellung ist zu sehen vom 5.9. - 14.11.2008

Öffnungszeiten: Di-Fr 11-18 Uhr, Sa 11-16 Uhr u.n.V.

www.galerie-gmyrek.de