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December 22, 2008

Übertriebene Freundlichkeit und andere Unehrlichkeiten

Es sind wahrlich viele gute Bilder auf Ipernity. Mich hat die Beschäftigung mit ihnen dazu gebracht, meine Knipse durch einen Fotoapparat zu ersetzen und im Rahmen meiner noch bescheidenen Möglichkeiten mehr Qualität anzustreben.

Mit meinem steigenen Anspruch an meine eigenen Fotos sehe ich auch die Bilder anderer kritischer. Dabei wundert mich, wie viele Bilder Lob erfahren, die es so nicht verdienen.

Es erinnert mich an eine bekannte Auktionsplattform, wo negative Bewertungen die Ausnahme sind. Dabei ist eine im Ergebnis negative Beurteilung auf Ipernity, sofern sie gut begründet ist, doch (anders als evtl. bei der Auktionsplattform) selbst für den Fotografen wertvoller als ein lediglich durch Freundlichkeit motiviertes Lob.

Besonders krass finde ich das bei Fotografen, deren Fähigkeiten aufgrund vieler ihrer Fotos außer Zweifel sind. Die kriegen nämlich auch für m. E. schwache Bilder ("schwach" z. B. wegen Trivialität des Motivs, Bildbearbeitungsstandardeffekt, zum x-ten mal die gleiche irgendwann langweilige Umsetzung, ...) positive Kommentare zu Hauf.

Sind es Netzwerke, deren Mitglieder sich gegenseitig auf die Ipernity-Frontseite loben? Oder gar Fan-Reflexe?

Was es auf die Frontseite schafft, ist oft durchaus sehenswert. Wenn ich es nicht so finde, vermag ich mitunter vielleicht aus eigenem Unvermögen die Genialität des Fotos nicht zu würdigen. Aber bei manchen Bildern bin ich sicher, dass es bessere gibt, die noch nicht auf die Frontseite gefunden haben.

Beispiel: Seit Tagen bekomme ich immer wieder ein Foto mit einem Spielzeugbus und einem Mann im fokussierten Hintergrund auf der Frontseite. Der abgebildete Mann ist hier (vermutlich) Mitglied (jedenfalls im Avatarbild dargestellt) und macht gute Fotos - aus meiner Sicht jedenfalls gut genug, dass ich mir das eine oder andere davon abgucken möchte. Aber was ist an dem speziellen Foto dran? Falls ich gerade bei diesem Foto etwas nicht erkennen sollte ...

Eben habe ich ein Portrait gesehen, bei dem ich mich, bevor ich das gesamte Bild würdigen konnte, sofort an den Augen gestört habe. Die Augen sind nicht nur einfach aufgehellt. Das Weiß im Auge ist so reinweiß wie von gebleichtem Papier. Alles außer den Augen ist fotorealistisch. Wenn mir eine Bearbeitung so ausfällt, würde ich sie löschen. Hier schreibt ein Kommentator zu den Zombie-Augen wie schön sie doch seien! Will sicher der Kommentator einschleimen, einfach nur auf sich aufmerksam machen oder ist er ein Idiot? Ich kommentierte, die abgebildete Person solle mal zum Augenarzt gehen.

Wenn es aber nicht üblich ist, negative oder - besser - neutrale Kritik zu äußern, macht man sich so auf Dauer unbeliebt. Ob ich das in einer Freizeitumgebung nur der Wahrheit zuliebe will, ist fraglich.

Wie ist Euer Kommentierverhalten?



Published at 22:37 ( 8 comments / 453 visits )
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May 12, 2008

La Palma - Obacht vor Abzocke auf Roque Faro

Dies ist eine Warnung vor den intransparenten Kosten beim Besuch der Bar Restaurante Reyes Roque Faro Garafia

 

In La Palma ist oft so, dass zu einem Gericht keine Beilagen gehören, sondern diese extra zu bestellen und zu bezahlen sind. Wir werden oft gefragt, ob wir nicht auch Brot oder noch diese oder jene Beilage oder Soße bestellen wollen, wenn wir das nicht von uns aus bestellen. Die bestellbaren Beilagen finden sich gewohnt auf der Karte. Wenn Service oder Steuer nicht in den Preisen enthalten sind, was manchmal vorkommt, ist das auf der Karte vermerkt.

 

Bei Reyes bestand am 10. April 2008 die Speisekarte nur aus einen DIN A4-Blatt. Auf ihr war nicht erwähnt, dass die angegebenen Preise keine Endpreise sind. Wir bestellten 1 Portion Ziegenfleisch (7 EUR), 1 Portion warmen Ziegenkäse mit Mojo (3,50 EUR), 1 palmerische Hühnersuppe (2 EUR) und 2 alkoholfreie Bier (je 1,50 EUR). Das macht 13,50 EUR. Berechnet wurden uns aber 20,68 EUR. Das sind 7,18 EUR bzw. 53% Aufschlag.

 

Serviert wurden uns vorab zwei Baguettebrötchen mit einem kleinen Topf Kräuterbutter. Brot steht nicht auf der Karte. Ein üblicher Preis für so schlichte Lokale wie das Reyes wäre etwa 1 EUR gewesen (wir bekamen es auch schon für 60 Cent). Bei Reyes schlägt das Brot auf der Rechnung mit 1,40 EUR zu buche. Die Kräuterbutter schmeckte mir übrigens widerlich.

 

Zum Ziegenfleisch wurden palmerische Kartoffeln aufgetragen. Auch die standen nicht auf der Karte, so dass ich annahm, sie gehörten zum Posten Ziegenfleisch. Auf der Rechnung stehen sie als Guarnicion mit 1,80 EUR.

 

Weder Brot noch Kartoffeln hätten wir bestellt, weil wir auf diese Kohlehydrate keinen Wert legen und ich außer dem Fleisch schon Suppe hatte.

 

Wir ließen uns noch einen Teller für meine Freundin bringen, da mir die Portionen zu viel war. Vermutlich wurde uns das als Varios mit 1 EUR berechnet. Oder meint Varios die fiese Kräuterbutter? Oder den Service?

 

So kam Reyes auf 19,70 EUR und schlug darauf noch 5% IGI auf und verlangte 20,68 EUR, die ich mit 23 EUR inkl. Trinkgeld beglich. Die Rechnung habe ich leider nicht kontrolliert. Der Schwindel ist mir erst aufgefallen, als ich die Quittung in der Reisekostenrechnung verbuchte.

 

Zur Qualität der Speisen mag ich mich nicht kritisch auslassen. Sie war nicht gut aber auch nicht schlecht (außer der nicht bestellten ranzigen Kräuterbutter). Wir sind froh, dass es da oben am Roque Faro eine Möglichkeit gibt, eine bezahlbare Mahlzeit zu sich zu nehmen. Ob uns das nun ehrliche 15 EUR oder unlautere und unangemessene 23 EUR kostet, ist mir im Urlaub während der Rast einer Wanderung fast egal.

 

Aber geneppt worden zu sein, ärgert mich dann doch, weshalb ich diesen Vorgang hiermit öffentlich mache, damit andere wissen, was sie erwarten könnte, sollten sie bei Reye einkehren.

 

Gegenbeispiel: Taberna del Puerto auf Plaza Castilia in Puerto Tazacorte.

 

 

Published at 16:44 ( 2 comments / 480 visits )
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March 29, 2008

Legendary Pink Dots

Die guten Legendary Pink Dots, kurz: LPD, gibt es schon seit Jahrzehnten. Regelmäßig treten sie auch in Berlin auf. Zum Reinhören empfehle ich die CDs "Maria Dimension" oder "Crashes Velvet Apocalypse". Der Stil: harmonisch-psyschedelisch bis schräg. Hervorragend zum ausschließlichen Genuss geeignet. Passt aber auch gut zu erlaubten und vermutlich auch zu manchen (unakzeptablerweise) nicht erlaubten Drogen.

 

Reinhören kann man bei

 

 http://www.deezer.com/#music/result/legendary

 

 

Published at 23:21 ( 0 comments / 339 visits )
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