Was der Timetunnel kann, das kann ich auch - umziehen. Der Unterschied ist lediglich, dass durch jahrzehntelanges Karatetraining und eiserne Askese der TT nur etwa 10 CDs, ein Sofa, ein paar Bücher und einen Computer (natürlich klein und dünn) sein eigen nennt, während ich mir gerade vorkomme wie eine unheiliges Hybrid aus Ramschladen, British Museum, Staatsarchiv, Virgin Megastore, Rotkreuz-Kleiderkammer und Hamburger Hafen. Warum muss man eigentlich mehr als eine Tasse haben? Kurz vor der Kapitulation dachte ich mir dann aber doch, dass es kein feiner Zug wäre, andere Leute den Nachlass ordnen lassen zu müssen und bin wieder von der Fensterbank gestiegen. War eh im Parterre. Also, wenn gerade Farbkleckse auf Fotos sind, ich meine Freunde hier vergesse, man bei Google unter "Griesgrämigkeit" sucht und mein Gesicht bei der Bildersuche ganz oben erscheint - so ist das gerade, wenn man sich daranmacht, aus Vechelde ("leistungsstark im Städtedreieck", Eigenwerbung) in den Bischofssitz Hildesheim zu ziehen. Hildesheim ist eigentlich ziemlich prima. Nicht direkt Ruhrgebiet, aber auch nicht schlecht. Mal sehen, was die Zukunft bringt. Ist ja eigentlich aber auch egal. Denn erst wenn die letzte Wand gestrichen, die letzte Kiste auf den Fuß geknallt und der letzte Schlüssel übergeben ist, werdet ihr feststellen, dass man nichts mehr essen kann weil keine Küche da.

Gegeben zu Hildesheim
22.10.08