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August 12, 08

Wie merke ich mir ein Passwort?

Jeder kennt das ja: Ein bisschen hier und da rumsuchen im Internet und schwupps braucht man erst wieder eine Anmeldung oder Registrierung, bevor man weiterlesen kann. Jeder weiß, dass er es nicht tun sollte aber jeder machts: Es wird das Standardpasswort gewählt ("das, was ich überall habe").

Einige auf Sicherheit bedachte Webseitenbetreiber lassen nun z.B. Geburtstage (6 Ziffern) gar nicht mehr als Passwort zu und spätestens dann muss man sich fragen: "Wie merke ich mir denn ein möglichst sicheres Passwort?"

Ganz einfach, aber falsch: Man nimmt als Passwort etwas, das man eh schon weiss. Aber der Name der Katze oder der Tochter oder der Freundin ist keinesfalls sicher (Stichwort: Wortliste) und auch nicht, wenn man ihn rückwärts schreibt!

Stattdessen eignen sich z.B. Liedtexte, die man ja fragmentweise auswendig kann, ganz gut, wenn man von den Worten immer den ersten Buchstaben nimmt, nach Möglichkeit unter Beachtung von Groß/Kleinschreibung und Ziffern. Ein Beispiel:

Billy Joel, "We Didn't Start the Fire"

Harry Truman, Doris Day, Red China, Johnny Ray
South Pacific, Walter Winchell, Joe DiMaggio

Nun ist unser Passwort: HTDDRCJRSPWWJD. Bääh, das ist aber schon ganz schön lang, die erste Zeile allein täte es auch! Und enthält weder Ziffern, noch Sonderzeichen. Suchen wir also mal einen anderen Liedtext:

Karat, "Über sieben Brücken ..."

Über sieben Brücken mußt du gehn,  
sieben dunkle Jahre überstehn
.

Nun ist unser Passwort: Ü7Bmdg,7dJü. Naaa - das sieht doch nach was aus! Wie ein richtig gutes Passwort, mit großen und kleinen Buchstaben, Ziffern und Sonderzeichen. Könnte sich normalerweise niemand merken, wenn da nicht ...

Noch ein Beispiel? Ja?

Marcus, "Ich will Spaß"

und kost' Benzin auch drei Mark zehn ,
scheißegal - es wird schon geh´n.

Und - was kommt raus? richtig: ukBa3M10,

Wird man nun beim Einloggen nach dem Passwort gefragt, spricht man gedanklich einfach die Liedzeile vor sich hin und tippt die entsprechenden Buchstaben. Funktioniert allermeistens ^^

Ich darf dann als Disclaimer noch erwähnen, dass die 3 Titel willkürlich herausgegriffen sind, nicht meinen vollständigen Musikgeschmack widerspiegeln und natürlich nicht als wirkliche Passwörter im Einsatz sind.

Ich hoffe, eine Anregung zum Nachmachen gegeben zu haben ...

 

 

 

Published at 20:40 ( 11 comments / 96 visits )
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July 2nd, 07

.

Kennt Ihr das auch? Diese Fragen, die so hirnrissig sind, daß man sich fragt, warum sie jemand stellt?

Ich gehe in die Apotheke, mit dem Vorsatz, eine Pinzette zu kaufen. Eine Pinzette, für gegen Holzspäne und so. Mein suchender Blick entdeckt tatsächlich auch eine noble, mit rotem Samt ausgeschlagene Musterschatulle mit verschiedenen Pinzetten aus Solinger Stahl. Ich komme mir vor, als würde ich einen Diamantring kaufen wollen. Eine junge Apothekenfachangestellte nahm sich auch sofort meiner an, und ich zeigte unbeholfen auf eine für den Zweck geeignete Pinzette: "Die da bitte!". Preis auf der Solinger Plexiglasabdeckung der Schatulle: 4.50 EUR. Sie (die junge Apothekenfachangestellte) ließ mich einen Moment warten und kramte in einer Schublade: "Ah, da ist sie." - legt mir die Pinzette in Weichplastik-Hülle hin. Preisetikett auf der Hülle 2.95 EUR. Okay, sie werdens wissen, die Solinger Preise sind UVP. Die Pinzette ist 7,5 cm lang, also nicht wirklich groß. Muß sie ja auch nicht.

Aber wozu nur fragt mich jetzt die junge Dame: "Möchten Sie eine Tüte haben?" ??

Der Witz, den man jetzt eigentlich machen müßte (noch dazu in der Apotheke), ist aber aus der Steinzeit, weshalb ich das vornehmerweise lasse. Ich kombiniere also blitzschnell: Wenn ich jetzt mit "Ja, bitte!" antworte, habe ich Sekunden später eine Folientüte mit VOLTAREN-Aufdruck in der Hand, drin ein Musterpäckchen Tempotaschentücher, ein Erfrischungstuch und eine Apothekenrundschau .. und eine Pinzette.

Hallo!!!?

Ich kann die Pinzette doch auch ganz einfach in die Jackentasche stecken! Ich murmle der jungen Dame also nur etwas von "Sie und Ihre Tüten!" zu und hoffe, Sie hat's nicht falsch verstanden.

 

Aber wer daran schuld sein muß, wenn die Ölvorräte zur Neige gehen, weiß ich jetzt - die Apotheker(innen).

 

Published at 18:53 ( 46 comments / 1304 visits )
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