Abseits
Es ist so still; die Heide liegt
Im warmen Mittagssonnenstrahle

Ein rosenroter Schimmer fliegt
Um ihre alten Gräbermale
Die Kräuter blühn; der Heideduft
Steigt in die blaue Sommerluft
Laufkäfer hasten durchs Gesträuch
In ihren goldnen Panzerröckchen
Die Bienen hängen Zweig um Zweig
Sich an der Edelheide Glöckchen
Die Vögel schwirren aus dem Kraut -
Die Luft ist voller Lerchenlaut.
Ein halbverfallen niedrig Haus
Steht einsam hier und sonnbeschienen

Der Kätner lehnt zur Tür hinaus,
Behaglich blinzelnd nach den Bienen;
Sein Junge auf dem Stein davor
Schnitzt Pfeifen sich aus Kälberrohr.
Kaum zittert durch die Mittagsruh
Ein Schlag der Dorfuhr, der entfernten;
Dem Alten fällt die Wimper zu,
Er träumt von seinen Honigernten
Kein Klang der aufgeregten Zeit
Drang noch in diese Einsamkeit
Fotos von Albert Jäger
Das Blütenfoto mit Biene ist von Serge Langlet
Send a message
Search for members



Elbertinumpro says:
Unruhe und Hektik sind heute sicherlich größer als zu seiner Zeit
Dieses Gedicht vermittelt mir immer Ruhe und Gelassenheit -
Wer kann mir ein schönes Heidefoto und einen goldenen Laufkäfer überlassen -
Elbertinum edited this comment 4 months ago.
Markus says:
Gruss aus Hildesheim
Elkepro says:
ja Du hast so Recht..
es vermittelt Ruhe..
Danke..
Liebe Grüsse aus Stockholm
Elke
Diedjepro says:
mit gedichten habe ich es noch nicht so lange.
die bilder auswahl, paßt gut dazu.
das ist schön!!! *
Diedje edited this comment 4 months ago.