Vorwort:

Zur Geschichte « Horizonte - Traum oder Wirklichkeit »
eine besondere Anmerkung.


Heute wissen wir - dass unser Planet
nur eine Winzigkeit im riesigen Universum ist.
Für mich ist es unvorstellbar,
dass er der einzige bewohnte Planet sein soll.
Ebenso undenkbar ist es für mich,
dass die jetzige selbstzerstörerische Handlungsweise
der Menschheit
das Ziel
ihrer Evolution sein wird.
Mit Sicherheit gibt es in diesem riesigen Universum
höher entwickelte Gesellschaften.
Wie diese aussehen könnten -
möchte ich an einem Planeten beschreiben - eine
Realität
schon auf anderen Planeten
für unseren Planeten wohl erst noch ein
Traum.

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Horizonte - Traum oder Wirklichkeit


Aufbruch in eine Neue Welt
Zu Hause - auf dem Berg - Begegnung am 'Morgen' - 1.3 Öffnen des dritten Auges - Begrüßung mit der Blauen Blume - 1.4 Im Haus von Leon und Leoni -
Erwachen am Morgen

Vor einem hohen und breiten Felsmassiv liegt ein kleines Haus
davor ist ein kleiner Garten
in dem Hause wohnen ein Mann und eine Frau
sie haben zwei Kinder - einen Jungen und ein Mädchen
der Junge heißt Nino und das Mädchen Nina
aber die Eltern nennen sie schon bald nur noch mit dem Kosenamen
Ninetto und Ninetta

Die Eltern lieben ihre Kinder sehr
und die Kinder fühlen sich sehr wohl bei ihren Eltern
sie wachsen heran - machen die ersten Schritte
spielen später in ihrem Zimmer
dann im schönen Garten

helfen ihren Eltern
beim Pflanzen und Ernten
genießen Frühling Sommer Herbst und Winter
Später wandern sie gemeinsam hinaus und erkunden
umliegende Wälder Wiesen und Weiher

Und dann kommt der Tag
an dem ihre Eltern sagen
« Ihr seid jetzt alt genug
geht nun hinaus und seht euch die Welt an »

Schon immer wollten die Beiden wissen
was sich hinter den Felsen verbergen könnte.
irgendwie mußte ein Geheimnis damit verbunden sein
denn NIE hatten ihre Eltern darüber gesprochen.

Wohlgemut machen sie sich auf den Weg
voller Verwunderung entdecken sie
in einer nicht geringen Entfernung einen Berg.

...seltsam...

Er war ihnen noch nie aufgefallen
voller Neugier steigen sie hinauf
vielleicht können sie von seiner Spitze aus sehen
was sich hinter der Felswand verbirgt

Sie gehen schneller und schneller
ungestüm laufen sie die letzten Stufen hoch

und dann - sie trauen ihren Augen nicht
Vor und unter ihnen breitet sich eine Neue Welt aus
das hatten sie nicht erwartet

....Und jetzt fällt ihnen ein....

Ihre Eltern waren oft einen ganzen Tag fortgegangen
und abends - wenn sie zurückkamen
....so schien ihnen....
war in ihren Augen ein seltsam schönes Leuchten zu sehen
es mußte tief aus ihrem Innern kommen
darüber hatten sie sich schon immer gewundert
aber sie hatten nie gewagt
nach dem Grund ihrer Freude zu fragen

Jetzt sehen sie
woher dieses Leuchten kommt
Weit unter ihnen - in einer sonnenbeschienen Ebene
liegt eine wunderschön anzusehende Stadt
dahinter erhebt sich ein großer Berg
die Spitze schneebedeckt
weißglitzernd in der Sonne
sich klar in einem See spiegelnd
Über allem liegt ein Zauber
von Sanftheit - Frische und Licht
Die Harmonie der Farben und Formen
verzaubert auch sie
und sie vergessen Zeit und Ort

Und nach einer langen langen Zeit
schauen sie sich an
auch ihre Augen leuchten
und leise sagt Nina
« Nino - lass uns diese
stille - glänzende - Welt - besuchen »
« Das möchte ich auch - Nina -
- aber wie kommen wir dort hinunter
wir kennen weder Weg noch Steg »
Und - müde von der langen Wanderung -
und - überwältigt von den vielen neuen Eindrücken
setzen sie sich - Rücken an Rücken lehnend....
und schlafen bald ein



Begegnung am Morgen



Still ist es und immer noch hell
eine freundliche Stimmung liegt über dem Land
es ist warm - ein leichter Wind weht

Nach einiger Zeit ein Geräusch
....wie von Schritten....




hinter einem Felsen kommen 2 Personen hervor
- ein junger Mann und eine junge Frau -
beide gekleidet in einem langen glänzenden Gewand
- ähnlich einem indischen Sari -
hellbbau das Gewand der Frau
ein schönes lichtes Grün das Gewand des Mannes
die Gesichter braun - das Haar weizengelb glänzend
Haar und Gewänder vom Wind umspielt.
Sie sind nicht überrascht - Nino und Nina schlafend zu sehen
Beide lächeln sich verstehend an
setzen sich im Schneidersitz ein wenig entfernt vor die Schlafenden
die noch immer Rücken an Rücken gelehnt sind.

Der Mann räuspert sich - einmal - ein zweites mal.

Nino schlägt als erster die Augen auf.
Noch sieht er die Beiden nicht.

Der Mann räuspert sich - ein drittes mal

Nino wendet sich dem Geräusch zu
Er erblickt die Beiden
erschrocken stößt er Nina an
auch sie erwacht
Nino macht eine Kopfbewegung nach vorn
unwillkürlich faßt Nina nach seiner Hand.




« Habt keine Angst - wir möchten euch begrüßen »
der junge Mann kreuzt die Hände vor seiner Brust
verneigt sich ein wenig
dann hebt er das Haupt - sieht die Beiden freundlich an und sagt
« Wir haben euch erwartet
ihr möchtet unser Land kennenlernen
ihr seid fremd hier
wir - und er blickt auf die Frau an seiner Seite -
möchten in der nächsten Zeit eure Begleiter sein

Die ruhig und freundlich vorgetragenen Worte
wirken auf Nino und Nina entspannend

Nino faßt sich als erster
Etwas zögernd und ein bischen holperig kommt es aus ihm heraus
« Ihr werdet unsere Überraschung verstehen
aber wir hatten tatsächlich die Absicht
euer Land kennen zu lernen.
Ihr versteht -
wir sind erstaunt hier Menschen anzutreffen
die zudem noch unsere Sprache sprechen »

Einer inneren Eingebung folgend
- erheben sich alle - schauen sich an -
- gehen langsam aufeinander zu -
- reichen sich die Hände -
Und auf einmal ist alles vertraut
die letzte Spur von Ängstlichkeit fällt von Nino und Nina ab
ein Gefühl tiefer Erleichterung und Freude erfaßt sie

« Nun - dann laßt uns gehen » sagt der Mann fröhlich
und lächelt den beiden aufmunternd zu.

Unter einem weiten - blauen Himmel
wandern sie in eine große - grüne - blühende Ebene.




Und so gehen sie hinab
in die weite sich vor ihren Augen ausbreitende Ebene
links der Junge Mann - neben ihm Nina
dann Nino - und rechts außen die junge Frau.

....still ist es....

leicht geht es sich.
seltsam sie geraten nicht ins Schwitzen
Auch das Licht
ist es nun von einer Sonne - die klar und leuchtend
aber keineswegs heiß von einem blauen Himmel scheint
Oder kommt es irgendwie von unten aus dem Boden

Nach einer kurzen Wanderung kommen sie in ein kleines Tal
an der Seite eine grüne Wand mit unzähligen weißen Blüten




Der junge Mann schaut unsere Beiden fröhlich und freundlich an
« Ich finde » so beginnt er » wir sollten uns gegenseitig vorstellen -
-so ohne Namen - das ist schwierig -

Also - ich heiße Leon und meine Begleiterin Leoni »
« Und ich heiße Nino und meine Schwester Nina »
« Nun gut - dann könne wir uns fortan mit unseren Namen nennen »
Nino faßt sich ein Herz
mit irgendetwas muß man ja schließlich anfangen - und er meint
« Leon - das heißt bei uns Löwe -
und von diesem Tier sagt man - es sei der König der Tiere »
« Ich weiß » sagt Leon « ich weiß sogar wie er aussieht »
« Oh » entfährt es Nino « woher weiß du das -
wenn ich mal vorsichtig fragen darf »






Fotos und Text von Albert Jäger
Das Bild "Blick auf ein neues Land"
"Begrüßung" von Heidrun Müller


Leon und Leoni erzählen aus ihrem Leben