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STOP EATING TUNA / Thunfisch im Mittelmeer vor dem aus

Tuesday April 14, 2009 at 09:52PM

[EN] The red tuna stock in the meditarrenean is going to collapse by 2012 if fishing it isn't stopped immediately. Even now the stock has mostly been depleted, average weight of a caught fish dropped from 124kg to 65kg in 8 years. DON'T EAT TUNA!

Monaco has "already" recognized the problem and put a ban on selling red tuna. Since its practically impossible to tell which tuna you're eating, because none of the producers I know put the origin or fishing zone on their products the general advice is to avoid all tuna products. Also, the pacific tuna stock is in no better shape as written in a recent Greenpeace report from the region.

[DE]

Der Blauflossenthunfisch im Mittelmeer droht einer Studie der Naturschutzorganisation World Wide Fund For Nature (WWF) zufolge bis 2012 auszusterben.

Wenn die Fangquoten nicht deutlich reduziert würden, seien die geschlechtsreifen Bestände durch Überfischung ausgerottet, teilte die Organisation am Dienstag mit.

Saison beginnt
Am Mittwoch sollte die zweimonatige Fischfangsaison im Mittelmeer beginnen. "Der Blauflossenthunfisch im Mittelmeer stirbt aus, während wir reden. Trotzdem will die Fischindustrie wieder zum Tagesgeschäft übergehen", sagte Sergi Tudela vom WWF-Mittelmeerprogramm.

Der Blauflossenthunfisch ist auch als Roter Thun bekannt und findet sich auf zahlreichen Speisekarten wieder. Der Rote Thun gehört zu den wertvollsten Meeresfischen.

Seit 1990er Jahren Gewicht halbiert
Der Studie zufolge habe sich das Gewicht eines fortpflanzungsfähigen Blauflossenthunfischs seit den 1990er Jahren quer durch das ganze Mittelmeer etwa halbiert.

So sei das Durchschnittsgewicht eines vor der libyschen Küste gefangenen Fisches von 124 Kilogramm im Jahr 2001 auf 65 Kilogramm 2008 gefallen.

Zeugungsfähigkeit geht zurück
Vor Beginn des industriellen Fischfangs im großen Stil hätten manche Exemplare bis zu 900 Kilogramm erreicht.

Der Schwund dieser Riesenthunfische habe einen überproportional großen Einfluss auf die Fortpflanzung, weil sie deutlich mehr Nachwuchs zeugten als durchschnittliche Tiere. Auch sei der Anteil der zeugungsfähigen Tiere 2007 nur noch ein Viertel so hoch gewesen wie 50 Jahre vorher.

EU verringert Fangquote
Die Europäische Union (EU) setzte die diesjährige Fangquote auf 12.406 Tonnen fest. Das ist eine geringere Quote als die des Vorjahres mit 16.210 Tonnen.

Im Juni 2008 hatte sich die EU-Kommission mit einem vorzeitigen Fangstopp für den Blauflossenthunfisch mit der Methode der Ringwadenfischerei im Mittelmeer und im Ostatlantik den Zorn der Fischer zugezogen.

Die Kommission begründete ihre Entscheidung damit, dass die Fangquoten schon vorzeitig erfüllt gewesen seien. Im Juni ist die Hochsaison der Thunfischjagd. Dann ziehen die Fischer 90 Prozent ihres Fangs aus dem Meer.

Abkommen umgesetzt
Am 6. April hatte die EU als Erste ein im November geschlossenes Abkommen mit der Thunfisch-Schutzkommission (ICCAT) umgesetzt. Diese schreibt eine schrittweise Verringerung der weltweiten Fangquoten für den Blauflossenthunfisch vor: von 28.500 Tonnen im Jahr 2008 auf 22.000 Tonnen in diesem Jahr und 19.950 Tonnen im kommenden Jahr.

Gut zwei Drittel des Blauflossenthunfischs werden mit der umstrittenen Ringwadenfischerei aus dem Wasser gezogen, bei der oft ganze Fischschulen mit Netzen eingekreist werden. Auch viele andere Meerestiere gehen bei der Ringwadenfischerei als Beifang ins Netz und verenden.

WWF: Deutlich über offiziellen Quoten
Zu dem drastischen Rückgang der Bestände beigetragen haben nach WWF die Überkapazitäten der Fischfangflotten, die deutlich über den offiziellen Fangquoten liegenden tatsächlichen Fangzahlen, illegale Fangzüge, der unerlaubte Einsatz von Erkundungsflugzeugen und das Fischen außerhalb der Fangsaison.

Fangverbot gefordert
Damit sich die Bestände im Mittelmeer wieder erholen können, mahnt der WWF zu einem sofortigen Fangverbot.

Nur ein kompletter Stopp im Mai und Juni kann nach Einschätzung des WWF und anderer Organisationen den Erhalt der Art garantieren. Dann ziehen die Tiere durch die Straße von Gibraltar, um im Mittelmeer zu laichen.

Quelle: www.orf.at/090414-37261/index.html

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2 Comments / add your comment?

rob_visual says:
Aber dann haben die Menschen ja gar keine Thunfisch mehr auf Ihrer 3-Euro-Pizza. Das geht doch wirklich nicht. Mal auf was zu verzichten, was man doch gewohnt ist. Das ist ja fast schon einen Kriegserklärung. Wahrscheinlich sollen wir morgen auch noch mit anderen wichtigen Ressourcen besser umgehen und evtl. auch noch das Auto öfter stehen lassen.

Kann man Menschen, die solch kriminelles Gedankengut hier verbreiten nicht vorsorglich einsperren? So macht das Leben doch keinen Spaß. Immer diese Miesepeter!
Posted 7 months ago. ( permalink / translate )
Дон Андреpro replies:
Tja, der Tunfisch wird wahrscheinlich aussterben, die Meere werden generell leer gefischt. Die Fischbestände sind über die letzten Jahrzehnte drastisch zurückgegangen. 1992 ist im Nordatlantik die Kabeljaufischerei zusammengebrochen. Zehntausende haben ihre Jobs verloren, ein ganzer Industriezweig ging innerhalb eines Jahres bankrott weil die Bestände kollabiert sind. Nachhaltigkeit ist etwas das erst in die Köpfe der Menschen muss. Dazu gehört u.a. kontrolliertes Wachstum und damit hat eigentlich momentan noch niemand eine Freude. Wer will schon gesagt bekommen wieviele Kinder er bekommen darf, wieviel er pro Jahr verbrauchen darf, wie sich ein Gehalt entwickeln darf im Hinblick auf die Gesamtentwicklung der Wirtschaft und und? Das riecht doch alles nach Kommunismus und mit dem waren bisher die wenigsten glücklich. Hier hat der Staat im Grunde weder Ambitionen noch Kompetenz stärker einzugreifen und der Bürger kein Interesse sich weiter kontrollieren zu lassen. In welcher Art jedoch eine Kontrolle aussehen soll ist fraglich. Selbstregulierung gibt es jedenfalls keine und funktioniert auch nicht unter dem Zwang des Wettbewerbs.

Ich verweise auch auf den Vortrag von Prof. Bartlett: www.ipernity.com/blog/donandre/102638
Wie sagt er so schön, wenn wir uns nicht regeln, wird die Natur es tun und sie wird wählen aus ein paar unangenehmen Dingen: Hungersnöte, Krieg, Krankheitsepidemien, Umweltkatastrophen,...
Posted 7 months ago. ( permalink / translate )

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