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Es war wohl so um Ende 2006 herum, als ich mich aus einer Bierlaune heraus mit besoffenem Kopf bei freenet singles angemeldet habe, um einer jungen Frau, die ich damals „voll geil“ fand, dies mitzuteilen, was für Männer nur als Pro-Mitglied geht. Na ja, ich machte das also, und einen Tag später war mir klar, wie dumm das war. Ich kontaktierte den Freenet-Support daraufhin, wo man mir mitteilte, dass ich „selbst Schuld“ sei (was man mir so aber nicht sagte) – was ja auch stimmte.
Hätte ich damals gewusst, was ich da für einen Ärger mit hätte, hätte ich es vermutlich dennoch gemacht, weil ich so dicht war hätte ich es mir wohl zwei Mal überlegt, mich da anzumelden. Jedenfalls wurde mein Angebot, die Leitungen für einen Monat anteilig zu bezahlen, da ich den Dienst weder nutzen wollte, noch zahlen wollte, abgelehnt.
Ich setzte also ein Schreiben auf, in dem ich Freenet mein Vorgehen mitteilte, auch, dass ich es kundenunfreundlich fand, wie sie sich verhalten haben, im selben Zuge löste ich meinen Account bei freenet singles auf, und vergaß den Kram langsam. Ende des Jahres 2006 kam dann die Rechnung über rund 40 Euro für einen Dienst den ich ganz genau EIN mal für EINE Nachricht nutzte.
Da ich meine Kündigung bereits Anfang dieses Jahres geschrieben hatte, und es den Account eben so lange nicht mehr gab, war die Sache für mich erledigt. Doch ich sollte mich täuschen, denn ende des Jahres 2007 erhielt ich eine Rechnung über rund 40 Euro, die mir die Nutzung von freenet singles anlastete.
Wohl gemerkt, obwohl es den Account nicht mehr gab, und ich über ein Jahr zuvor gekündigt habe! Ich kontaktierte den Freenet-Support daraufhin ERNEUT per Post, und kündigte ERNEUT meine Mitgliedschaft, und wies die sehr geehrten Damen und Herren darauf hin, dass es weder den Account gab, noch, dass ich den Dienst genutzt haben kann – Zahlte aber dennoch, weil es mir wegen 40 Euro einfach nicht wert war, so einen Stress zu haben.
Zu diesem Zeitpunkt lagen Freenet also ZWEI postalische Kündigungen vor, eine aus dem Jahre 2006, und eine aus dem Jahre 2007. Diesmal dachte ich, wäre die Sache erledigt gewesen. Aber weit gefehlt. Ende des Jahres 2008 erhielt ich ERNEUT eine Rechnung über 40 Euro. Wieder mit dem Vermerk auf einen Account, den es seit ZWEI JAHREN nicht mehr gibt, und die Nutzung eines Dienstes, den ich gar nicht genutzt haben kann.
Diesmal war es mir zu bunt, ich setzte ein bitterböses Schreiben auf, entzog Freenet die Einzugsermächtigung, und lies das Geld zurückbuchen. Kurz drauf kam von Freenet per Mail die Meldung, dass man meine Einzugsermächtigungs-Entziehung registriert habe. eine Woche später etwas erhielt ich ein Schreiben, dass man meine Kündigung bedauere.
Ich fasse zusammen: Zwei Jahre und drei Kündigungen später bedauert man meine Kündigung. Na immerhin.
Nun erhielt ich per e-Mail eine Mahnung. Ich solle doch gefälligst bitte den Mitgliedsbeitrag für freenet singles bezahlen – Einen Dienst, für den ich keinen Account habe, und den ich seit zwei Jahren nicht mehr auch nur mit dem Arsch angeguckt habe … Geschweige denn, dass ich ihn genutzt hätte.
Immerhin habe ich nun schwarz auf weiß, dass man meine Kündigung bestätigt hat. Ich habe also – wider alle Logik und wider den gesunden Menschenverstand – die Mahnung nebst 10 Euro Mahngebühr (Arbeitsaufwand für eine automatische Mail? Oder ist das ’ne „Strafe“?) bezahlt.
Alles in allem hat mich freenet singles somit 130 Euro für eine einzige Nachricht gekostet.
Aber offenbar hat Freenet solcherlei Geschäftspraktiken ja bitter nötig. Es vergangen drei Jahre, bevor Freenet gemerkt hat, dass ich gekündigt habe. Wenn diese Unternehmen in allen Geschäftsbereichen solch ein gebaren an den Tag legen sollte, wundert es mich nicht, dass es um Freenet so schlecht gestellt ist.
Ich warne hiermit jedenfalls alle, sich als Pro-Benutzer für freenet singles anzumelden. Außerdem warne ich vorsorglich davor, sich auch für den Freenet-eMail-Dienst anzumelden. Vor der Anmeldung für eine Homepage bei Freenet warne ich ebenfalls. Ich vermute nämlich stark, dass Freenet bei diesen Diensten genau so ein Verhalten an den Tag legt, wie bei freenet singles.
Der Titel dieser Seite stellt keine rechtliche Wertung des Vorgangs dar, sondern spiegelt meine persönliche Meinung wieder. Ich fordere mit dieser Seite auch niemanden auf, die Freenet-Dienste nicht zu nutzen. Ich weise lediglich darauf hin, dass jemand, der die Dienste nutzen will, sich vorher genau informieren sollte.
Ich für meinen Teil werde jegliche Freenet-Dienste in Zukunft – wie bisher auch schon – meiden.
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