Was kann man mit grafiktabletts machen? die antwort steckt schon im wort. das grafiktablett ist besonders gut geeignet für das bearbeiten von bildern und grafiken. viele benutzen aus gewohnheit, für das bearbeiten von fotos immer noch die maus. für die bildbearbeitung ist die maus ein unpraktisches und mühseliges hilfsmittel. wie soll man z.b. natürliche pinselbewegungen mit einer maus hinbekommen? das führt dazu, das man schnell die lust verliert aufwendigere projekte zu gestalten. mein erstes grafiktablett, im din a3 format, habe ich mit meinem ersten windowsrechner gekauft (pentium 486sx und windows 3.0). damals waren die treiber selten fehlerfrei programmiert und deshalb kam das ca. 400 dmark teure grafiktablett selten zum einsatz. zum zweiten reichte die hardwareleistung damals noch nicht aus um aufwändige bildprojekte gestalten zu können. seit dem habe ich verschiedene grafiktabletts gehabt. drei stück aus dem supermarktangebot, das din a3 tablett von genius und zwei verschiedene von dem marktführer wacom. aktuell sind zwei tabletts mit unterschiedlich großen arbeitsflächen in gebrauch. eins von medion und von wacom (bamboo). man kann gar nicht oft genug betonen wie tabletts das arbeiten mit bildern erleichtern. im gegensatz zu früher unter windows 3.0 macht es heute sogar riesigen spaß mit grafiktabletts zu arbeiten. z.b. sind die pinselwerkzeuge den werkzeugen aus der analogen welt perfekt angepasst. geschwungene linien die zartblaß beginnen und in einen kräftigen breiten strich übergehen, um dann in einen ebenso wieder verblassenden ausgangszustand übergehen, sind von keiner maus hinzubekommen. es gibt harte und weiche pinsel oder bleistifte. durch die wahl der untergründe oder der farbwahl (wasser oder ölfarbe) wirkt sich der farbauftrag auf der digitalen leinwand dementsprechend zur analogen welt aus. hochpreisige grafiktabletts erkennen sogar den neigungsgrad des stiftes, wodurch sich noch einmal viele tausendfach malerische möglichkeiten ergeben. für den einstieg in die welt der grafiktabletts reicht aber auch schon, wie oben angedeutet, ein tablett vom discounter im wert von ca. 40 € aus. unpraktisch finde ich wenn in den stiften noch batterien (akkus) sind. bei manchen muß man sie alle paar wochen wechseln. die batterielosen stifte sind praktischer. was die größe der arbeitsfläche des tabletts anbetrifft, hilft viel nicht viel. je größer die arbeitsfläche, desto größer müssen die zeichen bewegungen sein. daher meine empfehlung, ein tablett mit einer arbeitsfläche von din a4 oder etwas kleiner, scheint für viele aufgaben optimal. die grafiktabletts sind heutzutage immer mit einfachen und fehlerfreien treibern ausgestattet, die auch jeder laie installieren kann. zur standart ausstattung eines tabletts wird neben den treibern auch kostenlose grafiksoftware mit geliefert. wer noch keine malsoftware hat, bekommt sie oft mit dem tablett. die mitgelieferte software kann dabei von tablett zu tablett varieren. ansonsten läßt sich auch fast alles als leistungsfähige free/shareware im netz finden. linkliste wird in einem anderen blog folgen. ohne das ich werbung für irgendeine firma machen will, soll dies ein leidenschaftlicher aufruf an alle durch die maus versklavten kreativlinge sein, nicht nur mit der maus zu arbeiten! mein arbeitsplatz ist übrigens so eingerichtet das die tastatur meistens auf dem grafiktablett steht. rechts schräg daneben naturgemäß die maus. wenn grafiken bearbeitet werden, ziehe ich das tablett unter der tastatur befindlich vor und schiebe sie noch etwas mehr zum monitor.das ganze hat den vorteil das man den kopf nicht ständig drehen muß. man kann nur durch die augenbewegung zwischen tablett/ tastatur und monitor wechseln. wer sich nach einer gewissen umgewöhnungsphase auf das arbeiten mit dem tablett einlassen kann, wird sowieso innerhalb kürzester zeit nicht mehr auf das tablett gucken. das ist wie mit der maus. nur anfänger schauen noch darauf. ansonsten bleibt nur der wunsch, noch schöpferischer mit dem neuen hilfsmittel zu sein, als bisher.