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October 14, 2008

Von Pillnitz nach Loschwitz

Ein Wandertip für alle Dresdner, aber auch für Dresden-Besucher ein echter Geheimtip, wenn man mehr als die Frauenkirche und die Semperoper sehen will.

Keppgrund
Keppgrund
Gestartet wird in Pillnitz/Hosterwitz an der Van-Gogh-Straße, dort kann man sein Auto abstellen oder besser gleich mit der Buslinie 83 hinfahren. Man geht den Keppgrundweg entlang und gelangt, welch Überraschung, in den Keppgrund. Selbst bei strahlendem Sonnenschein erwartet den Wanderer dort feuchte Kühle unter grünem Blätterdach. Links plätschert romantisch ein Bach über bemooste Steine, der Weg ist mit Laub gepolstert. Es geht stetig bergauf und nach ca. 20 Minuten, zuletzt über mit Moos bewachsene Treppenstufen, erreicht man die Keppmühle.

Aufstieg zur Keppmühle
Aufstieg zur Keppmühle
Diese Mahlmühle wurde im 16. Jh. erstmals urkundlich erwähnt, bestand aber da
Keppmühle
Keppmühle
schon eine ganze Zeit. Im 19. Jh. entwickelte sich die Keppmühle zu einer beliebten Ausflugsgaststätte, zählt doch der Keppgrund zu einem der schönsten Täler am Elbhang. Leider gibt es dort seit 1984 kein kühles Getränk mehr für den Wanderer, von einer Wiedereröffnung ist immer mal wieder die Rede, wer weiß.



Nach ausgiebiger Fotopause geht es weiter, und zwar mit dem Gelbstrich-Weg Richtun Körnerplatz. Das Schild meint, dass es von hier noch 8 km sind. Der Weg ist leicht zu finden und

Weg
Weg
sehr gut ausgeschildert!Es geht bergan durch inzwischen lichtdurchfluteten Wald, der jetzt im Herbst besonders schön ist - überall Farben dass es eine Freude ist! Wenig später verlässt man den Wald, um auf einem schmalen, mit Obstbäumen bestandenen Feldweg weiter Richtung Rockau zu wandern. In Rockau ist der Hund begraben, jedenfalls war das mein Gefühl zur Mittagszeit.



Dresden-Blick
Dresden-Blick
Eine Attraktion gibt es aber doch: Die Rockauer Höhe, auch "Sachsens Hiefel" genannt.Vom hier gelegenen Aussichtspunkt bietet sich ein beeindruckender Blick über das Elbtal zwischen Meißen und der Grenze zu Böhmen. Leider lag die Stadt total im Herbstdunst, aber irgendwie war auch das reizvoll.

Die Straße entlang geht es, vorbei an Einfamilienhäusern und Vorgärten, aus Rockau heraus Richtung Helfenberg.

Helfenberg
Helfenberg
Kurz vor dem Ortseingang biegt der Weg links ab in den Helfenberger Park,
Helfenberger Park
Helfenberger Park
der zu dieser Jahreszeit mit seinen alten Bäumen und dem leuchtend gelben Herbstlaub ganz besonders stimmungsvoll ist. Treppauf und treppab überquert man den Helfenberger Grund und gelangt kurze Zeit später nach Pappritz.



Fernsehturm
Fernsehturm
Hier steht der Fernsehturm, ein Wahrzeichen des Dresdner Elbtales. Bis Anfang der 90er Jahre konnte man mit einem Aufzug nach oben fahren und den Blick über Dresden und die Umgebung bei überteuerten Speisen und Getränken genießen. Für die Sanierung der Aufzugsanlage und des Restaurants in 145 m Höhe hat sich bis heute kein Investor gefunden - also muss man sich mit dem Blick von unten in die Höhe begnügen.


Wanderweg
Wanderweg
Auf der Waldmüllerstraße verläßt man Pappritz und erreicht kurz darauf die Wachbergschänke im Wachwitzgrund, die von sich behauptet, Dresdens ältestes Gasthaus zu sein. Schön und idyllisch gelegen ist sie auf jeden Fall. Da sie nur am Wochenende tagsüber geöffnet ist, gab es hier keine
Wachbergschänke
Wachbergschänke
Unterbrechung und es ging weiter durch den Wald. Man trifft bald auf den Wachwitzgrund, dem man nur kurz folgt um kurz darauf auf dem Eichendorffsteig emporzusteigen. Hier ist noch einmal richtig Kondition gefragt! Oben angelangt, befindet man sich im wunderschönen Wachwitzer Höhenpark, in dem sich auch ein schöner Rhododendron-Garten befindet.

Über den Kuckuckssteig im Rochwitzer Busch erreicht man Oberloschwitz mit seinen schönen Villengrundstücken. Hier hat man im Hotel "Schöne Aussicht" die Möglichkeit, sich zu stärken.

Elbblick
Elbblick
Danach geht es weiter über die Treppen des Steinweges zum Veilchenweg, von dem sich gelegentlich wunderschöne Blicke ins Elbtal bieten. Man
Bergbahn
Bergbahn
unterquert hier die Anlage der Loschwitzer Bergschwebebahn, ein technisches Denkmal, das von 1898 bis 1901 erbaut wurde. Sie war die erste ihrer Art in der Welt und verbindet Loschwitz mit Oberloschwitz und überwindet dabei einen Höhenunterschied von 84 m.



Blaues Wunder
Blaues Wunder
Kurz darauf hat man auch schon den Körnerplatz erreicht.Als krönenden
Dresden-Loschwitz
Dresden-Loschwitz
Abschluss der Wanderung genießt man an der Elbe noch bei einem kühlen Getränk den Blick aufs Blaue Wunder.



Wenn man das Auto in Hosterwitz stehen hat, muss man jetzt noch mit dem Bus Nr. 83 fahren...



DichterMusikerMaler-Weg
DichterMusikerMaler-Weg
Diese Wanderung ist übrigens in umgekehrter Richtung die erste Etappe des DichterMusikerMalerWeges von Dresden-Loschwitz bis in die Sächsische Schweiz.

Wenn man in dieser Richtung läuft, bietet sich am Ende ein Besuch im Schloss Pillnitz an...

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October 26, 2008

Unglaublich

Warten auf die Sonne
Warten auf die Sonne
...werden alle denken, die uns kennen! Aber doch: Wir haben es getan!

Wir - ausgewiesene Nachtmenschen und bekennende Langschläfer - sind um kurz vor sechs aufgestanden, um eine reichliche Stunde später auf dem Papststein in der Sächsischen Schweiz zu stehen und auf den Sonnenaufgang zu warten!

Nun könnte man einwenden, dass sich um diese Jahreszeit der Sonnenaufgang früh ja schon etwas Zeit lässt - aber das war nicht der eigentliche Grund. Hauptsächlich ist jetzt im Herbst die Zeit der morgendlichen Elbnebel, welche die an sich schon sehr sehenswerte Landschaft in ein wahres Märchenland verzaubern. Und das wollten wir endlich einmal erleben (Ich plane das seit ungefähr zehn Jahren!)

Morgennebel
Morgennebel
Und was soll ich sagen - wir hatten Glück gleich beim ersten Anlauf, es gab
Sonnenaufgang
Sonnenaufgang
Nebel und es gab Sonne. Um das Schauspiel zu betrachten, gibt es sicher spektakuläre Orte als den Papststein (die Bastei zum Beispiel), aber dieser Berg ist in der Frühe relativ einfach zu besteigen und das war erst einmal ausschlaggebend.



Nebelberge
Nebelberge

Es war einfach wunderschön, an diesem einsamen Ort, nur wir beiden und die Natur....

Nebelzauber
Nebelzauber
Der Nebel waberte, der Himmel nahm alle möglichen Farben an, dann ging die Sonne auf und tauchte die herbstliche Landschaft in goldenes Licht. Ich brauche nicht zu betonen, dass wir viele Fotos gemacht haben!

Als wir uns satt gesehen hatten, stiegen wir wieder ab und kümmerten uns um

Frühstückskaffee
Frühstückskaffee
unseren inzwischen ziemlich knurrenden Magen. Die Bäckerei Rumpelt in Papstdorf ist ein nahegelegener und geeigneter Ort dafür.



Strahlenkranz
Strahlenkranz
Frisch gestärkt stiegen wir dann gleich noch auf den benachbarten Gohrisch, von dem sich auch ein wundervoller Blick in die Landschaft bietet. Auch der Anstieg durch den Wald war ein echtes Erlebnis: Durch die feuchte Luft konnte man die Sonne sozusagen "strahlen" sehen - die Ahs und Ohs nahmen kein Ende und die Speicherkarte wurde noch voller!

Es war ein wunderbarer, erlebnisreicher Tag, auch wenn wir auf der Heimfahrt fast eingeschlafen wären. Früh aufzustehen lohnt sich eben ab und zu!

Weitblick
Weitblick

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