Die „Stadt aus Eisen“ befindet sich am Ortsrand von Gräfenhainichen in der Nähe von Leipzig.
Auf einer Halbinsel im Gremminer See stehen hier fünf ausgediente Schaufelrad- und Eimerkettenbagger, jeweils bis 130 m lang und 30 m hoch und bilden eine gigantische Arena für Großveranstaltungen aller Art. Bis 1991 wurde um die Halbinsel herum Braunkohle abgebaut – nach der Schließung verhinderten ehemalige Bergleute und Visionäre aus dem Umfeld des Bauhauses Dessau die Verschrottung der imposanten Geräte.

Ein Kollege hatte uns Karten für die Show „Pyro-Games“ geschenkt, weil er verhindert war, also machten wir daraus ein abenteuerliches Wochenend-Event!
Der praktischen Überlegung folgend, dass möglicherweise 25000 Menschen (so viele passen in die Arena rein!) nach der Veranstaltung mit dem Auto nach Hause wollen (und weil wir zu faul für zwei Stunden Autofahrt um Mitternacht waren) hatten wir uns in einer Pension ca. 6 km vom Ort des Geschehens eingemietet. Zu Fuß ging es ca. 20 min. die Straße entlang und danach problemlos mit Shuttlebussen zum Veranstaltungsgelände.


Die Wartezeit von 19 Uhr (offizieller Beginn) bis 22 Uhr (Beginn des Feuerwerk-Spektakels) verging mit mittelmäßiger Musik einer Lifeband,Bier trinken, Bratwurstessen, Herumstreifen zwischen den riesigen Geräten mit Fotografieren natürlich (!) Platzwahl, Stativaufbau – und Auf- und Zuspannen des Regenschirmes! JA – es war Regen angesagt – und das Wetter hielt sich daran, mit dunklen Regenwolken, aus denen es regelmäßig tropfte.

Aber das Warten hat sich gelohnt! Es gab vier Feuerwerke von jeweils ca. 10 Minuten Länge – mit Musik und Choreographie. Nummer 1 und 4 machten Gänsehaut mit Musik von Rammstein und den Dire Streets und versetzten uns in Staunen und Begeisterung, die anderen zwei waren schön, aber beliebig.
Es war unheimlich schwer, die Bilder am Himmel in dieser einmaligen Kulisse in Fotos zu verwandeln, die diese Stimmung auch ausdrücken, mit einigen ist es mir ganz gut gelungen wie ich glaube.

Zwischen den Feuerwerken gab es dann noch eine eher mäßige Lasershow eines Berliner Lichtkünstlers.

Mit dem vierten Feuerwerk hatte sich der gelegentliche leichte Regen in ein Schütten verwandelt – also suchten nach dem Ende eigentlich ALLE gleichzeitig das Weite! Die Shuttlebusse waren hoffnungslos überlastet von den Wartenden – wir machten uns mit der anderen Menschenmenge zu Fuß auf – ein gespenstiger Zug Regenschirme durch die nasse Nacht...
Nach reichlich einer Stunde strammen Schrittes kamen wir völlig durchnässt in unserer Pension an – wer weiß wie viele da noch im Stau standen?
Ganz schön anstrengend – aber schön!

Als erstes kommen Bilder vom Gelände, danach die Feuerwerks-Fotos.