...werden alle denken, die uns kennen! Aber doch: Wir haben es getan!

Wir - ausgewiesene Nachtmenschen und bekennende Langschläfer - sind um kurz vor sechs aufgestanden, um eine reichliche Stunde später auf dem Papststein in der Sächsischen Schweiz zu stehen und auf den Sonnenaufgang zu warten!

Nun könnte man einwenden, dass sich um diese Jahreszeit der Sonnenaufgang früh ja schon etwas Zeit lässt - aber das war nicht der eigentliche Grund. Hauptsächlich ist jetzt im Herbst die Zeit der morgendlichen Elbnebel, welche die an sich schon sehr sehenswerte Landschaft in ein wahres Märchenland verzaubern. Und das wollten wir endlich einmal erleben (Ich plane das seit ungefähr zehn Jahren!)

Und was soll ich sagen - wir hatten Glück gleich beim ersten Anlauf, es gab Nebel und es gab Sonne. Um das Schauspiel zu betrachten, gibt es sicher spektakuläre Orte als den Papststein (die Bastei zum Beispiel), aber dieser Berg ist in der Frühe relativ einfach zu besteigen und das war erst einmal ausschlaggebend.



Es war einfach wunderschön, an diesem einsamen Ort, nur wir beiden und die Natur....

Der Nebel waberte, der Himmel nahm alle möglichen Farben an, dann ging die Sonne auf und tauchte die herbstliche Landschaft in goldenes Licht. Ich brauche nicht zu betonen, dass wir viele Fotos gemacht haben!

Als wir uns satt gesehen hatten, stiegen wir wieder ab und kümmerten uns um unseren inzwischen ziemlich knurrenden Magen. Die Bäckerei Rumpelt in Papstdorf ist ein nahegelegener und geeigneter Ort dafür.



Frisch gestärkt stiegen wir dann gleich noch auf den benachbarten Gohrisch, von dem sich auch ein wundervoller Blick in die Landschaft bietet. Auch der Anstieg durch den Wald war ein echtes Erlebnis: Durch die feuchte Luft konnte man die Sonne sozusagen "strahlen" sehen - die Ahs und Ohs nahmen kein Ende und die Speicherkarte wurde noch voller!

Es war ein wunderbarer, erlebnisreicher Tag, auch wenn wir auf der Heimfahrt fast eingeschlafen wären. Früh aufzustehen lohnt sich eben ab und zu!