Es gab Zeiten, da habe ich jedes geschossene Foto aufbewahrt dass ich gemacht habe. Warum? Keine Ahnung. Muss man nicht verstehen. Wahrscheinlich war das der "Könnte man ja vielleicht doch nochmal für irgendetwas gebrauchen"-Effekt. Gerade aber in der digitalen Fotografie sehe ich die Notwendigkeit, bei der Fotosichtung unbrauchbares gleich final zu entsorgen. Denn auch wenn es zunächst kein Geld kostet, so müllt man sich einfach damit zu und der Kauf der nächsten Sicherungsplatte kommt dann schneller näher als einem lieb ist.

Daher mache ich es jetzt so, das bei der ersten Sichtung zweifelsfreies Material gleich in die Tonne geht. Sei es, das es technisch daneben ist und auch Feiningers Leitspruch es nicht besser macht, sei es, dass es mir einfach gar nicht mehr gefällt und ich davor sitze und mich frage: "Was hast Du Dir dabei eigentlich gedacht?". Bei den Bildern, bei denen ich nicht hundertprozentig sicher bin setze ich in Lightroom eine Markierung, anhand der ich später das Foto nochmal leicht finden und nochmals beurteilen kann.