Heute abend um 19:00 Uhr wird die Ausstellung Chargesheimer, Bohemien in Köln 1924-1971
im Museum Ludwig in Köln eröffnet.

Die Ausstellung zeigt einen umfassenden Überblick über das fotografische Werk des Kölner Fotografen und Künstlers Chargesheimer, von den kameralosen Experimenten, den Portraits und den Fotoessays bis zu den Theaterfotografien. Neben dem umfangreichen Nachlass, der sich im Museum Ludwig befindet, werden auch bislang völlig unbekannte Portraits von Chargesheimer, die ihn mal melancholisch, mal wütend und mal schmunzelnd zeigen, in dieser Ausstellung zu sehen sein.

Wikipedia schreibt zu Chargesheimer:

Carl-Heinz Hargesheimer (Künstlername: Chargesheimer) (* 19. Mai 1924 in Köln; † 31. Dezember 1971/ 1. Januar 1972 ebda.) war ein deutscher Fotograf.

Chargesheimer studierte nach dem 2.Weltkrieg an den Kölner Werkschulen, Grafik und Fotografie. Sein Interesse galt verschiedenen Künsten, wie Oper, Schauspiel, Bühnenspiel, Kostümentwurf und Malerei, jedoch hauptsächlich der Fotografie.

Ab 1950 experimentierte Chargesheimer mit abstrakten Lichtstrukturen auf Fotopapier und Fotomontagen. Ab 1955 arbeitete er als freier Fotograf und wurde sowohl durch seine dynamisch-aggressiven Portraits von Personen des öffentlichen Lebens (z. B. Konrad Adenauer), wie durch lebensnahe Reportagen über seine Landsleute bekannt.

Er veröffentlichte 14 Bildbände mit verschiedenen Themen wie Städte, Landschaften, Theater. Nebenbei erschuf er Meditationsmühlen, bewegte Skulpturen aus Acrylglas. Zuletzt veröffentlichte er seine Arbeit Köln 5Uhr30.

Die „Deutsche Gesellschaft für Photographie“ DGPh zu Köln ehrte Chargesheimer 1968 mit ihrem Kulturpreis.

Der Chargesheimerplatz in Köln

Auf Initiative der Chargesheimer Gesellschaft wurde am 20. Oktober 2006 in Köln ein kleiner Platz zwischen Dom und vor dem Altem Wartesaal des Hauptbahnhofs Chargesheimerplatz benannt. Eine Bronzetafel am Alten Wartesaal erinnert an Chargesheimer.