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June 1st, 2008

Christin von M.: "spürbar" + traduko: "sentebla" de Cezar


spürbar


es ist wie
ein sanftes halten
deiner hand,
oder wie ein
berühren
sacht
deiner lippen
einen liebevoll zarten kuß
darauf gehaucht
das gefühl
haut auf haut
ganz nah
sich zärtlich reibend
das ich spüre
wenn ich an dich denke.


ein umklammern und festhalten
meiner und deiner seele
ein miteinander fliegen
in glückseligkeiten schwimmen
und eintauchen


ein gedanke an dich


der sich auf mich setzt
wenn ich so traurig bin
und der mich unendlich
glücklich macht.


© C.v.M.
* Christin *



sentebla


estas kiel
delikata tenado
de via mano,
aŭ kiel tuŝado
singardema
de viaj lipoj
amoplena karesema kiso
spirita sur ilin
la sento
de haŭto sur haŭto
tute proksime
softe frotiĝanta
kion mi sentas
kiam mi pensas pri vi


ĉirkaŭbrako kaj firmtenado
de mia kaj de via animo
kuna flugado
naĝi en feliĉecoj
kaj sin trempi en ĝin

penso pri vi


sidiĝanta sur min
kiam mi estas malgaja
faranta min
senfine feliĉa.


© C.d.M.
* Christin *

 

 

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June 1st, 2008

Hans-Georg Kaiser: Vorstadtlichter

 

 

 

Hans-Georg Kaiser

Vorstadtlichter


 

Nebel, dichter,
ein paar Lichter
flackern in der Runde.
In der Vorstadt,
die kein Geld hat,
heulen viele Hunde.

Marktplatzmitte
hallen Schritte,
die in schiefes Lachen,
ungelegen
in den Regen
auf das Pflaster krachen.

In den Lichtern
und den Dichtern
reifen böse Träume.
Frauen denken
in den Schänken:
Träume sind nur Schäume.

Nebel streifen,
Schritte schweifen,
suchen eine Bleibe.
Ein Gehetzter
und Verletzter
bricht durch eine Scheibe.

 

weitere Gedichte in:

www.schorschkultur.de



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June 2nd, 2008

Thomas Mann: Mi estas la imperiestro- Ich bin der Kaiser

 

Tomaso Mann

El la konfesoj de la kavaliro-trompisto Feliks Krul (romano)


Mi estas la imperiestro

"Estante fantasta infano, mi donis pro miaj ideoj kaj imagoj al miaj domkunuloj multe da ŝtofo por gajeco. Mi pensas, ke mi bone memoras, kaj ofte oni rakontis ĝin al mi, ke mi, kiam mi ankoraŭ estis vestita per jupeto, volonte ludis, ke mi estu la imperiestro, kaj mi insistis pri tiu supozo certe dum horoj kun granda obstineco. Sidante en malgranda seĝoĉaro, en kiu mia servistino ŝovis min sur la ĝardenvojoj aŭ sur la domkoridoro, ial mi ŝovis mian buŝon tiom multe kiom eblis malsupren, tiel ke mia supra lipo senmezure plilongiĝis, kaj mi tikis lante per la okuloj, kiuj ne nur sekve de la distordo, sed ankaŭ pro mia interna tuŝiteco ruĝiĝis kaj pleniĝis per ploroj. Silente kaj tuŝita de mia aĝeco kaj granda indo, mi sidis en la ĉareto; sed mia servistino estis devigita informi ĉiun renkontaton de la fakto, ĉar misatento de mia kaprico min amarigus ĝisekstreme. " Mi veturigas ĉi tie la imperiestron,"ŝi raportis, dume ŝi metis en neinstruita maniero la platan manon salutante al tempio, kaj ĉiu riverencis al mi. Ankaŭ, ĉar mia babtopatro Schimmelpreester, kiu ĉiam emis al ŝercoj, obeis al mia volo, kiam li tiel renktontis min kaj plifortigis ĉiamaniere mian aplombon. "Jen vidu, jen li veturas, la heroo-maljunulo!" li diris, dume li kliniĝis nenature profunde. Kaj tiam li starigis sin kiel popolo al mia vojo kaj ĵetis vivukriante sian ĉapelon, sian bastonon kaj eĉ la okulvitrojn en la aeron, por preskaŭ ridi ĝiskreve, kiam pro kortuŝiteco ruliĝis la ploroj al mi trans la longe tirita supra lipo. Kaj tiam li stargis sin kiel popolo al mia vojo kaj ĵetis vivukriante sian ĉapelon, sian bastonon kaj eĉ la okulvitrojn en la aeron, por preskaŭ ridi ĝisdamaĝei, kiam la ploroj pro kortuŝiteco ruliĝis trans la longe tiritan supran lipon.

Thomas Mann

Aus den Bekenntnissen des Hochstaplers Felix Krull (Roman)


Ich bin der Kaiser

Ein phantastisches Kind, gab ich mit meinen Einfällen und Einbildungen den Hausgenossen viel Stoff zur Heiterkeit. Ich glaube mich wohl zu erinnern, und oft ist es mir erzählt worden, dass ich, als ich noch Kleidchen trug, gerne spielte, dass ich der Kaiser sei, und auf dieser Annahme wohl stundenlang mit großer Zähigkeit bestand. In einem kleinen Stuhlwagen sitzend, worin meine Magd mich über die Gartenwege oder auf dem Hausflur umher schob, zog ich aus irgendeinem Grunde meinen Mund so weit wie möglich nach unten, so dass meine Oberlippe sich übermäßig verlängerte, und blinzelte langsam mit den Augen, die sich nicht nur infolge der Verzerrung, sondern auch vermöge meiner inneren Rührung röteten und mit Tränen füllten. Still und ergriffen von meiner Betagtheit und hohen Würde, saß ich im Wägelchen; aber meine Magd war gehalten, jeden Begegnenden von dem Tatbestande zu unterrichten, da eine Nichtachtung meiner Schrulle mich aufs äußerste erbittert haben würde. „Ich fahre hier den Kaiser spazieren”, meldete sie, indem sie auf unbelehrte Weise die flache Hand salutierend an die Schläfe legte, und jeder erwies mir Reverenz. Zumal mein Pate Schimmelpreester, stets zu Possen geneigt, war mir zu Willen, wenn er mich so antraf, und bestärkte mich, auf alle Weise in meinem Dünkel. „Seht, da fährt er, der Heldengreis!”, sagte er, indem er sich unnatürlich tief verbeugte. Und dann stellte er sich als Volk an meinen Weg und warf vivatschreiend seinen Hut, seinen Stock und selbst seine Brille in die Luft, um sich beinahe zu Schaden zu lachen, wenn mir vor Erschütterung die Tränen über die lang gezogene Oberlippe rollten.

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June 2nd, 2008

Frederiko Ŝiller: La ganto - Friedrich Schiller: Der Handschuh

Der Handschuh - La ganto
Der Handschuh - La ganto

Friedrich Schiller

Der Handchuh

Vor seinem Löwengarten,
Das Kampfspiel zu erwarten,
Saß König Franz,
Und um ihn die Großen der Krone,
Und rings auf hohem Balkone
Die Damen in schönem Kranz.

Und wie er winkt mit dem Finger,
Auf tut sich der weite Zwinger,
Und hinein mit bedächtigem Schritt
Ein Löwe tritt
Und sieht sich stumm
Rings um,
Mit langem Gähnen,
Und schüttelt die Mähnen
Und streckt die Glieder
Und legt sich nieder.

Und der König winkt wieder,
Da öffnet sich behänd
Ein zweites Tor,
Daraus rennt
Mit wildem Sprunge
Ein Tiger hervor.
Wie der den Löwen erschaut,
Brüllt er laut,
schlägt mit dem Schweif
Einen furchtbaren Reif
Und recket die Zunge,
Und im Kreise scheu
Umgeht er den Leu
Grimmig schnurrend;
Darauf streckt er sich murrend
Zur Seite nieder.

Und der König winkt wieder,
Da speit das doppelt geöffnete Haus
Zwei Leoparden auf einmal aus,
Die stürzen mit mutiger Kampfbegier
Auf das Tigertier;
Das packt sie mit seinen grimmigen Tatzen,
Und der Leu mit Gebrüll
richtet sich auf – da wird’s still,
Und herum im Kreis,
Von Mordsucht heiß,
Lagern die gräulichen Katzen.

Da fällt von des Altans Rand
Ein Handschuh von schöner Hand
Zwischen den Tiger und den Leun
Mitten hinein.

Und zu Ritter Delorges spottender Weis’
Wendet sich Fräulein Kunigund:
„Herr Ritter, ist Eure Lieb’ so heiß,
wie Ihr mir’s schwört zu jeder Stund,
Ei, so hebt mir den Handschuh auf.“

Und der Ritter in schnellem Lauf
Steigt hinab in den furchtbaren Zwinger
Mit festem Schritte,
Und aus der Ungeheuer Mitte
Nimmt er den Handschuh mit keckem Finger.

Und mit Erstaunen und mit Grauen
Sehen’s die Ritter und Edelfrauen,
Und gelassen bringt er den Handschuh zurück.
Da schallt ihm sein Lob aus jedem Munde,
Aber mit zärtlichem Liebesblick –
Er verheißt ihm sein nahes Glück –
Empfängt ihn Fräulein Kunigunde.
Und er wirft ihr den Handschuh ins Gesicht:
„Den Dank, Dame, begehr ich nicht“,
Und verlässt sie zur selben Stunde.

Frederiko Ŝiller

La ganto


Ĉe sia ĝarden' sovaĝbesta
Atendis je l' lukto, la festa,
Francisko, reĝ' de l' land'.
Ĉirkaŭo granduloj de l' Krono,
Kaj ringe sur alta balkono
Sinjorinoj en bela girland'.

Nun signon per fingro li faras.
Kaj kaĝo malferme ekknaras,
Kaj venas leono el kaŝ',
Kun peza paŝ',
Ĉirkaŭrigardas tute
Mute,
Kun longaj oscedoj,
Kaj streĉo de piedoj,
Kapharojn svingas skue,
Sin sternas enue.

Kaj la reĝo signas due.
Jen: malfermita
La dua pordo kaĝa
Kaj kun salto subita
El kaĝo elĵetas
Sin tigro sovaĝa.
Je l' ekvid' de l' leono.
Kun hurla sono

Ĝi faras vost-svinge
Teruran frapon ringe
Kaj langon elmetas.
Al la leon' proksime
Rondiras ĝi time.
Kolere ternas,
Kaj murmure sternas
Sin flanke, tie.

Kaj la reĝo signas trie.
Kaj nun tra faŭko duobla la dom'
Du leopardojn elĵetas per vom'.
Tuj ili kuraĝe batali pretas,
Sur tigron sin ĵetas.
Refrapas ĝi per koleraj ungbatoj.
Kaj la leono ekblekas,
Sin levas. Nun silent' ekregas.
En ringo, arda pro l'
Murdosoifa vol'.
Kuŝas nun la teruraj katoj.

Kaj falas de la altano
Nun ganto el bela mano.
Inter la tigron kaj leonon
En mezo-zonon.

Kaj al kavaliro Delorges parolas
Fraŭlin' Kunigunda mokante:
»Sinjoro, se am' via vere bolas,
Kiel vi ĵuradis konstante,
Nu, reportu la ganton do!«

Kaj salte descendas la hero'
Firmpaŝe al la terura ringo,
Kaj el la proksim'
De l' monstroj sen tim'
Li levas la ganton per aŭdaca fingro.

Vidas sen spiroj kaj kun admiroj
Ĝin nobelinoj kaj kavaliroj.
Li portas la ganton kun paŝo kvieta.
Kaj tondras el buŝoj la laŭdo glore,
Sed kun karesa rigard' rideta,
— En ĝi brilas promeso ampreta —
Lin Kunigunda akceptas plej kore.
Kaj la ganton alvange li al ŝi ĵetas:
»Sinjorino, la dankon mi ne petas!
Kaj forlasis li ŝin samhore.

tradukis Kaloĉaj

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June 3rd, 2008

Hans-Georg Kaiser: Domino

Domino
Domino



Hans-Georg Kaiser

DOMINO


Jeder fällt beim Domino,
trotzdem sind sie alle froh.
Was will dieses Spiel uns sagen?
Dass wir uns umsonst beklagen?

Sollen wir dem Schicksal glauben?
Oder viele Steine klauben?
Sollten wir die Regeln kennen,
oder uns vom Spiele trennen?

Gibt es eine Schicksalsreihe?
Ist es nur die Kriegerweihe?
Wenn die Spieler alle fallen,
wer kann da noch wem gefallen?

Ist die Wirkung unvermeidlich?
Ist Kausales immer zeitlich?
Beisst die Schlange sich am Schwanz,
sind wir nur im Kreis noch ganz?

Domino, voll Klang, der Name,
Spielvertreib für eine Dame.
Domino dem Glück verbunden,
fern der Welt für ein paar Stunden.

Domino, man kann verlieren,
muss im Tollhaus nicht krepieren.
Nicht im Spiel wirst du belogen,
um dein Leben gar betrogen.

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June 3rd, 2008

Christin .v.M. Ferne weht -Foro flirtas

Fernzüge
Fernzüge

foro flirtas

sur la reloj 7-8
alternas trajnoj
ĵetiĝas alvenantoj
el la sufokigaj vagonoj

en la mordiĝema violo
griziĝas la vespera ĉielo
ĝoje ĉirkaŭbrakas sin
lacigitaj vojaĝantoj
kun atendantaj sopirofiguroj.

forsinkas
sensone
en la nokto
en nenion.


kaj tie
ŝteliras la vesperkrepusko
laŭ la perono
blovas al la enirantoj
bonfartvolupton en la nukon

la pordoj almozpetas
pri pasaĝeroj
krakas la forsopiro
sur la mekanismon
la klinko libero fermas ĝin


en fenestro
mansvingas blankaj poŝtukoj
la lastan mesaĝon
tiam rapide
ankoraŭ sur la vitron premitan
gratitaj koroj
vivraportoj en kurta formo

ploro ruliĝas al vi
trans la adiaŭvizaĝon


en akra fajfsono
forsinkas ruĝfinlumoj
nebuligitaj en la vizaĝoj
de la postrestintoj.

la foro paliĝas

la proksimo eĉ pli proksimas

la sekvan fojon
kun-en-iro.



© C.v.M.

* Christin *



Ferne weht

auf dem gleis 7 - 8
übergeben sich züge
werfen sich ankommende
aus den erstickenden abteilen

im verbissenen lila
ergraut der abendhimmel
froh umarmen sich
erschöpft reisende
mit wartenden
sehnsuchtsgestalten

versinken
lautlos
in der nacht
in nichts.


und dort
schleicht die dämmerung
entlang am bahnsteig
bläst den einsteigenden
wohlfühlwonne ins genick

die türen betteln
nach passagieren
es knallt das fernweh
auf den mechanismus
die klinke freiheit schließt


im fenster
winken weiße taschentücher
die letzte botschaft
dann in eile
noch auf die scheibe gedrückt
gekratzte herzen
lebensläufe in kurzform

es rinnt die träne
dir übers abschiedsgesicht


im grellen pfiff
versinken rotschlußlichter
vernebelt in den gesichtern
der dagebliebenen.

die ferne verblasst

die nähe wird noch näher

das nächste mal
ein
mit. ein. steigen .




© C.v.M.

* Christin *


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June 12, 2008

Zerschmettert in den Siegeshallen

 

 

Hans-Georg Kaiser

Zerschmettert in den Siegeshallen


Ich wollte einen Traum beschreiben,
bei dir noch etwas sitzen bleiben.
Doch Du hast mich schnell weggezogen
und mich mit deinem Blick gewogen.

Ich sah fast wie ein Feigling aus
und trottete verwirrt nach Haus.
Was kann ich dir von mir denn geben?
Ich gäb' dir alles, auch mein Leben.

Doch darfst du niemals wieder weinen,
die Sonne soll am Sonntag scheinen.
Am Montag und an Wochentagen
darf uns der Regen redlich plagen.

Du siehst mich an, so sehr beflissen,
ich bin ein Tor, und kann's nicht wissen.
Ich kann mit dir nur fort mich träumen
und fliegen in Fantasias Räumen.

Doch sah ich dich im Traum dann fallen,
zerschmettert in den Siegeshallen.
Mein Kind, ich musste selber weinen,
entsetzlich war mir dein Erscheinen.

Du warst aus Eis und ganz verwandelt.
Du hattest mit dem Tod verhandelt.
Er musste sich noch einmal wenden
und hatte Blut an seinen Händen.

Der Traum, so tief in mir vergraben,
wird niemals wieder Ruhe haben.
Er ist nun wieder auferstanden
macht alle Hoffnung mir zuschanden.

Siehst du wie meine Tränen fliessen,
die heiss mir aus den Augen schiessen?
Der böse Traum - ich seh dich schwanken.
Du brichst zusammen bei den Kranken.

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June 12, 2008

Christin v. Margenburg: Hejme - Zu Hause

 

Hejme


varma
kaj odoranta
kiel freŝa tero -
la hejmlando

kiel patrino
kaj amo,
kun malfermaj brakumoj
ŝirmata

konfideco

sinki
en memorojn el la infaneco
kaj fermi la lacajn okulojn
en balancseĝo

kaj post mi
la klakado de la kudriloj.

hejmlando.


© Christin von Margenburg
* Christin *

tradukis Cezar



Zu Hause



warm
und duftend
wie frische erde -
die heimat

wie mutter
und liebe
mit offenen armen
geborgen

vertrautheit

einsinken
in kindheitserinnerungen
und die müden augen schließen
im schaukelstuhl

und hinter mir
das klappern von stricknadeln.

heimat.


© Christin von Margenburg
* Christin *

 

 


Discover Lynyrd Skynyrd!
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June 13, 2008

Christin von Margenburg: Sentopensolando - Gefühlsgedankenland

 

Sentopensolando




facetoriĉa pensoparalelo

mozaikligitecoj

tuta


NI


ebriiga sentogvidado,

la mondo brakumas nin

turniĝanta tempo

dancante cirklantaj

infananimoj

la amo kantas

kanton.



© C.v.M.

* Christin *

 

tradukis Cezar

 


Gefühlsgedankenland





facettenreiche gedankenparallele

mosaikverbundenheiten

ein ganzes


WIR


berauschendes gefühlsgeleit,

die welt umschlingt uns

drehende zeit

tanzend kreisende

kinderseelen

die liebe singt

ein lied.



© C.v.M.

* Christin *


Discover Maurane!
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June 13, 2008

Ch.v. Margenburg: SENKONSILOJ KONSTRUEJE

 

Christin v. Margenburg

senkonsiloj konstrueje


senkonsiloj
mia dezerto en la kapo
soifas al viaj vortoj
de l' amo

demandosignoj
sur vaka papero
de kunrompita

kvieto

ni konstruis domojn en la dezerto

en la flankstrato
mi starigos la ŝildon:

atenton konstruejo!

© C.v.M.

 

DAS DEUTSCHE ORIGINAL!

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June 14, 2008

Cezar: Se miaj vortoj kriĉas kiel dragiloj


Ege kolera
Ege kolera

pentris Cezar



Cezar

Se miaj vortoj kriĉas kiel dragiloj



Se miaj vortoj kriĉas kiel dragiloj
kaj miaj frazoj kiel ŝtanciloj tamburas,
ĉu mi tiukaze estas tro laŭta?
Se miaj dozrohattiradoj
frakasas krake vilaojn,
ĉu mi tukaze estas tro laŭta?
Se mia voĉo volus supersoni
la trompetojn de Jeriĥo,
ĉu mi ankaŭ tiukaze estas ankoraŭ tro laŭta?
Se mi krias pro tiom da maljusteco,
ĉu mi tiukaze vere estas tro laŭta?

Se la muroj de l' mondo
de mia voĉo ekhavas fendojn,
ĉu mi tiukaze estas tro laŭta?
Ĉu mi tiukaze estas laŭta?
Vere laŭta?!

Aŭ tamen ne sufiĉe laŭta?
Aŭ multe tro mallaŭta?

.....

Sed unue foje envenu al mi,
ĉe mi vi rajtas krii.



Hans-Georg Kaiser


Wenn meine Worte wie Bagger kreischen



Wenn meine Worte wie Bagger kreischen,
und meine Sätze wie Stanzen trommeln,
bin ich dann zu laut?
Wenn meine Planierraupenhasstiraden
Villen krachend zermalmen,
bin ich dann zu laut?
Wenn meine Stimme
die Trompeten von Jericho übertönen will,
bin ich dannn immer noch zu laut?
Wenn ich schreie vor so viel Unrecht,
bin ich dann wirklich zu laut?

Wenn die Mauern der Welt
von meiner Stimme
Risse bekommen,
bin ich dann zu laut?
Wirklich zu laut!?
Zu laut?!

Oder doch nicht laut genug?
Oder noch viel zu leise?

.......

Aber kommen sie
erst einmal herein zu mir,
bei mir dürfen sie schreien.



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June 14, 2008

H.- G. Kaiser: Klimmzüge, Troggs- Wild thing, songtext

 

dronanto
dronanto

 

 

Hans-Georg Kaiser

Klimmzüge

(Gedicht in Flohmanier)


Ich hing mich auf am großen H
fürs Vaterland hipp, hipp, hurra!
Ich übte so den Klimmzeug ein.
Turnvater Jahn, so soll es sein!

Ich baute Welten auf zum Staunen,
dass gar die Dichterinnen raunen.
Und eine wollte mir schlafen
in meinem Bett, in meinem Hafen.

Sie schaute mich verdächtig an,
da ward mir plötzlich anders dann.
Weil ich den Zug am H riskierte
und dabei hin zum Bette stierte.

Ich baumelte in meinen Zimmer,
ein Gliederstrecken, immer schlimmer.
Sie suchte gar nach mir zu fassen
und wirkte dabei sehr gelassen.

Ich wollte mich schon oft verlieben.
Und nicht nur eine Nummer schieben.
So sagte ich, spring nur hinein
und mach dich lang, denn du hast Schwein.

So hat sie meine Lust erweckt.
und mich dabei durchaus erschreckt.
Sie bläst die schönsten Liebeslieder
auf meiner Flöte – morgen wieder.

 

 

 

 

The Troggs

Wild thing

 

 

Wild thing
you make my heart sing
you make everything groovy
wild thing

Wild thing I think I love you
but I wanna know it for sure
so come hold me tight
I love you

Wild thing
you make my heart sing
you make everything groovy
wild thing

Wild thing I think you move me
but I wanna know it for sure
so come on and hold me tight
you move me

Wild thing
you make my heart sing
you make everything groovy
wild thing

Oh come on come on wild thing
shake it shake it wild thing
I love you

 


Discover The Troggs!
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June 14, 2008

P.B. Shelley: Ozymandias

Ozymandias
Ozymandias

OzymandiasII
OzymandiasII

Ozymandias


Discover Qntal!

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Ozymandias (auch: Osymandias) ist sowohl die gräzisierte Version des Thronnamens User-maat-Re des ägyptischen Pharaos Ramses II. als auch der Titel eines berühmten Gedichts von Percy Bysshe Shelley aus dem Jahr 1817.

In dem Sonett geht es um die Erzählung eines Wanderers, der in einer Wüste auf ein zerfallenes Monument des Königs Ozymandias stößt. Thema ist die Vergänglichkeit irdischer Werke. Das Gedicht wurde Dezember 1817 im Rahmen eines Schreibwettbewerbes verfasst und Januar 1818 zuerst publiziert. Trotz seiner andauernden Popularität wird es nicht als eines der bedeutendsten Werke Shelleys angesehen.

Inhaltsverzeichnis

[Verbergen]


Englischer Originaltext

I met a traveller from an antique land
Who said: "Two vast and trunkless legs of stone
Stand in the desert... Near them, on the sand,
Half sunk, a shattered visage lies, whose frown,
And wrinkled lip, and sneer of cold command,
Tell that its sculptor well those passions read
Which yet survive, stamped on these lifeless things,
The hand that mocked them, and the heart that fed:
And on the pedestal these words appear:
'My name is Ozymandias, king of kings:
Look on my works, ye Mighty, and despair!'
Nothing beside remains. Round the decay
Of that colossal wreck, boundless and bare
The lone and level sands stretch far away."

Übersetzung [Bearbeiten]

Eine Übersetzung wird aufgrund der gebundenen Sprache und der ungewöhnlichen Verwendung des Verbes "to mock" in der Bedeutung "nachbilden" und nicht "nachäffen" oder "verspotten" immer nur eine Näherung sein können. Eingedenk dieser Tatsache könnte eine nicht exakt wortgetreue Übersetzung unter Vernachlässigung des originalen Reimschemas ABABACDCEDEFEF aber wie folgt lauten:

Ich traf einen Wanderer aus einem alten Land,
der sprach: "Zwei mächt'ge Beine aus Stein,
ohne Rumpf, stehn in der Wüste.
Nahebei, halb verweht, zerschlagen, ruht das Gesicht im Sand,
Gestreng gekräuselt die Lippen, verachtungsvoll und kalt befehlend,
Kündend, wie wohl der Künstler die Leidenschaften las,
die, eingeprägt in leblosen Stein, noch überdauern -
die Hände, die sie nachbildeten und das Herz, das sie nährte.
Und auf dem Sockel zeigen sich diese Worte:
"Mein Name ist Ozymandias, König der Könige!
Erblickt meine Werke, Ihr Mächtigen, und verzweifelt!"
Nichts daneben ist geblieben. Rund um die Trümmer
der kolossalen Ruine, endlos und öd,
einsam und eben, erstrecken sich nur Sande weithin.

Diese frühe, wenn nicht erste deutsche Übertragung ist von Ret Marut, später berühmt gewordenbwrden als B.Traven:

Ozymandias

Von Percy Bysshe Shelley


Ich begegnete einem Wanderer, der, kommend aus altem Lande
Mir sagte: "Zwei ungeheure und rumpflose Beine aus Stein
Stehen in der Wüste. Nahe bei ihnen auf dem Sande
Halb versunken, liegt ein zerbrochnes Gesicht, dessen gerunzelte Stirn
Und gerümpfte Lippen und ein Grinsen kalten Befehls
Erzählen, daß sein Bildner sehr wohl jene Leidenschaften las
Die, aufgedrückt diesen leblosen Trümmern, noch übrig blieben
Und von seiner Hand, die jene verhöhnte und das Herz sich daran weidete.
Und auf dem mächtigen Sockelsteine erscheinen diese Worte
,,,, Mein Name ist Ozymandias, König der Könige:
Betrachte meine Werke, Allmächtiger, und verzweifle! ''''
Nichts anderes sonst, als diese Reste. Rund umher der Verfall
Jenes übergewaltigen Wracks, grenzenlos und dürftig
Dehnt sich einsamer und ebener Sand weit hinaus in die Fernen."

aus Ret Marut, Der Ziegelbrenner; 1 Jahr 1.September 1917 Heft 1, Verlag Klaus Guhl, Dezember 1976

Literatur [Bearbeiten]

  • Reiman, Donald H. and Sharon B. Powers. Shelley's Poetry and Prose. Norton, 1977. ISBN 0-393-09164-3.
  • Shelley, Percy Bysshe and Theo Gayer-Anderson (illust.) Ozymandias. Hoopoe Books, 1999. ISBN 977-5325-82-X
  • Rodenbeck, John. “Travelers from an Antique Land: Shelley's Inspiration for ‘Ozymandias,’” Alif: Journal of Comparative Poetics, no. 24 (“Archeology of Literature: Tracing the Old in the New”), 2004, pp. 121-148.


Weblinks [Bearbeiten]

www.traven.cezarpoezio.de/47.html



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June 16, 2008

Joachim Ringelnatz: Ĉie estas miroland' - Überall ist Wunderland



Ringelnatz - Kosename: Ringel
Ringelnatz - Kosename: Ringel

Ringelnatz

Ĉie estas miroland'


Ĉie estas miroland'.
Ĉie vivo estas.
Ĉe mia onjo en ŝtrumpruband'
Aŭ tuj apude restas.
Ĉie estas malhelec'.
Idoj patroj iĝas.
Nura moment' sufiĉas
kaj jam mortas io je pec'.
Ĉie estas eternec'.

Se vi spiris al limak',
ĝi, ŝrumpinta, enas.
Al limako en konjak'
blankaj musoj venas.

tradukis Cezar


PS: blankaj musoj = delirio



Joachim Ringelnatz

Überall ist Wunderland


Überall ist Wunderland.
Überall ist Leben.
Bei meiner Tante im Strumpfenband.
Wie irgendwo daneben.
Überall ist Dunkelheit.
Kinder werden Väter.
Fünf Minuten später
Stirbt sich was für einige Zeit.
Überall ist Ewigkeit.

Wenn Du einen Schneck behauchst,
Schrumpft er ins Gehäuse.
Wenn Du ihn in Kognak tauchst,
Sieht er weiße Mäuse.

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June 16, 2008

Cezar: Laŭte kaj mallaŭte - H.-G. Kaiser: Laut und leise


Dezibel-skala
Dezibel-skala

 

 

Cezar

Laŭte kaj mallaŭte



Esti mallaŭta ne estas malforto,
se tio ĉi estas devigita.
Esti laŭta ne estas krimo,
se la cirkonstancoj postulas tion.
Laŭteco estas, ĉar estas mallaŭteco.

Mallaŭtecon oni ne rajtas ordoni,
ĉar tiukaze estus jam nur mortula kvieto,
devigita tombeja paco.
Tiukaze eble estas la frido en la malsanulejo,
la indiferenteco de la parencaro,
la malespero kaj timo
de la neamataj.

Laŭta oni ne estu pro malico,
ĉar tiukaze estus nur senrespekta kaj stulta
esti laŭta.

Oni kisas laŭte kaj mallaŭte.
Mallaŭta kanto povas movi milionojn de homoj.
Sed ankaŭ laŭta marŝmuziko.
Laŭtaj estas la buldozoj kaj la foirejkriistoj,
mallaŭtaj enamiĝintoj ĉe finna tango.

Feliĉaj estas tiuj, kiuj ne devas esti mallaŭtaj.
Malfeliĉaj tiuj, kiuj elkrias sian koleron.

 

Hans-Georg Kaiser

Laut und leise


Leise sein ist kein Versagen,
wenn es aufgezwungen wird.
Laut sein ist kein Verbrechen,
wenn es die Umstände erfordern.
Lautes gibt es, weil es das Leise gibt.

Leise sein darf nicht verordnet werden,
denn dann ist es nur noch Totenstille,
erzwungene Friedhofsruhe.
Dann ist es vielleicht die Kälte im Krankenhaus,
die Gleichgültigkeit der Angehörigen,
die Verzweiflung und die Angst
der Ungeliebten.

Laut sein darf man nicht aus Gemeinheit,
denn dann ist es rücksichtslos und dumm
laut zu sein.

Geküsst wird laut und leise.
Ein leises Lied kann Millionen bewegen,
ein lauter Marsch aber auch.
Laut sind die Bulldozer und die Jahrmarktschreier,
leise Verliebte beim finnischen Tango.

Glücklich sind die, die nicht leise sein müssen.
Unglücklich jene, die ihren Zorn herausschreien.

 

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June 17, 2008

Georg Heym: Ĉiuj pejzaĝoj

Ĉiuj pejzaĝoj
Ĉiuj pejzaĝoj

 

Georg Heym

Ĉiuj pejzaĝoj


Ĉiuj pejzaĝoj plenas
jam de l' blua hor',
ĉiu bosk' kaj arb' de l' rivero
ŝvelanta al norda for'.

Blankaj eskadroj, nuboj,
densa velobend'.
Bordaj foroj ĉiele post ili
perdiĝas en lum' kaj vent'.

Se l' vesperoj sinkas
kaj dorm' lulas nin,
iras la sonĝoj, la belaj,
facilpiede en nin.

Ili ludas timbalojn,
helajn, sen sovaĝ'.
Kelkaj flustras kaj tenas
lumojn ĉe la vizaĝ'.


Georg Heym

Alle Landschaften

Alle Landschaften haben
Sich mit Blau erfüllt.
Alle Bäume und Büsche des Stromes,
Der weit in den Norden schwillt.

Leichte Geschwader, Wolken,
Weiße Segel dicht.
Die Gestade des Himmels dahinter
Zergehen in Wind und Licht.

Wenn die Abende sinken
Und wir schlafen ein,
Gehen die Träume, die schönen,
Mit leichten Füßen herein.

Zymbeln lassen sie klingen
In den Händen licht.
Manche flüstern und halten
Kerzen vor ihr Gesicht.


Georg Heym (1887-1912)

Li estis la filo de prusa justicoficisto, vizitis la gimnazion kaj ekstudis sen la plej eta emo jurosciencon. En liaj taglibroj reveme staras apud Baudelaire, Verlaine, Rimbaud, Keats, Shelley, la nomoj de Kleist, Grabbe, Büchner. "En miaj sonĝoj mi ĉiam vidas min kiel Dantonon aŭ kiel viron sur la barikado..."

Er war der Sohn eines preussischen Justizbeamten, besuchte das Gymnasium und fing an ohne die geringste Neigung Jura zu studieren. In seinem Tagebüchern stand er träumerisch neben Baudelaire, Verlaine, Rimbaud, Keats, Shelley, den Namen von Kleist, Grabbe, Büchner. "In meinen Träumen war ich immer wie Danton oder ein Mann auf der Barrikade."


En januaro de la jaro 1912 li dronis ĉe la sketado sur la glacio en la rivero Havel.

Im Januar des Jahres 1912 ertrank er beim Eislaufen auf der Havel.

 


La frua perfektiĝinto postlasis malampleksan verkon. "Sed tiuj tricent paĝoj kvindek jarojn okupis kaj traskuis legantojn kaj komentistojn. Estis antaŭ ĉio kelkaj poemoj kiel 'Kun la veturantaj ŝipoj', 'Viaj okulharoj, la longaj', 'Berlino', kiuj ĉiam restis efikaj, novaj, ekzemplodonaj. Neniu, kiu legis tiujn strofojn, povis forgesi ilin tute. Neniu antologio, kiu pretendis esti valora, povis esti sen ili...

Der früh Vollendete hinterliess nur ein schmales Werk. "Aber diese 300 Seiten beschäftigten und erschütterten fünfzig Jahre lang Leser und Kommentatoren. Es waren vor allem einige Gedichte wie 'Mit den fahrenden Schiffen', 'Deine Wimpern, die langen', 'Berlin', die immer wirksam blieben, neu., beispielgebend. Niemand ,der diese Strophen las, konnte ihn ganz vergessen. Keine Anthologie, die Anspruch machte wertvoll zu sein, konnte ohne ihn auskommmen...

 

Georg Heym konsternis la tempkunulojn kaj la postnaskitojn per malvasta verko, kiu senpardone aŭguris teruron kaj pereon, kiam aliaj ankoraŭ diboĉis en ekstremaj idilioj..." (laŭ la dorsa flanko de blukolora Reclam-kajereto)

Georg Heym bestürzte die Zeitgenossen und die Nachgeborenen mit einem schmalen Werk, das mitleidlos Terror und Untergang vorankündigte, als die anderen noch in extremen Idyllen schwelgten". (von der Rückseite des blauen Reclamheftchens.)

 

 

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June 18, 2008

Eder Benedetti /Cezar: Verda stelo, nia stelo (desegno + poemo)


Verda stelo, nia stelo



(por la nevenkebla duopo Ed & Pris)


Verda stelo, verda stelo,
lumu ĉiam kaj kun helo!
Lumu do en mornaj tagoj.
Lumu kontraŭ ĉiuj plagoj!

Verda stelo, hela stelo,
brilu por enmonda belo.
Brilu al amikoj niaj.
Brilu al la verebriaj.

Verda stelo, bela stelo.
Lumu do en la ĉielo.
Lumu al ni sur la tero.
Lumu plu eĉ en infero.

Verda stelo, nia stelo,
brilu hele kiel velo.
Brilu, eĉ se vi disrompas,
ĉar vi nin neniam trompas.

Verda stelo, hela stelo,
lumu al la voj' kaj relo.
Lumu eĉ post forta vando,
lumu plu en ĉiu lando.

Verda stelo, verda stelo,
estu nia voj' kaj celo.
Brilu en plej eta rondo,
Brilu por la tuta mondo!


PS: la poemo spontane ekestis, kiam mi vidis la ravan supran desegnaĵon de Eder Benedetti.




Discover Nazareth!


www.deezer.com/track/1855552



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June 18, 2008

Christin von Margenburg: La klaksono - Der Klick

 

Christin de Margenburg

La klaksono

kaptite
en la vidanta okulo
de la silentema kamerao
kroĉiĝante min al la lenso
antaŭ ol ĝi apertiĝas.
 
montri
fotovizaĝon
en la ora sekco
fari grimacon
 
mi firmpinĉigas
mian mentonon
sub la diafragmon
 
inter miaj sulkoj
la klaksono
dum centono de sekundo
 
registrado
 
fulmluma tondrado
 
tiru min
en vian optikon
se vi kapablas tion!

 
© Chr.v.M.


Christin von Margenburg

Der Klick

Eingefangen
im sehenden auge
der verschwiegenen kamera
mich an der linse klammernd
bevor sie sich öffnet
 
ein fotogesicht
machen
im goldenen schnitt
grimassen schneiden
 
ich klemme
mein kinn
unter die blende
 
zwischen meinen falten
der klick
in hunderstel sekunden
 
erfassung
 
blitzlicht gewitter
 
ziehe mich
in deine optik
wenn du kannst !

 
© Chr.v.M.
 


Discover Robust!
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June 18, 2008

Christin v. Margenburg: Por mardo - Für Dienstag

 

Luktado
Luktado

 

Christin von Margenburg



Por mardo

Volvas sin
folioj
 
ĉirkaŭ la tagon
 
Kaptite enkroĉigite
inter la branĉoj.
 
 
En la softa balancado
falas deziroj pri saniĝo
en la verdan foliaron.
 
Ĉirkaŭvolvita per angoro dum horoj
plena de timemaj
 
sopirominutoj.
 
 
Sentoplene
paŝtiĝas miaj okuloloj
 
Ripozo sur velure mola foliaroverdo.
 
Sangoruĝe sunosaturita
kiel mia sinkanta vespero
en la lasta trembrilo
ekkonebla
 
 
Bonvolu ne eniri:
 
 
Operaciejo!
 
 
© Chr.v.M.
 


Christin von Margenburg


Für Dienstag

Es schlingen
Blätter sich
 
um den Tag
 
Verfangen eingehängt
zwischen den Ästen.
 
 
Im sanften schaukeln
fallen die Genesungswünsche
in das Grünwerk.
 
Umwickelt mit bangen Stunden
Voll ängstlicher
 
Sehnsuchtsminuten.
 
 
Empfindsam
weiden meine Augen.
 
Ruhen auf samtweichem blattgrün .
 
Blutrot sonnendurchdrungen
wie mein sinkender abend
Im letzen blinken
erkennbar
 
 
Bitte nicht eintreten :
 
 
OP-Bereich !
 
 
© Chr.v.M.

 

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June 19, 2008

Cezar: Du revoj mortis nur / Hans-Georg Kaiser: Es waren einst zwei Träume / Green day: Boulevard of broken dreams

tombejo, statuo, sinjorino Ŝtekl
tombejo, statuo, sinjorino Ŝte…


Cezar

Du revoj

mortis nur


Du belaj amorevoj
vivtenis sin pro fid'.
La revoj estis celoj,
sed mortis en la frid'.

Formorti devas revoj
post rompo de la pont',
segita pro misfido
en nia fia mond'.

Du etaj ploroj fluis
malĝoje sen plezur',
ruliĝis en la kosmon.
Du revoj mortis nur.


Hans-Georg Kaiser

Es waren einst

zwei Träume



Es waren einst zwei Träume,
die haben viel gelacht.
Verzehrten sich nach Leben
und wurden umgebracht.

Krepieren müssen Träume,
wenn Brücken nicht mehr stehn,
die knickten in der Mitte.
So musste es geschehn.

Zwei heisse Tränen flossen
aus dunklen Augen rein.
Die rollten in das Weltall.
Zwei Träume stürzten ein.


Discover Green Day!
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