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| Donjo |
Hans-Georg Kaiser
Du, meine Zuckerpuppe
Du bist das Salz in meiner Suppe,
die Kaiserin in der Schaluppe.
Du bist die Saite meiner Leier,
das Alphatier für jede Feier.
Du bist 'ne tolle Quasselstrippe,
der Feuerbrand an meiner Lippe,
du bist das einzig höh're Wesen
und Reichsverwalter meiner Spesen.
Du bist die Köchin aus Germanien,
die Zuckerpuppe aus Kastanien.
Du bist mir wahre Sachertorte,
das Schlüsselweib an meiner Pforte.
Du bist Mylady, voller Power,
das Klageweib an meiner Mauer,
du bist das Gelbe gar vom Ei
und gackerst noch in Moll dabei.
Du bist, wie soll ich es dir sagen,
der weiche Kern in harten Tagen.
Du bist's, die schillert wie Frau Goethe,
du bläst für mich die Zauberflöte.
Du bist gar Denkmal in der Landschaft,
viel mehr als Trottoir-Bekanntschaft.
Du bist die Werferin der Torte,
die Weihrauchgöttin meiner Worte.
Du bist, wie soll ich es beschreiben,
Pik As, um Optimist zu bleiben.
Du bist das Beste, was ich habe,
die Platte noch auf meinem Grabe.
Und wenn sie dich auch gar nicht fassen,
so wirkst Du trotzdem sehr gelassen.
Du kennst mich ja zu allen Zeiten,
mit meinem Charm und Grässlichkeiten.
Du bist in meinem Kreis ganz drinnen,
und stehst da fest auf meinen Zinnen.
Du würdest dich nie fortbewegen,
und bist darum für mich ein Segen.
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Dieter Dungert says:
♫☼ Seelenflügel ♫☼ says:
Cezar /Kaiserpro says:
ja, ist es. Und für Dich, Christin: doch denk dran, wir kennen uns schon ewig, mit zwei kürzeren poitisch bedingten Trennungen. (Ich war Ausreiser in der DDR) Genau vierzig Jahre, das schafft natürlich eine ungeheure Vetrautheit, auch Offenheit. Da wir uns immer noch nicht satt haben, liegt wohl daran, dass wir so verschieden sind. Sie ist in fast allem das Gegenteil von mir.. moderater, gesellchafftsfähiger, kompromissbereiter, vernünftiger, liebervoller als ich, natürlich nun auch schon Teil von mir, so wie ich von ihr...ich bin der poltisch aktivere, ich denke mehr an die Menschheit, sie mehr an uns:). Ich bin der aktivere, bin aber doch von ihr stark beeinflusst. Wir sind beide Lesreatten, sie aber die größere...ich beneide sie, dass sie keine Poetin ist, das wäre schön, nach aussen hin ganz zu verstummen, sich von aller Narretei zu lösen, die mit dem Schreiben verbunden sind - doch das könnte ich wohl nicht schaffen...dann würde ich endlich eine Roman schreiben, was mich schon lange reizt:)..einen über meine Frau und mich, um klar zu stellen, was im Leben wichtig ist, und was nicht....irgenwann, wenn ich mich vom Netz ganz verabschiede ´, gehe ich es an.. noch bin ich nicht so weit...
Euer, HGK!
♫☼ Seelenflügel ♫☼ says: