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Klabund

Arboflorado en Werder

Onjo Klara jam je l' unua hor'
posttagmeze tute ebrias.
Ŝia satenvesto krevis.
Ŝi sidas en markia sablo plorsingulte.
La riba vino rapide atakas.
Ĉiuj jubilas tumulte.
kaj kiel sur l' river'
boat' ŝanceliĝ-formacias.

Arbardiabloj surĉaras
kaj inaj okuloj ardas.
Panjo, panjo,
jen la arboflorad',
sed kia! Dio mia,
la floroj ja ĉiuj frostmortis.
Sola ĉerizarb' florprov-avangardas.

Glacie fridaj ventoj blovas.
En fosejoj ruliĝas laŭ vic'
infanaro. La printempo ĉeestas:
sonas de anim' al animo.
Jen grizmakulita sinjor'
pagas por sia hundino,
kiu supozis infangambon
kunikleto el Britz.

Patro ludas sur la Bismark-
altaĵo skaton sola kun si,
ĵetas kun bru' ĉiujn atutojn
tablen, sen temp' pri l' ondada tumult'
de l' amaso. Gefianĉoj perdiĝas
en pelmela fatraso.
Ve, ofte ul' sekvamatene
vekiĝos ĉe fianĉin'
ĝis tiam … nekonata al li.

Patrino natur',
kiom granda estas
via pomp' kaj bel'!
Pro tiom da polv'
ne videblas la ter'.
Per bula ar' ŝargite gis sink'
vaporŝip' el fer'.
Jam krepuskiĝas.
Super la pinoj ekas bril'
… la stelĉiele bela
silenta nokthel'.





Klabund

Baumblüte in Werder

Tante Klara ist schon um ein Uhr mittags besinnungslos betrunken.
ihr Satinkleid ist geplatzt. Sie sitzt im märkischen Sand und schluchzt.
Der Johannisbeerwein hat's in sich. Alles jubelt und juchzt
Und schwankt wie auf der Havel die weißen Dschunken.

Waldteufel knarren, und Mädchenaugen glühn.
Mutta, Mutta kiek ma die Boomblüte.
Ach du liebe Güte –
Die Blüten sind alle erfroren. Ein einsamer Kirschbaum versucht zu blühn.

Eisige Winde wehn. In den Kuten balgt und sielt
Sich ein Kinderhaufen. Der Lenz ist da: ertönt es von Seele zu Seele.
Ein schon melierter Herr berappt für seine Tele,
Die ein Kinderbein für ein Britzer Knoblinchen hielt.

Vater spielt auf der Bismarckhöhe mit sich selber Skat und haut
Alle Trümpfe auf den Tisch, unbeirrt um das Wogen und Treiben der Menge.
Braut und Bräutigam verlieren sich im Gedränge,
Ach, wie mancher erwacht am nächsten Morgen
mit einer ihm bis dato unbekannten Braut.

Mutter Natur, wie groß ist deiner Erfindungen Pracht!
Vor lauter Staub sieht man die Erde nicht.
Tief geladen, mit Klumpen von Menschen beladen, sticht
Ein Haveldampfer in See. Schon dämmert es. Über den Föhren erscheint
die sternklare, himmlische, die schweigsame Nacht.