Eigentlich sollte es Venedig sein, aber dann sind wir in Bologna und Umgebung gelandet - sprichwörtlich und tatsächlich - um dort meinen Geburtstag zu feiern.
At first it should be Venice but then we 'landed' in Bologna to celebrate my birthday.
Ein Blick aus dem Paradies in die Vorhölle ;-)) Aber wir fühlten uns tatsächlich ein bisschen wie im Paradies:
Paradise or entrance to hell? Not really, indeed we felt very well after having arrived without any problems.
Mit dem 'Aerobus' ist man in ca. 20 - 30 Minuten am Hauptbahnhof. Dank einer Karte aus dem Internet und mit Aufmerksamkeit fand ich die richtige Haltestelle (auch ohne Hilfe des 'freundlichen' Busfahrers). Ich wäre auch sauer, wenn ich mich durch diesen Verkehr quälen müsste.
20 - 30 minutes from the airport to the central station by 'Aerobus' and only some steps from our bus stop to the hotel. They were very friendly, spoke a bit of German and I a little Italian. I can absolutely recommend it because it is in a quiet little street not far from Piazza Maggiore.
Nur ein paar Schritte und wir waren am 'Hotel Paradise' (3 Sterne), das man wirklich empfehlen kann: freundlicher Empfang, man spricht ein wenig Deutsch, man freut sich, dass ich ein wenig Italienisch radebrechen kann, es ist sauber, es gibt absolut nichts auszusetzen. Es liegt zentral und doch ruhig.
Der Blick aus dem Fenster zeigt das typische Bologna, über das ich noch näher berichten werde. Alle Geschäfte, Restaurants und Bars, die geschlossen haben, ziehen Rollgitter herunter. Sie sind alle beschmiert, ebenso wie die unsäglichen stinkenden Müllcontainer, die überall stehen. Wir haben also nicht in einem asozialen Viertel gewohnt, auch wenn es für unsere Augen so aussah, sondern in der historischen Altstadt, gar nicht weit von 'den zwei Türmen' entfernt.
Die Via dell'Independenza ist kilometerlang von Arkaden gesäumt, Geschäft an Geschäft, an denen die Menschen vorbei eilen. Die Rückseite sieht aus wie oben. Zusätzlich zum Müllaufbewahrungsproblem gibt es anscheinend auch Installationsprobleme. Die Kästen der Klimaanlagen verschandeln selbst historische Gebäude. Nirgendwo - auch nicht außerhalb - habe ich Solaranlagen auf den Dächern gesehen. Und das im Land des Sonnenscheins!
Bologna ist die Stadt der Arkaden; sie sind mehr als unglaubliche 40 Kilometer lang. Das macht die Stadt zu einem idealen Aufenthaltsort bei Regenwetter. (Wir hatten allerdings Sonne von Montag bis Donnerstag.) Die Böden bestehen aus wunderschönen Marmormosaiken, die allerdings teilweise beschädigt sind. Überall blättert der Putz vom Gemäuer ab und leider sind die schönsten alten Gebäude, selbst die Türen, mit hässlichen Schmierereien versehen. (Graffiti möchte ich das nicht nennen.)
In Bologna, there are more than 40 km of arcades, almost unbelievable. That makes the city an ideal place for rainy days. (We had sunshine from Monday till Thursday). The floors are made of marble mosaiques which are partly damaged. The stucco peels off and unfortunately many wonderful old buildings and even their doors are sprayed with ugly scribblings (I won't call them graffiti).
Vom Mittelalter bis ins 17. Jahrhundert war es Pflicht, die Häuser an den Vorderfronten mit Bogengängen zu versehen. Sie mussten mindestens 2,7 m hoch sein, damit man hindurchreiten konnte. Außerdem konnte man sie überbauen und dadurch zusätzlichen Wohnraum schaffen. Früher gab es dort Werkstätten und es wurden Märkte abgehalten, heute haben sich Geschäfte, Boutiquen und Bars angesiedelt.
From the Middle Ages up to the 17th century all houses had to have arcades at their front sides, at least 2,7 m high so that you could ride a horse there. In addition, you could overbuild them and thus create more housing space. In old times there were workshops and markets were held, nowadays you will find shops and bars.