(kein Aprilscherz!)
Der lange Schatten der Stasi
20 Jahre nach dem Mauerfall werden die Opfer des DDR-Regimes wieder zu Opfern. Gegen sie häufen sich Klagen von ehemaligen IMs und Stasi-Mitarbeitern, die die Streichung ihrer Namen aus Ausstellungen und Publikationen fordern und sich auf das angebliche "Recht auf Vergessen" berufen. Heute engagieren sich viele Opfer der DDR für die Aufarbeitung der DDR-Geschichte, auch weil rein juristisch das gegen sie begangene Unrecht inzwischen in vielen Fällen verjährt ist. Wir berichten über das Recht auf Aufarbeitung und Erinnerungskultur gegen das angebliche Recht auf Anonymität und Vergessen. Joachim Heinrich musste wegen Namensnennung eines ehemaligen IM-Spitzels auf seiner Homepage vor Gericht, der Medienrechtler Johannes Weberling verteidigt die Benennung von Tätern, und Joachim Scherrible, verantwortlich für die Dauerausstellungn in der Gedenkstätte "Roter Ochse" in Halle, findet die Namensnennung für die Geschichtsschreibung wichtig. Alle drei kommen im "Kulturzeit"-Beitrag am Mittwoch zu Wort.
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