Wenn ich heute in der Verdener Aller-Zeitung lese, dass der Vorstandschef Dirk Jens Nonnemacher vor dem Landtag seine Geschäftspolitik verteidigt, dann sofort ablösen, koste es was es wolle. Allerdings auch alle die, die ihn zu beaufsichtigen hatten. Wie wir wissen, ist die HSH-Nordbank eine gemeinsame Landesbank von Schleswig Holstein und Hamburg.
Zur Präsenz der Bank auch in Steueroasen sagte Nonnemacher:
„Die HSH Nordbank ist keine Provinzbank, sondern eine international tätige Geschäftsbank“.
Eben, deshalb hat Nonnemacher ja auch die Miesen gemacht (er darf sich sofort „Miesemacher“ nennen). Wäre er im Lande geblieben, brauchte er keine 30 Milliarden staatliche Liquiditätsgarantien.
Wann werden die Bankmanager endlich begreifen, dass die Jagd nach zweistelligen Renditen jenseits von gut und böse ist. Aber auch die CEO’s der Industrieunternehmen sollten sich daran erinnern, dass sie nicht nur dem Shareholder-Value verpflichtet sind: Ihren Mitarbeitern genauso.
Aber auch wir müssen uns sagen lassen, dass wir zuwenig nachgedacht haben, wenn man uns unrealistische Versprechungen gemacht hat. Für Hilmar Kopper fängt das bei 7% an (Zeit Nr. 42) und meint, dass hier schon eine Zitterprämie enthalten ist:
„ Kopper: Warum haben denn manche Leute Angst um ihre Spareinlagen? Vermutlich, weil sie das Geld jemandem gegeben haben, von dem sie verdammt wenig wissen. Der zahlt ihnen dann auch sieben Prozent, aber die beinhalten eine Zitterprämie. Wenn sie es zur Sparkasse um die Ecke bringen oder zur Deutschen Bank, bekommen sie weniger Zinsen, aber das Geld ist sicher“.
Nun ist zwar die Deutsche Bank auch unter die Räder gekommen und Herr Ackermann davon krank, aber im Prinzip hat Herr Kopper recht: zur Sparkasse (Raiffeisen und Volksbanken) bringen und ruhig schlafen.
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Diedjepro says: