Als der frühere Bundeskanzler und heutige Dolmetscher von Gazprom, Gerhard Schröder, noch was zu sagen haben glaubte, sprach er vor dem World Economic Forum in Davos: "Diese sogenannte Agenda 2010 hat eine positive Kehrseite: Wir haben die Veränderung (sprich kontinuierliche Abwrackung, d.A.) der sozialen Sicherungssysteme auch gemacht, um Ressourcen frei zu bekommen für die großen gesellschaftlichen Investitionen. Die erste heißt Forschung und Entwicklung".
Nun sehe ich im Fernsehen einen Beitrag über den Einsatz einer dieser großen gesellschaftlichen Investition in Forschung und Entwicklung. Es geht um Roboter, möglichst sehr menschenähnliche, weil sie eingesetzt werden sollen für die Betreuung beispielsweise von Behinderten oder den vielen immer älter werdenden Menschen nicht nur in Deutschland. Das ist auch notwendig aus mindestens zwei Gründen. Die Zahl der immer Älteren wird Dank der Gesundheitsindustrie tatsächlich weiter steigen. Mit dem Einsatz von teurer Hightec und immer nutzloseren Medikamenten werden wir ihr "Abnipppeln" verhindern und sie im zweifelhaften Zustand des Dahindämmerns dem nächsten Industriesektor, der Pflegeindustrie, überlassen. Aber auch dort werden wir eine höhere Effizienz erreichen müssen. Menschliches Personal ist viel zu teuer. Und genau darum brauchen wir Roboter, möglichst menschenähnliche, wie gesagt. Sie müssen beispielsweise sprechen können wie die Computerstimmen Casey, Agnes oder Victoria (Mac OS X) und sich möglichst sanft bewegen. Einige ihrer Aufgaben werden beispielsweise das Abfüttern der Dämmernden und die Einführung der Urin- und Kotabsauger u.a.m. in bestimmten zeitlichen Abständen sein.
Stimmt, das lohnt sich wirklich. Und darum unterstützt die Europäische Union solche Forschungsvorhaben mit 400 Millionen Euro und begründet es (auch sehr einleuchtend) damit, dass die zu entwickelnden Roboter die Folgen des immer fortschreitenden Geburtenrückgangs in Europa ausgleichen sollen. Nun ja, die 400 Millionen hätte man auch für einen sichtbaren Wiederanstieg der Geburtenrate verwenden können. Aber. . . Ich möchte an Friedrich Engels "Ursprung der Familie" erinnern und an den Satz "die Familie ist die Keimzelle der Gesellschaft". Das stimmt schon logisch.
Selbst Schwule und Lesben können das nicht abstreiten, sind sie doch selbst wenn auch nur rudimentäre Überbleibsel solcher Familien, aber eben keine Keimzelle der Gesellschaft mehr. Was man nicht in jedem Fall bedauern muss. Nebenan wohnt einer, der sagt zu mir, der Arsch des fünf Jahre jüngeren Nachbarn sei ihm tausendmal lieber als der dessen gleichaltriger Schwester.
Mich wundert es nicht, wenn Forscher glauben, dass der Mensch sich nicht mehr in der "Optik" der Evolution befände. Nein, würde mich nicht wundern.

Quelle: johannisstein.blogspot.de