Ich teile nicht alle Meinungen auf der folgenden Webseite, aber der Artikel regt zum Nachdenken an, und vieles darin ist mehr als plausibel, ja es sind Tatsachen. Das, was sich seit heute in Libyen abspielt, ist wieder einmal nicht das, was es zu sein scheint. Nämlich nicht eine humanitäre Hilfe für die seit Jahrzehnten unterdrückte Bevölkerung.
http://www.wsws.org/de/2011/mar2011/liby-m19.shtml
Berny has replied to Jason ElkinsJason Elkins has replied to BernyBerny has replied to Jason ElkinsJason Elkins has replied to BernyDaß Sarkozy an "vorderster Front" dabei sein wollte und ist, machte mich eh' stutzig.
Interessant fand ich daher diesen Hinweis des Gaddafi-Sohns (alles nur Propaganda?):
"Saif al-Islam: “Sarkozy must first give back the money he took from Libya to finance his electoral campaign. We funded it and we have all the details and are ready to reveal everything. The first thing we want this clown to do is to give the money back to the Libyan people. He was given assistance so that he could help them. But he’s disappointed us: give us back our money. We have all the bank details and documents for the transfer operations and we will make everything public soon.”
http://www.euronews.net/2011/03/16/gaddafi-s-son-calls-the-libyan-rebels-traitors
Ja, natürlich ist "Zugucken" hart... aber wieviele Länder auf der Welt gibt es, wo wir noch "zugucken"??!!
Hat mal jemand ein Beispiel, wo ein "humanitäter Einsatz" (=Krieg) am Ende echten dauerhaften Frieden für das betroffene Land gebracht hat? (Nein, nicht die Nazi-/Hitler-Keule, jetzt... auch das war nie ein "humanitärer Einsatz", um uns zu befreien...)
Wie "schön": Sobald es um wirtschaftliche Interessen geht, sind nun auch China und Rußland immer mit dabei... schöne Neue Welt... :-(
Berny has replied to AnkeIn diesem Ausnahmefall bin ich bei der deutschen Regierung.
Man kann einfach nicht jahrelang Waffen liefern, dann die selbst gelieferten Waffen niederbomben.....damit man dem Nachfolgeregime wieder Waffen liefern kann? Es lebe die Rüstungsindustrie....oder?
Anke has replied to BernyNur, das war in den Fällen des oberen Absatzes (alle Beispiele!) genauso!
Wieso nennst Du dies also einen "Ausnahmefall"?????
Vielleicht habe ich Dich falsch verstanden.
Krieg ist keine Lösung - niemals.
Ich kritisiere daher auch die indirekte Unterstützung durch Aufstockung in Afghanistan.
Ein Veto bei der UN-Resolution wäre vermutlich taktisch unklug gewesen.
Vermutlich war also nicht mehr drin als eine Enthaltung, das finde ich auch ok so.
Berny has replied to AnkeAnke has replied to Bernyich für mich sehe tatsächlich die notwendigkeit, in den libyschen bürgerkrieg einzugreifen und gaddafis schergen daran zu hindern, alles ihm unliebsame niederzumetzeln, davon wären und sind nicht nur die betroffen, die nun den aufstand angezettelt haben, das beträfe und betrifft alle und alles, die sich nicht als seine claqueure gerieren. es ist für die gaddafi-clique DIE chance schlechthin, alles auszumerzen, was gegen sie ist - und das sind (nach deren verständnis) alle, die nicht FÜR gaddafi sind.
andererseits ist libyen von derart geostrategischer wie ökonomischer bedeutung für den westen, dass ohne diese kein schwanz (sorry !) sich um die humanitären aspekte des geschehens aktiv kümmern würde, nun werden also diese ins feld geführt, um die westlichen interessen kriegerisch zu wahren.
das ganze ist, wie gehabt, eine verlogene veranstaltung, und wer glaubt, mit ein paar luftschlägen gaddafi & co entmachten zu können, lügt sich in die eigene tasche. das uno-mandat beschränkt sich auf eben diese luftschläge (über die uno möchte ich mich an dieser stelle nicht äussern...), aber im grunde weiss jede/r, dass ohne bodentruppeneinsatz nichts zu gewinnen ist. sollte ein solcher einsatz stattfinden, haben wir ein déjà-vu marke afghanistan, irak etc.
hinzu kommt das westliche interesse, die jetzige noch-opposition zu ebensolchen vasallen zu machen, wie es andere im nahen osten waren und sind.
WENN jemand in diesen bürgerkrieg eingreifen DÜRFTE, dann meiner meinung nach die arabische liga, aber die und ihre einzelmitglieder sind momentan etwas mit sich selbst und den jeweils eigenen oppositionsbewegungen vollauf "beschäftigt"...
für mich ist klar: eingreifen ja, aber nicht von denen, die das nun unter vorspiegelung falscher motive tun.
Sarkozy & Co. haben jedoch andere Interessen an dem militärischen Eingreifen. Die Arabische Liga spricht mit "gespaltener Zunge": Wollen Gadhafi weg haben, aber helfen in Bahrein....
Ich denke eher, es geht hier um einen geistesgstörten Irren, der nicht nur seine eigenen Landsleute abschlachtet, sondern ihnen auch noch die dringend benötigten Petrodollars vorenthält. So gesehen treibt der imperialistisch-kapitalistische Teufel im eigenen Land sein Unwesen.
Berny has replied to michael berghaus- regime wie die von Gadaffi (oder Saddam oder anderen Gruppierungen, wie den Taliban, oder sogar Osama) dürfen weder aus strategischen noch aus wirtschaftlichen interessen von den "westlichen demokratien" jemals gefördert oder auch nur mit ihnen handel betrieben werden, schon gar nicht mit waffen
- mit friedlichen mitteln ist die opposition frühestmöglich zu unterstützen und ein friedlicher machtwechsel zu fördern
- dabei ist dafür zu sorgen, dass sich eine klare strukturierte alternative aufbaut. nicht wie derzeit, wo kein mensch weiß, was das ergebnis dieser revolutionen sein soll. was kommt danach, wer wird die macht innehaben, islamische fundamentalisten? diese gefahr ist enorm groß.
- gefahren, wie jahre-, jahrzehntelanger bürgerkrieg sind von anbeginn an möglichst zu minimieren.
etc. etc.
das alles geschieht nicht, im gegenteil. Sarkozy verkauft waffen und atomtechnologie bis zum letzten moment an den GLEICHEN Gadaffi, den er jetzt niederbombt. ich weiß nicht, welche interessen die Nato hat. ich weiß es wirklich nicht. ich bezweifle allerdings stark, dass sie nur die befreiung des libyschen volkes im kopf hat (in den bomben).
die geschichte hat zu oft gezeigt, dass wir mit den derzeit in Libyen angewendeten methoden keine erfolge für das leidgeprüfte volk erzielen, sondern lediglich rüstungskonzerne, die ölindustrie und firmen, die nachher den schutt wegräumen, profitieren. auf gewalt gegen gewalt folgt wieder gewalt, hass und bürgerkrieg.
der westen unterstützt länder wie Saudiarabien, Bahrein etc. etc., wo die Zustände um NICHTS besser sind als in Libyen, und bombt gleichzeitig Libyen nieder? verstehe mich nicht falsch. Gadaffi ist ein irrer und er gehört weg. aber dann bitte die ganze zusammenarbeit mit allen arabischen diktatoren überdenken. durch das verhalten des westens in den letzten jahrzehnten haben wir nichts anderes getan, als fundamentalistische opposition zu fördern. und wehe den arabischen völkern, wenn wie im Iran die Mullahs an die macht kommen. das ist schlimmer als "vom regen in die traufe".
und westliche politiker, die in den letzten jahren den gleichen Gadaffi freundschaftlich umarmt und gefördert haben, machen sich an den verbrechen Gadaffis mit schuldig. sie sind selbst nichts anderes als verbrecher und gehören hinter gitter. nicht "eigentlich", nicht "theoretisch", sondern tatsächlich. nur das wird sich nicht spielen in unseren "demokratien". ich würde mich nicht wundern, wenn es bald wieder so etwas wie eine RAF geben wird, die versucht dort aufzuräumen, wo unsere "rechtsstaaten" versagen. ich sage nicht, dass ich so etwas unterstützen würde, ich sage nur, ich würde mich nicht wundern.
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