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May 30, 2009

Bildbearbeitung: Tipps und Tricks

Hier ein etwas älterer Text von mir, den ich mal für eine nicht näher zu benennende Fotoplattform geschrieben habe – wer mich noch von da kennt oder über Zensur Bescheid weiß, weiß welche Plattform ich meine. ;)






Die meisten Kamerasensoren liefern i.d.R. zu flaue, kontrastarme Bilder. Somit bleibt bei fast jedem Foto Spielraum für eine Bearbeitung, um es ein wenig aufzupeppen. Gleiches gilt für Scans von Negativen, Dias oder Abzügen.

Hier möchte ich deshalb Tipps zur Diskussion stellen, wie man seine digitalen bzw. digitalisierten Bilder mit Photoshop (PS) optimieren kann. Die genannten Funktionen bieten meist auch andere Programme zur Bildbearbeitung, dort heißen sie ggf. anders.


Einstellungsebenen

Ein grundsätzlicher Hinweis: Ich mache alles gennante über Einstellungsebenen („Ebene“/„Neue Einstellungsebene“), damit das Bild an sich erhalten bleibt und ich über Ebenenmasken (s. nächster Abschnitt) und Füllmethoden weitergehende Bearbeitungsmöglichkeiten habe.

Die Funktionen lassen sich auch über „Bild“/„Anpassen“ aufrufen, dort arbeite ich aber direkt am Bild („destruktives Arbeiten“), d.h. damit werden Bildinformationen bearbeitet bzw. verworfen und eine nachträgliche Änderung ist sehr umständlich oder gar nicht möglich.

Unverständlicherweise wird diese Vorgehensweise aber immer wieder in diversen Anleitungen genannt, obwohl jeder PS-Profi (und Profi meine ich im Wortsinn) ausschließlich mit Einstellungsebenen arbeitet und diese Arbeitsweise in keiner Hinsicht komplizierter ist.

Solltet Ihr dennoch lieber so arbeiten – oder müsst es, weil Euer Programm keine Einstellungsebenen bietet –, solltet Ihr immer auf einer Kopie der Hintergrundebene (Originalbild) und nie auf dem Hintergrund selbst arbeiten; im schlimmsten Fall ist sonst das Bild durch eine verunglückte Bearbeitung versaut und das Original nicht mehr erhalten! Dieser Tipp gilt grundsätzlich auch für andere Bearbeitungen.


Ebenenmasken

Zu jeder Ebene bzw. Einstellungsebene lässt sich eine sogenannte Ebenenmaske hinzufügen. Diese wird neben der jeweiligen Ebene als Miniatur in der Ebenenpalette angezeigt.

Ebenenmasken haben den großen Vorteil, dass man Änderungen am Bild auf bestimmte Bereiche beschränken oder bestimmte Bereiche von der Änderung ausnehmen kann. Dies ist z.B. nützlich um gezielt Schattenpartien mittels Gradationskurven (s. nächster Abschnitt) anzupassen oder um Farbverlaufsfilter, etwa zur Steuerung des Himmelsfarbtons, zu simulieren.

Ebenenmasken berabeitet man, indem man sie zunächst in der Ebenenpalette anklickt. Danach lässt sich die Maske mit den Malwerkzeugen (Pinsel, Airbrush, Buntstift) bearbeiten, Verlauffüllungen können angelegt werden usw. – allerdings nur in Graustufen.

Dabei bedeutet Weiß, dass die zugehörige Ebene voll zur Geltung kommt, Schwarz bedeutet, dass sie gar nicht zur Geltung kommt. Alle Graustufen dazwischen bedeuten entsprechend mehr oder weniger verringerte Deckkraft.

Noch ein Tipp aus der Praxis: Ich bearbeite Ebenenmasken meistens mit dem Pinsel. Dabei stelle ich grundsätzlich eine Deckkraft von 30% und einen Fluss von 50 ein; die Kantenschärfe der Pinselspitze stelle ich auf 0%. Damit muss man zwar öfter über die entsprechenden Stellen fahren, kann die Ergebnisse aber noch besser steuern und erzielt wesentlich realistischere Ergebnisse.


Tonwerte und Kontrast anpassen

Standardbearbeitung bei jedem Foto ist bei mir zunächst eine Tonwertkorrektur, bei der ich die Regler für Schwarz- bzw. Weißpunkt an den jeweiligen Rand des Histogramms heranführe; meistens gehe ich nicht direkt auf den Randwert, sondern noch ein/zwei Werte nach innen, zur Mitte hin; mit dem Setzen des Weißpunkts hantiere ich etwas vorsichtiger, da sonst die Lichter schnell ausfressen.

Danach folgt die Anpassung der mittleren Tonwerte/des Kontrastes per Gradationskurve. (Den Hinweis auf der verlinkten Seite, dass die Kurve immer in S-Form sein sollte, solltet Ihr aber direkt wieder vergessen! Oft hat die Kurve auch nur einen „Anfasser“ in der Mitte, der die Kurve nach oben oder unten ausbeult. Und im Übrigen ist „Gradation“ die richtige Bezeichnung, Graduation ist etwas anderes … ;) )

Der große Vorteil von Gradationskurven gegenüber der Tonwertkorrektur besteht darin, dass diese weitergehende und genauere Methoden zur Steuerung bieten. So lässt sich das Bild nicht nur aufhellen oder abdunkeln, durch das bereits erwähnte „S“ (dunkle Tonwerte noch dunkler, helle noch heller) lässt sich auch gezielt mehr (oder andersherum auch weniger) Kontrast ins Bild bringen. Wer tiefer ins Thema einsteigen will, der kann z.B. mal hier schauen.

Anschließend lassen sich nach einer generellen Kontrastanpassung einzelne Bildteile mit jeweils angepassten neuen Einstellungsebenen gezielt steuern – das Abwedeln und Nachbelichten, wie es auch schon aus der Dunkelkammer bekannt ist. Im Gegensatz zu den dazu auch vorhandenen – und auch so benannten – Werkzeugen in PS bietet die Vorgehensweise mit Gradationskurven genauere Steuerungsmöglichkeiten, neben den schon erwähnten Vorteilen von Einstellungsebenen.


Farbstich beseitigen

Je nachdem beseitige ich dann noch einen vorhandenen Farbstich mit der (vorhandenen) Tonwertkorrektur-Ebene, indem ich in den einzelnen Farbkanälen den mittleren (Gamma-)Wert ändere. Werte unter 1,00 reduzieren die gewählte Farbe, Werte darüber verstärken sie.

Um Farbtreue zum Originalmotiv (und eine korrekte Belichtung) zu gewährleisten kann man eine sogenannte Graukarte mit 18-prozentigem Grau beim ersten Foto mit ablichten (beim Hauptmotiv/unter gleicher Belichtung wie das Hauptmotiv), um danach ohne sie zu fotografieren.

Wenn man später in PS die Bilder öffnet, geht man in das Bild mit Graukarte, öffnet die Tonwertkorrektur oder Gradtionskurven (ich persönlich lege der Übersichtlichkeit halber dafür immer eine neue Einstellungsebene an, geht aber auch in den bereits vorhandenen) und klickt mit der mittleren Pipette auf die Graukarte – voilà.

Jetzt braucht man diese Einstellung nur noch zu speichern (im gleichen Dialogfeld) und kann sie auf die anderen Bilder der Serie anwenden – sogar per Stapelverarbeitung – und schon hat man originalgetreue Farben.


Nützliches

So eine Graukarte kostet zwischen 10 und 20 Euro, je nach Größe. Es gibt auch die Deluxe-Ausführungen, die zusammenfaltbar sind (ähnlich wie ein Stofffrisbee), die kosten etwa zwischen 30 und 100 Euro.

Und dann gibt es noch die faltbare Super-Deluxe-Ausführung, die zusätzlich ein weißes und ein schwarzes Feld für das Setzen eben jener Punkte haben – die kostet dann zwischen 50 und 120 Euro – Geld ausgeben ist also kein Problem … ;)

Manchmal gibt es aber auch etwas kostenlos. So finden sich im Internet teilweise Probekapitel aus dem Photoshop-Kompendium, z.B. eben auch über die behandelten Themen Kontrast und Farbton.


Farbsättigung

Je nachdem erhöhe ich nach Tonwertkorrektur und Gradation noch die Farbsättigung über eine Einstellungsebene „Farbton/Sättigung“, da das JPEG, in das ich zum Schluss speichere, immer etwas „unbunter“ als die PSD-Datei (Photoshop-Format) wirkt.

Zudem werden Bilder mit kräftigen Farben oft als gefälliger empfunden. Das hängt u.a. damit zusammen, das unsere Erinnerung Dinge im Wortsinn „schönfärbt“.

Auf der Einstellungsebene kann man auch wieder gezielt die Sättigung einzelner Farbkanäle steuern, z.B. wird Blattgrün wesentlich intensiver, wenn man die Sättigung im Blau- und Gelbkanal reduziert.


Schärfen

Als letzte Schritte folgen die Verkleinerung des Bildes für das Internet (ich verwende i.d.R. 660x440 Pixel) über „Bild“/„Bildgröße“ – hierbei sollte die Option „Bild neu berechnen mit:“ auf „Bikubisch schärfer“ gesetzt sein – und das abschließende Schärfen per „Filter“/„Scharfzeichnungsfilter“/„Selektiver Scharfzeichner“. Wenn der nicht vorhanden ist (z.B. in GIMP), nutzt man „Unscharf maskieren“.

Schärfen sollte immer als letzter Schritt der Bearbeitung erfolgen und von den Parametern stets an die auszugebende Bildgröße angepasst sein.

Dann speichere ich die (verkleinerte) Datei als neue Kopie, mache das Schärfen und die Änderung der Bildgröße rückgängig, schreibe die verwendeten Schärfeparameter bei der verwendeten Bildgröße in die IPTC-Daten in das Feld „Anweisungen“, um reproduzierbare Ergebnisse zu erhalten, und speichere die bearbeitete Datei in Originalgröße.

Published at 11:38 ( 0 comments / 279 visits )
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November 2nd, 2008

Exodus im Kongo – exodus in Congo

I can't believe the news today
I can't believe the news today
Und wieder erreichen die Kämpfe in der Demokratischen Republik Kongo einen traurigen Höhepunkt. Es gibt etliche Flüchtlinge, etwa 1,6 Millionen(!) Vertriebene sitzen in der Krise fest und können nur schlecht von Hilfslieferungen erreicht werden. Ein neuer Völkermord bahnt sich an.

Als ich 2006 im Kongo war, gab es Hoffnung auf eine bessere Zukunft, aber dieses Land wird wohl leider erst zur Ruhe kommen, wenn es keine Bodenschätze mehr gibt. Wir werden es also wohl nicht mehr erleben …

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And again the fights in the Democratic Republic of Congo reach a sad peak level. There are scores of refugees, about 1.6 million(!) displaced persons are stuck in the crisis and can only be reached badly by aid supply. A new genocide is about to erupt.

When I was in Congo in 2006 there was hope for a better future, but perhaps this country will only find peace when there are no more natural resources. We will probably not experience this anymore …

Published at 14:42 ( 0 comments / 298 visits )
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October 28, 2008

iPhoD – ipernity-Photographen Deutschland

Nachdem meine im letzten Beitrag beschriebene kreative Krise nun anscheinend/hoffentlich vorüber ist, möchte ich mich auch wieder mehr hier einbringen. Dazu habe ich auch eine deutschsprachige Gruppe hier gegründet, um den Kontakt mit anderen mehr herzustellen.

Wer immer deutschsprachig ist, darf gerne bei den iPhoD – ipernity-Photographen Deutschland mitmachen. Ihr erreicht die Gruppe unter: www.ipernity.com/group/iphod

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July 1st, 2008

Identitätsverlust – loss of identity

Lange war ich hier nicht mehr wirklich aktiv – aber genauso war es mit der Fotografie. Meine alten Fotos mögen ganz „nett“ sein, aber was sagen sie eigentlich aus? Nichts …

Deshalb suche ich eine neue fotografische Identität, suche schon länger, aber gefunden habe ich sie noch nicht …

Vielleicht wird das meine neue Richtung sein, aber sicher bin ich da noch lange nicht:

Traumbild – Dream Vision
Traumbild – Dream Vision

Geduld ist gefragt …

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I was not active for a long time now – but it has been the same with real life photography. My recent pictures may be „nice“, but what is their statement? There is none …

That is why I am looking for a new photographical identity, I have been looking for a long time now but I still have not found it …

Perhaps this will be my new style but I am far away from beeing sure:

Traumbild – Dream Vision
Traumbild – Dream Vision

Patience is in demand …

Published at 10:27 ( 1 comment / 325 visits )
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July 1st, 2007

Dein Favorit – your favorite

Zeig mir Dein bestes Bild – Deinen persönlichen Favoriten.

Poste ihn bitte in small.

--

Show me your best picture – your personal favorite.

Please post small size.

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Mein Favorit/my favorite:

Stromfluss
Stromfluss

Published at 21:16 ( 8 comments / 1014 visits )
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July 1st, 2007

Mein Umzug – moving day

Geschafft, meine Bilder sind nun alle von Flickr umgezogen. Da beim Import-Tool für Einzelbilder die Sache mit der Datumsübernahme nicht richtig hingehauen hat, habe ich mich für den Mass Importer entschieden, der alle Bilder rüberzieht – auch wenn nun die Reihenfolge leider verkehrt herum ist (ältestes Flickr-Bild steht als neuestes bei ipernity).

Zu finden sind beide Tools hier.

Ich habe übrigens die paar Bilder, die hier schon waren, noch einmal hochgeladen, um einen geschlossenen Neuanfang zu haben – wer also schon ein Bild kommentiert oder favorisiert hat, ist gerne eingeladen, das bei der neuen Version noch einmal zu tun … ;)

 

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Now it's all done, my pics completely moved from Flickr. As the import tool for single photos has problems importing the date, I decided to use the mass importer – even though the order is on backwards now (oldest photo on Flickr is the newest on ipernity).

You can find both tools here.

I also reuploaded the photos that were already here and deleted the old versions in order to have a complete new beginning – so, who already commented or faved a picture is invited to do it with the new version again … ;)

 

Published at 12:47 ( 1 comment / 374 visits )
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