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December 1st, 2008

Mauritius 3

Wir haben (nach der Ermordung der 3 Moskitos) super geschlafen - La Gaulette ist ein schönes kleines Dorf und hier - einige Meter außerhalb - hört man morgens von Ferne die Hähne krähen, ansonsten ist es herrlich ruhig.
Wir haben den Tag ruhig angehen lassen, das nun schöne Wetter auf dem Balkon genossen, Essen und Getränke gekauft, sind am Nachmittag an den Strand gefahren (7 min. mit unserem Mietauto) und abends im Restaurant gegenüber Essen gegangen. Die Preise sind fast wie bei uns - die Qualität allerdings besser! Frische Gambas mit Palmenherzen... Octopus Indian Style... Dort waren wir sicher nicht das letzte mal!

Der Abend wurde von diesem Himmelsschauspiel engeläutet, wir haben wirklich gelacht.
Der Mond steht zwischen Jupiter und Venus - ein Smiley!

Smiley
Smiley

Ein gutes Omen, denken wir...

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December 2nd, 2008

Mauritius 4

Ach, jetzt ist es optimal - nicht zu heiß und nicht zu kalt, die Kulisse wie eine Fototapete (muß noch mal sehen, wie ich das einfange).

Das Familiengeschehen hier nimmt seinen Lauf: Am Samstag soll dieses Haus (es ist knapp 1 Jahr alt) eingeweiht werden, mit einer hinduistischen Zeremonie - wir sind eingeladen!
Ab ca. 16:00 kommen 50 Bekannte und Verwandte, ein hinduistischer Priester... es wird gespeist (vegetarisch, heute haben sie schon Bananen und Jackfrüchte gekauft...). Eine Verwandte wird schon Freitag mit dem Kochen beginnen - wir dürfen dabei sein, fotografieren, helfen und lernen. Die Gewürze für das Curry werden hier noch selbst zusamengestellt - wir sind gespannt!
Wie mag so eine Zeremonie vonstatten gehen?? Es wird wohl u.a. eine Götterfigur zu Wasser gelassen - sieht nach einer Prozession runter zum Meer aus... Hoffentlich benehmen wir uns nicht daneben... vielleicht finde ich dazu noch was im Netz, um zu verstehen, was da passieren wird...

Hier jedenfalls das einzuweihende Haus - wir wohnen oben rechts im Bild:

Pingo Studios 2
Pingo Studios 2

Wir haben es uns heute noch einmal leicht gemacht und sind einfach wieder an den Strand gefahren - diesmal allerdings mit Kamera...

Strand
Strand

Hinten sieht man schon die Kitesurfer - das roch schon nach anspruchsvoller Sportfotografie... Nicht einfach, wenn man seine Kamera noch nicht so genau kennt.
Video ist schwierig: Einerseits möchte man den Stabilisator (VR) für das Zoom, andererseits versteht der VR nicht, was sich bewegen soll und was nicht, ruckelt also... Das muß ich nochmal anders probieren, z.B. mit Stativ und ohne VR..

Bei den Fotos hat man viel Ausschuß, aber einiges scheint ganz brauchbar:

Kiter1
Kiter1

Kiter2
Kiter2



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December 3rd, 2008

Mauritius 5

Heute haben wir uns einige Orte nördlich von La Gaulette angesehen.

Mauritius hat nicht nur schöne Strände, das Inland hat malerische Berge, wunderbare Natur und - wie hier im Vordergrund - weite Zuckerrohrplantagen.

Berge
Berge

In Tamarin, etwas nördlich von uns, hatten wir das Glück, Fischern beim Anlanden ihres reichen Thunfisch-Fangs zuzusehen - hier ein Caputure aus dem Video.

Fischer
Fischer

Das Ausnehmen der Fische erspare ich Euch, hier noch ein etwas netteres Detail:

Thunfisch
Thunfisch

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December 4, 2008

Mauritius 6

Hupps - gerade wird das Appartment nebenan von neuen Touristen bezogen - Surfer oder Kiter mit großem Gepäck... Das nur am Rande und brandaktuell...

Heute sind wir an der Südküste entlang gefahren, dabei bietet sich zunächst am Südende unseres Dorfes der freie Blick ohne Elektroleitungen auf den Morne Brabant, der Berg, um den sich eine kleine Halbinsel bildet und an dessen Fuß (aus dieser Perspektive rechts) "unser" öffentlicher Strand liegt:

Le Morne Brabant
Le Morne Brabant

Etwas weiter ein wunderbarer Strand mit Schatten und Gras darunter, allerdings bei Ebbe zu flach zum Baden. Etwas weiter wurde klar, wieso das Gras so schön kurz ist:

Weide
Weide

Die Viecher sind eine Mischung zwischen Wasserbüffel und Bunt-Weißen und sehen sehr gesund aus!

Im Inland gibt es ausgedehnte Wälder, Bachläufe und Wasserfälle, dorthin werden wir in der nächsten Woche noch häufiger fahren, wenn das Wetter in den Bergen (dort oft Wolken und auch Regen) mitspielt.

Bach
Bach

Zwischen den Teeplantagen und auch in Gärten und irgendwo am Rande der Felder findet man immer wieder Bananenstauden:

Banane
Banane

Blühende Pflanzen sind oft sehr klein, dafür muß ich erst noch ein Auge entwickeln bei dem tropischen "Durcheinander" - hier etwas Größeres (keine Orchidee, glaube ich):

Blüte
Blüte

Abends am Strand noch einen wunderbaren Sonnenuntergang im pipi-warmen Wasser... mal ganz ohne Fotoapparat, nur zum Gucken... :-)

Was die bevorstehende Zeremonie betrifft, haben wir im Netz noch nicht so wirklich etwas gefunden, so ganz exotisch wie auf Bali wird es wohl (hoffentlich) nicht werden...
Zumindest vom Essen her könnte es ähnlich werden wie auf dieser Hochzeitsfeier (ab 3. Absatz).
Wir werden sehen...

Vom 6.-13.12. findet hier auf Mauritius außerdem das "Festival International Kreol" statt, unsere Lieblingsgruppe "Cassiya" scheint aber erst am 13. zum Finale aufzutreten - da sind wir schon wieder weg... (vielleicht sollten wir unseren Flieger "verpassen"?? ;-) ).
Aber es scheint noch viele andere interessante Veranstaltungen zu geben... wie schaffen wir das alles?!

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December 5, 2008

Mauritius 7

Was das Festival betrifft: Am Mittwoch, 10.12. abends findet es quasi bei uns vor der Tür statt - im Nachbarort Le Morne, die Sware Tipik!

Wegen der Vorbereitungen zur morgigen Zeremonie gliederte sich unser Tag in mehrere Teile.
Zunächst ein Ausflug mal eben in die Berge, auf halber Strecke in den Serpentinen wie in den Alpen bietet sich ein wunderbarer Blick auf den Morne Brabant, die vorgelagerte Badeinsel und "unser" Dorf La Gaulette:

La Gaulette
La Gaulette

In Chamarel hat die Rum-Destillerie "Rhumerie de Chamarel" am 5. August eröffnet. Erst seit 1 Woche verkaufen sie dort Rum, der zunächst auf 80% hochdestilliert und dann 3 Monate lang auf 50% heruntergelagert wird.
Das Besondere hier: Der Rum wird nicht - wie sonst üblich - aus dem Zuckerproduktions-Abfall Melasse hergestellt, sondern aus dem Zuckersirup selbst.
Vergesst Bacardi! Selbst die guten Rumsorten, die ich aus Kuba oder der Dominikanischen Republik kenne, sind nur Melasse-"Abfall" gegen DAS hier!! Das volle Aroma des Zuckerrohrs! Unglaublich.
Hier eine Destillationsstufe:

Rum Destille
Rum Destille

Danach fanden wir uns wie verabredet um 14:00 Uhr zum "Schlachten" der Jackfrucht ein.

Die drei Verwandten warteten schon auf uns und hatten ein Exemplar übriggelassen, um uns den Prozeß von Anfang an zu zeigen.
Schon beim Halbieren quoll klebrige Masse aus der Mitte der Frucht - sie sei eigentlich schon etwas zu reif zum Kochen, sagte man uns...

Weil das Zeug klebt wie Leim, muß man Finger und Messer einölen... sich beim weiteren Zerkleinern dann nicht zu schneiden, ist schon eine Kunst! Der gesamte Mittelteil und die pickelige Schale müssen entfernt werden. Was bleibt, ist der relativ kleine Mittelring, aus dem dann noch die vielen Kerne samt harter Ummantelung entfernt werden müssen.

Wir haben immerhin auch verletzungsfrei 2 Scheiben geschafft - Dank der aufmerksamen Hilfe und Ruhe der drei Damen...

Jackfrucht-Schlachten
Jackfrucht-Schlachten

Danach auf dem Weg zum Strand noch einen Snack, wo die Taxifahrer immer essen: Gebratener Reis mit Lammfleisch und Eiern - sehr lecker und nur 1,50 Euro pro (großer!) Portion.

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December 6, 2008

Mauritius 8 - Hauseinweihung

Die Zeit bis zum Beginn der Festivitäten um 16:00 Uhr haben wir mit einem Besuch des "Caselea Bird Park" verbracht. Es gibt Volieren mit Aras und anderen Papageien aus aller Welt, aufgefüllt mit Schildkröten, Fasanen oder Tauben aller Art. Auch ein Wildpark ist integriert, aber den haben wir ausgelassen - wir haben ja Hodenhagen..

Einige Vögel laufen oder fliegen auch frei herum, exotische und in Mauritius verbreitete...
Sind Stockente oder Spatz nun exotisch für die Leute hier? OK - Spatz nicht, der ist hier der frechste von allen...

Spatz
Spatz
Flamingo
Flamingo
Tucan
Tucan


Pünktlich vor 16:00 waren wir zu Hause... alles ruhig.
16:00 Uhr. Nicht regt sich.
16:45 - es kommt uns seltsam vor...
Aha - der Priester verspätet sich um 2 Stunden, und die meisten Gäste wissen das.
20 Gäste nicht, die sitzen schließlich wie wir im Schatten der Gartenmauer und warten.

18:00 - der Priester kommt, es geht los. Alle Gäste grüßen uns freundlich und es erscheint wie selbstverständlich, daß wir dabei sind.
Die Zeremonie besteht darin, daß der Priester und die Hausbesitzer in der Mitte des Wohnzimmers unter dem Singsang des Priesters Opfergaben anhäufen. Der Priester dirigiert pantomimisch, was die Besitzer nach und nach zu tun haben:
Auf die bereits präparierten Reishäufchen zunächst Wasser tröpfeln (dieses dann auch über sich selbst), dann verschiedene Gewürze (diese nicht über sich selbst...) und Blüten (die zwischendurch an die Anwesenden verteilt werden, und im zweiten Umlauf wieder eingesammelt werden). Alle bekommen von einer Helferin aus dem Kreis der Anwesenden einen Fleck weißer Paste auf die Stirn. Mit einem Feuer, in das Öl und verschiedene Samen gegeben werden, wird das Haus gereinigt.

Zeremonie1
Zeremonie1
Zeremonie2
Zeremonie2

Anschließend lassen sich die Besitzer vom Priester und ihren Eltern segnen (reinigen).

Nach dem Ende der Zeremonie danken die Besitzer den Anwesenden mit einer speziellen Speise, Namen habe ich vergessen - eine Art Grieß-Teig mit Nüssen und Früchten, sehr lecker! Davon bekommt auch beim anschließenden Essen jeder ein kleine Säckchen mit nach Hause, inclusive einem Teil der Opfergaben-Früchte der Zeremonie.
Der Priester bekommt zum Dank eine ganze Schüssel voller Obst und Gemüse.

Religiöses Gespräch
Religiöses Gespräch
In einem fröhlichen und völlig unkomplizierten Gespräch erklärte uns der hinduisische Priester noch einige Details über sich und die Zeremonie, z.B., daß die Opfergaben nicht nur für den/die Götter (da wollte er sich selbst nicht festlegen) sind, sondern daß die Menschen das mit den Göttern teilen sollen. Man bietet den Göttern einen Teil an, damit man hoffentlich etwas dafür zurück bekommt - der andere Teil ist für die Anwesenden als Dank, daß sie mitgeholfen haben, z.B. die Büten (zurück...) gespendet haben.


Die während der Zeremonie entzündeten Öllichter brennen in einem Raum des Hauses und vor dem Haus "zur Reinigung und Freude Gottes und mit der Bitte um Schutz" die ganze Nacht weiter.

Baby
Baby
Nach einer kurzen Pause ...

Essen5
Essen5
...war in der offenen Küche hinter dem Haus das Bryani fertig, ein Reisgericht mit Gemüsen und Früchten (auch unseren Jackfrüchten), zu dem eine scharfe Tomatensoße gereicht wird - sehr lecker.



Essen4
Essen4
Vor allem aber haben uns die Samoussas - dreieckige gefüllte Teigtaschen oder scharf gewürzte kleine Bällchen - geschmeckt.

Essen2
Essen2
Gegessen wird das auf Bananenblättern (inzwischen aus Papier chinesischer Produktion...) servierte Essen mit der (rechten!) Hand... ohne weitere Hilfsmittel...
Nicht ganz einfach, den bröseligen Reis zu einer Art Kugel zu formen und - das ist der Trick! - auf die weit (!) herausgestreckte Zunge zu schaufeln... Aber wenn man nicht zuviel darüber nachdenkt, geht es eigentlich ganz einfach.

Essen1
Essen1
Essen3
Essen3

Nach und nach verabschieden sich die Gäste, nur der "harte Kern" hält bei Rum und Bier noch länger durch (darunter wir...).

Eine tolle mulit-kulti Gemeinde, denn wir sitzen hier alle zusammen und feiern: Die Besitzer, die seit 35 Jahren in Großbritannien leben und sich schon wie Briten fühlen, ein Freund aus Frankreich, der seit 30 Jahren mehrere Monate Urlaub in Mauritius macht und sich fast schon als Mauritier fühlt, ein Mauritier, der sich überall zu Hause fühlt, und eine Deutsche und eine Russin, die sich vielleicht in einigen Jahren auch hier fast wie zu Hause fühlen werden...

Portät1
Portät1
Porträt2
Porträt2
Porträt3
Porträt3
Porträt4
Porträt4



Insgesamt ein tolles Erlebnis.
Nach diesem Bericht fallen wir nun in tiefster Nacht (deutsche Zeit + 4 Std.) totmüde ins Bett...

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December 7, 2008

Mauritius 9

Heute hält sich das Wetter etwas bedeckt...
Eine gute Möglichkeit, einmal im Inland herumzulaufen, weil es nicht so heiß ist.

Der "Black River National Park" ist direkt hinter uns, dort sind wir ein wenig zu Fuß gegangen.

Black River
Black River
"Black" ist der River wirklich: Durch die schwarzen Vulkansteine, die der Fluß aus dem Bergen mit nach unten genommen hat. Das Wasser ist sauber und klar.





Black River Nationalpark
Black River Nationalpark

Der Trail, den wir genommen haben ging ziemlich heftig bergauf, wir haben trotz Wolken und zweitweise Sprühregen geschwitzt wie die Tiere...

Von oben dann aber schöne Ausblicke in die Natur ringsum.

Blüte
Blüte
Frucht
Frucht



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December 8, 2008

Mauritius 10

Nachdem wir uns im letzten Jahr die Hauptstadt Port Louis nicht angesehen hatten, ist das in diesem Jahr nun ein "Muß". Von hier sind es ca. 45 min. mit dem Auto, also nicht weit.

Auffallend ist zunächst die Mischung zwischen Alt und Modern, eine moderne Stadt mit Geschichte:

Port Louis
Port Louis
Old and New
Old and New

High Noon
High Noon
Mitten in der modernen "Caudan Waterfront" vor dem Spielcasino mit Löwenstatue läuft ein Träger mit Korb auf dem Kopf, um 12:00 Uhr besteht sein Schatten nur aus dem Korb...



Aboriginee Arts
Aboriginee Arts
Neben anderen Künstlern präsentiert dort ein Aboriginee aus Australien seine Schnitzereien.







Ein wenig Weihnachtsstimmung ist hier auch:

Santa Claus1
Santa Claus1
Santa Claus2
Santa Claus2






Schnee wird hier als geschreddertes Eis mit Sirupvarianten genossen:

Ice
Ice

China Town ist wirklich ein interessantes Viertel mit ganz eigenem Charakter, viele Großhändler haben hier ihre Geschäfte, viel Eisenwaren, Reis und Mehl, aber vor allem Plastikwaren aus China. Davon haben wir so viele Fotos, daß wir uns nicht entscheiden konnten - hier erstmal nur so ein typisches altes chinesisches Haus:

China Town
China Town

Ein gefundenes "Fressen" für jeden Fotografen ist natürlich der Markt - hier nur eine Auswahl... vielleicht nicht die beste... aber typisch:

Market Scene
Market Scene
Crabs
Crabs

Drei nackte Hühner
Drei nackte Hühner
Tomatoes
Tomatoes
Onions
Onions



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December 9, 2008

Mauritius 11

Für heute waren wir zum Angeln und Schnorcheln auf dem Boot unseres Vermieters eingeladen, ein traditionelles, kleines Holzboot mit Außenbordmotor - damit fahren sie sogar bis vor das Riff, aber das ist wohl eher was für "harte Männer".
Zusammen mit einem französischen Freund wurden früh um 8:00 Uhr zunächst die Köder aufgezogen: Getrocknete Octopus-Beine werden wie ein Strumpf über den Haken und einen kleinen Teil der Leine gezogen - mit dieser Technologie können 3 große Fischarten gefangen werden, darunter King Fish. Die Köder werden einfach ausgeworfen und an Angeln (insgesamt 4 Stück, die in den Bootsrand in Verankerungen gesteckt werden) am fahrenden Boot hinterhergezogen.

Einen dicken Fisch haben wir ein paar Meter von uns entfernt springen sehen, ein weiterer hat zwar gebissen - nur leider nicht fest genug... der hatte wohl was gemerkt...
An anderen Tagen haben sie schon im 5-Minuten-Takt bis zu 40 große Fische rausgeholt, heute leider gar nichts... :-(

Insgesamt 4 Stunden fuhren wir so im Kreis, dazwischen 2 Stopps zum Schnorcheln.
Die Korallen sind durch die Fischer leider inzwischen sehr zerstört, so daß man schon wissen muß, wo es noch gute Plätze zum Schnorcheln gibt - und unsere Plätze waren wirklich gut! Mitten im Aquarium schwimmen und das bunte Treiben beobachten ist immer wieder ein Erlebnis!

Fishing
Fishing

Den zweiten Teil den Tages haben wir faul am Strand gelegen und auch endlich mit unserer täglichen "Fototapete" im Hintergrund fotografiert.


Morne Brabant Hotelstrand
Morne Brabant Hotelstrand
Der Blick vor dem Hotel mag schöner wirken, wegen der Palmen...





Morne Brabant öffentlicher Strand
Morne Brabant öffentlicher Str…
... wirklich echt ist es aber nur mit den Filaos des öffentlichen Strandes.



Mit Brot haben wir dann die Vögel angeködert... zum Fotografieren:

Bird1
Bird1
Bird2
Bird2
Bird3
Bird3
Bird4
Bird4
Bird5
Bird5



Dieser lustige Vogel erinnert an einen Beo, und steht inzwischen auf der roten Liste der gefährdeten Arten - hier kommt er sehr häufig vor.

Funny Bird
Funny Bird

Da wir die Kameras mit am Strand hatten, mußte der Sonnenuntergang natürlich dann auch noch "mitgenommen" werden:

Sundown
Sundown



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December 11, 2008

Mauritius 12

Gestern waren wir den ganzen Tag unterwegs und hatten daher keine Muße mehr, am Tagebuch zu arbeiten. Das holen wir nun nach.

Vielen Dank für Eure Gruppeneinladungen – ich werde das zu Hause nacharbeiten!

Am Morgen sind wir wieder in die Berge gefahren, um die Natur zu genießen. Besonders im Naturschutzgebiet haben wir alle paar Meter angehalten, um uns die nächste leuchtende exotische Pflanze (durchs Objektiv) anzusehen. Die Vielfalt ist wirklich unglaublich.

Bottle Brush Tree
Bottle Brush Tree
Gladiole? Lilie?
Gladiole? Lilie?
Gardenie
Gardenie



Im Südwesten ein kurzer Stop am Hindutempel. Die reichen Verzierungen der Tempel der tamilischen Hindus sind immer wieder faszinierend. (Die Tempel anderer Hindu-Varianten sind sehr viel schlichter, so auch unser Tempel in La Gaulette, der eher wie ein Wohnhaus oder eine kleine Schule aussieht).

Hindu Temple
Hindu Temple

Ganesh
Ganesh

In Souillac haben wir uns die Felsküste von Gris-Gris angesehen. Hier gibt es kein schützendes Riff vor der Küste, so daß sich die Wellen kurz vor den Felsen hoch auftürmen und mit voller Kraft gegen die Klippen prallen. Obwohl die See sehr ruhig war, ein beeindruckendes Schauspiel - wie muß es erst bei starkem Südwind hier aussehen?!

Gris-Gris
Gris-Gris

Am Abend dann der Höhepunkt des Tages: Die "Sware Tipic" im Nachbarort Le Morne in Rahmen des " Festival International Kreol" .

Zwischen den zahlreichen Einheimischen verloren sich auch ein paar Touristen wie wir, aber sehr wenige. Eine von Scheinwerfern eingerahnmte Fläche am Strand diente als "Bühne", vor der bereits erwartungsvoll einige Familien auf dem grasbewachsenen Boden saßen. Die meisten aber standen noch in einiger Entfernung herum. So setzten wir uns keck zwischen die Bevölkerung, 2. Reihe Mitte fanden wir ok.

Konzert-Kulisse
Konzert-Kulisse

TV Mauritius
TV Mauritius



Das Fernsehen hatte sich aufgebaut, es gab erste Interviews - scheinbar wurde live übertragen.









Mummy
Mummy



Die Stimmung ganz unbeschreiblich. Bereits vor offiziellem Beginn machten sich die Sega-Gruppen hinten auf dem Strand "warm", fröhliches Geschnatter im Publikum, viele, viele Kinder.

Die Show begann mit lockeren, auch lustigen literarischen Vorträgen, die aus der "alten Zeit" erzählten (soweit wir verstanden... eher weniger als mehr... ich sollte mein Französisch doch mal verbessern, damit wäre das Creol hier ganz gut zu verstehen).

Der Stolz auf die creolische Kultur wurde auch in den Zwischenansagen immer wieder betont - die ganze Welt sollte das hören, so ihr Plädoyer.





Und wirklich: Die Sprache klingt angenehm (ich mag ja das französische "Genäsel" nicht so gerne), die Musik ist mitreißend vom ersten Takt an. Um uns herum singen die Menschen die Lieder begeistert mit, klatschen und wippen im Takt. Ich versuche, zwischen den wippenden Köpfen der ersten Reihe hindurch ein paar Video- und Fotoaufnahmen zu machen... nicht ganz einfach...

Sega!!!
Sega!!!
Sega forever!
Sega forever!



Dancer
Dancer



Die Kinder beginnen als erste, zunächst vor der ersten Reihe, dann schließlich auf der "Bühne" einen schon fast perfekten Sega hinzulegen. Sie gucken sich jede Bewegung der Tänzerinnen genau an und vollziehen sie nach. Die beste der kleinen Tänzerinnen ist 3 Jahre alt... sie bekommt Sonderapplaus und bemerkt gar nicht, daß sie gemeint ist... Die Kinder (auch die Jungs!) lernen Sega parallel zum Laufenlernen…









Maravanne Player with Dancer
Maravanne Player with Dancer
Etwa 8 Saga-Gruppen mögen es gewesen sein, jede mit einem eigenen "Kolorit", z.B. unterschiedlichen Instumenten: Die einen auf den "alten" Instrumenten Benzinkanister und Bambusrohr - andere auf den heute üblichen Instumenten Ravanne, Maravanne und Triangel.












After Show Party
After Show Party



Nachdem die TV-Kameras abgeschaltet waren, ging es natürlich am Strand in kleinem, aber richtig echtem Rahmen weiter: Die Musiker eng umkreist von begeisterten Sega tanzenden Menschen... Wir fühlten uns, als ob wir von einem anderen Planeten hier gelandet waren, aber die Einheimischen schienen das nicht so zu empfinden, wir waren einfach Menschen unter Menschen.



Sehr treffend dazu diese Beschreibung:
Le Morne im Südwesten der Insel ist stark mit der Geschichte des Ségas verbunden. In der Legende heißt es, daß der Strand dort ein »cooler« Ort ist, der nachts im Mondlicht liegt. Hier trafen sich die Sklaven am hell lodernden Feuer, das ihre Gesichter erleuchtete und die Löcher ihrer nahen Hütten versteckte. Tie Tänzer warteten darauf bis die Musiker ihre Ravannen am Feuer erhitzt hatten.“ (www.mauritius-island.de/Mauritius-Island/Sega.htm)

Ein ganz unglaubliches Erlebnis... mit dem Triolenrhythmus in den Ohren und im Herzen sind wir dann spätabends ins Bett gekippt.

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December 11, 2008

Mauritius 13

Das Wetter war heute wirklich unangenehm. Kaum Wind, drückend heiß, Regenschauer.
So war es gut, daß wir eine Verabredung mit einer der Verwandten hatten, die uns zeigen wollte, wie sie ihre Curry-Gewürzmischung verarbeitet.


Curry
Curry
Die Mischung der gerösteten Zutaten hatte sie schon in früheren Arbeitgängen fertiggestellt und enthielt mindestens 15 Zutaten, denen je nach gewünschtem Schärfegrad Chilischoten zugefügt werden.
Blender
Blender



Diese Mischung wird (mit Mundschutz) in eine Mühle gegeben und anschließend fein durchgesiebt.


Der Duft ist ganz unvergleichlich - ganz anders als alle Mischungen, die man in Deutschland kaufen kann. Man kann quasi abwechselnd einzelne Bestandteile wahrnehmen, nicht nur einen undefinierbaren "Curry-Mischungs-Geruch".

Das alles wird in der auf Mauritius üblichen Außen-Küche zubereitet - innen gibt es zwar auch eine vollausgestatte Küche, aber die wird nur selten benutzt... kann man verstehen, bei dieser Aussicht und der frischen Luft am Meer:

Außen-Küche am Meer
Außen-Küche am Meer

Eigentlich war die Familie viel mehr mit dem Verarbeiten von Meeresschnecken beschäftigt, die wurden gerade in der Schale gekocht, dann herausgezogen und vom sandigen Darm befreit.
Lecker!!! Ähnlich wie Tintenfisch, aber noch feiner im Geschmack.

Meeresschnecken
Meeresschnecken

Unser bettelnder Blick wurde erhört - für heute abend durften wir eine Portion mitnehmen, Currypulver natürlich auch.
Am Nachmittag strömte die halbe Familie bei Ebbe zu Fuß ins Meer in Richtung Sandbank, um noch mehr von diesen Tieren einzusammeln, die zu Tausenden auf der Sandbank herumliegen, die dann trocken fällt, und "nur" eingesammelt werden müssen.

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December 12, 2008

Mauritius 14

Irgendwie war es nicht unser Tag, wir hätten uns einfach an den Strand legen sollen...
Hier an der Küste war das Wetter prima - aber wir hatten uns noch eine Tagestour in den Kopf gesetzt.
Eine alte Kolonialvilla, die als Museum erhalten wird, war unser erstes Ziel, danach nördlich der Hauptstadt Port Louis eine Hindu-Tempel, der älteste der Insel (18hundertirgendwas).
Bei der Kolonialvilla regnete es in Strömen - was ja bei der Innenbesichtigung nicht so tragisch war. Fotografiert haben wir dort aber nicht. Irgendwie war mir ganz komisch bei der Vorstellung, daß so also die Menschen gelebt haben, die hier damals Menschen und Natur ausgebeutet haben... riesige Räume, geschnitzte Möbel, chinesisches Porzellan...
Für den Rundgang im Garten mit den schönen Blumen war der Regen schon irgendwie störend... Außerdem hatte ich kein Macro-Objektiv dabei, sondern nur die Suppenzoom-Wischwaschi-Optik... Da haben wir mit der Konica-Minolta fast die besseren Fotos gemacht:

Heliconia rostrata
Heliconia rostrata
Alpinia purpurata
Alpinia purpurata
Orchidee
Orchidee
Baum - PiP
Baum - PiP


Auf der Autobahn ging es dann "flüssig" (bei leichtem Regen) mitten hinein in den Stau der Stadtautobahn.
So schlimm hatten wir uns das nicht vorgestellt.
Auch hinter der Stadt ging es im nun verstärkten Feierabendverkehr nur stockend voran, Unfälle und Straßenbauarbeiten behinderten den Verkehr noch mehr als die alle paar Meter mitten auf der Straße stoppenden Busse... immerhin hörte es auf zu regnen.
Entnervt in dem Ort angekommen, in dem der Tempel sich laut Reiseführer befinden sollte... rauf-runter-kreuz-quer... wir konnten ihn nicht finden. Fragen an diverse Fußgänger erbrachten unterschiedliche Tempelchen, aber nicht den großen, den wir suchten und der so berühmt sein sollte.
Im Nachbarort schließlich eine Touristen-Information... auch hier wurde erst durch ein Foto im Reiseführer klar, welchen Tempel wir denn suchten.
Derart "vorgewarnt" überraschte es uns nicht, daß der Tempel nicht soooo umwerfend ausfiel, wie es im Reiseführer klang.
Trotzdem interessant, weil wieder ein völlig anderer Stil als z.B. der tamilische Stil. Dieser hier hatte eher etwas von "naiver Malerei" - so eine Art Kinder-Tempel, obwohl die Anlage schon recht groß war:

Hindu Temple 1
Hindu Temple 1
Hindu Temple 2
Hindu Temple 2
Hindu Temple 3
Hindu Temple 3
Hindu Tiger
Hindu Tiger



Shiva with Kiwi
Shiva with Kiwi

Da wir nicht wieder durch den Hauptstadt-Stau wollten, suchten wir für den Rückweg eine Umgehung, die etwas weiträumiger ausfiel als geplant, weil wir irgendwie vom rechten Pfad abkamen... Shiva war mit unserer Banane nicht ganz so glücklich geworden, oder wie?!
Na ja - gegen halb neun waren wir dann wieder in "unserem" Dorf, um unser Abschlußessen im Restaurant gegenüber zu genießen. Dort wurden wir laufend von der Bedienung übersehen und mußten eifrig wedeln und bittend gucken... ich sag' ja: Es war nicht unser Tag. Kein Wunder, war ja auch quasi der letzte...
Der Flieger geht morgen abend um 23:25 Uhr, wir haben also morgen noch fast den ganzen Tag... aber es kribbelt dann schon mit Überlegungen wie "Wann müssen wir hier starten" etc.
Tja... diese Reise neigt sich unweigerlich dem Ende zu. Leider.

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December 14, 2008

Mauritius 15 - Ende

Tja, nun sitze ich hier im 5° kalten Hamburg.

....

Irgendwie sitzt man wie betäubt, sieht sich die Bilder an und denkt darüber nach, ob das vielleicht doch alles nur ein Traum war...
Samstag war noch einmal besonders tolles Wetter. Heiß, aber nicht so feucht, seeehr gut für einen Strand-Tag... unter den Filaos liegen und den Einheimischen am Strand beim herumtollen im Meer, Fußballspielen oder Kokusnußköpfen zusehen... kurz mal abkühlen im 24° warmen Meer... den Booten hinterhersehen, auf die Wellen des Riffs am Horizont starren... noch mal einen richtigen Sonnbrand holen...
Noch einmal ein wunderbarer Relax-Tag. Keine Fotos. Kein Ipernity.... :-)
Das Tagebuch war ein zweischneidiges Schwert: Einerseits bringt es natürlich Spaß, gerade diese besonderen Erlebnisse aktuell zu teilen, andererseits macht es natürlich auch Arbeit, täglich die besten Fotos auszusuchen, aufzubereiten, zu senden (über eine 113-KB-Leitung, *gähn*) und etwas dazu zu schreiben.
Aber so haben wir auch selbst eine schöne Erinnerung, haben eine Vorauswahl der Bilder für den zu schneidenden Urlaubsfilm auf DVD und haben immer wieder aktuelles Feedback bekommen - der Neidfaktor verdoppelt die Freude :-))

Hiermit ein herzliches Dankeschön an alle, die mitgeguckt und mitgelesen haben, kommentiert und Hinweise gegeben haben - das hat Spaß gemacht!

Alle Gruppeneinladungen, auch für einzelne Bilder, werde ich in der nächsten Woche nacharbeiten und hoffe, ich habe auch Zeit, mal wieder bei Euch reinzusehen. Weihnachten steht ganz plötzlich vor der Tür (huch?!), der Kretafilm ist noch nicht geschnitten... und nun auch noch Mauritius... es gibt viel zu tun... Seid nicht böse, wenn ich mich in der nächsten Zeit ein wenig rar hier mache.

Wenn ich jetzt nach draußen in die Dunkelheit gucke, vermisse ich die tägliche Geräuschkulisse... da müssen im Dorf hunderte Leute in den Hecken gesessen haben und diese Holzfrösche mit einem Stab bearbeitet haben... konnten die alle nicht schlafen? ;-)

Oder waren das wirklich Frösche?

Ich laß' die Datei heute Nacht in einer Endlos-Schleife laufen, glaube ich.... *seufz'*



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