Gestern kam ein Brief für mich an, vom Sozialamt Marzahn-Hellersdorf: Uns liegt kein Antrag von Ihnen vor. - Ich bin ja manchmal stoned, aber doch nicht so d'rauf! Mein schwuler Kumpel, der mich unterstützt, schüttelte nur mit dem Kopf, als er den Brief las ... Der mal sprachlos.
Eine Stunde später waren wir im Jobcenter Marzahn-Hellersdorf. Termin zur Akteneinsicht. Und was holt die Mitarbeiterin da aus meiner Akte 'raus: Ein Schreiben des Sozialamtes, in dem bestätigt wird, dass ich einen Antrag gestellt habe. - Irre, einfach irre!

Dann ging es von ihrer Seite so weiter:
  • Eigentlich hätten wir Sie nie zum Sozialamt schicken dürfen; wir sind es schließlich, die für Sie zuständig sind.
  • Also werden wir das alles bei uns noch Mal besprechen und klären und uns dann wieder mit ihnen zusammen setzen.
  • Und dass Sie uns verklagt haben, dass ist gar nicht so schlecht, dann wird hoffentlich das Sozialgericht klarstellen, dass Sie hier her gehören und dass sich alle(!) Abteilungen - nicht nur hier die für Leistungen - um Sie zu kümmern haben.

Das erste Mal, dass ich mich nicht wie ein Arsch behandelt fühlte.

Nein, ich habe das nicht geträumt! Und nein, ich habe mir das auch nicht ausgedacht! Ich durfte echt eine Mitarbeiterin des Jobcenters erleben, die sich auf das Gespräch mit mir vorbereitet hatte, die Fehler der Behörde zugegeben hat und die mir versprach, die Dinge wieder auf's richtige Gleis zu bringen. - Zeit für Veränderungen! Krasse Scheiße das.

Übrigens: Mein schwuler Kumpel, weil der das so gut eingefädelt hat. der hat von mir 'nen Kuss gekriegt ... Auf die Wange natürlich bloß!