Sanft streicht er über meine Haut,

liebkost mein Gesicht

und zerwühlt mein Haar.

Ich kann ihn mit all meinen Sinnen wahrnehmen,

ihn schmecken und riechen.

Wenn er mit seiner Gewalt auf mich einstürmt

habe ich das Gefühl der Freiheit,

der unendlichen Weite der Welt.

Oft ist er so mächtig,

daß er mir den Atem nimmt,

seine Gewalt läßt mich erzittern.

Er ist unberechenbar,

mal freundlich und sanft,

wenn er mich erfrischt,

dann wieder zornig und zerstörend,

wenn er die gesamte Welt zu entwurzeln scheint.

Er ist frei

unendlich frei,

und niemand kann ihn bändigen,

niemand kann ihn fangen.

Manches mal wünschte ich,

„ich wäre der Wind“!

(Petra Kirsch)