Neuerdings sind meine recht neuen Pfade mit alten Steinen gepflastert und ich komme nicht umhin zu sagen wie sehr ich das genieße, vor allem weil ich merke was mir das alte Fundament bedeutet.
Ich werde regelmäßig des Abends gepackt und gehe stufenlose Wege in einen wunderbaren Rausch der mich mit altbekannten Gefühlen erfüllt. Es ist lange her, wirklich lange, es fühlt sich fast wie eine Ewigkeit an und wirkt deshalb umso stärker.
Ich habe ihnen schon geschildert was der Dyonisus in einem Menschen bewirkt, aber selber mit selbigen zu feiern, oder einfach nur dazusitzen und sich zu erinnern ist genauso schön wie mit einem alten Freund, den man lange nicht mehr gesehen hat, da zu sitzen und sich in Bewusstsein anzuschweigen.
Ich muss fast lachen wenn ich hier sitze wie Stevie Wonder und von einer Seite zur anderen Schaukle, ohne es verhindern zu können, einfach nur weil man keine andere Wahl hat.
Sich zu fassen ist ebenso schwer wie diesen zustand künstlich herbeirufen zu können. Es sind ganz besondere Momente in denen eine innere Unausgeglichenheit oder besondere Ausgeglichenheit solches Verlangen nach mehr auslöst, und ich will sie nicht missen. Ein Zustand in denen man sämtliche Säfte fließen spürt und mit ihnen in panta rheischen Vorbild symbiotisch einhergeht.
Ich habe gestern schon einmal davon erzählt, aber ich wiederhole es gerne hier noch einmal um weiteres zu verdeutlichen. Wer den schottischen Künstler Damian Hirst kennt und meine Bewunderung für seine „ass kicking“ Arbeiten, weiß vielleicht schon worauf ich hinaus will.
Da gibt es ein Bild auf dem man Mr. Hirst sieht wie er den Kopf eines, zugegeben recht dicken, Mannes in seinem Arm hält. Sieht man genauer hin, bemerkt man dass er tatsächlich nur einen Kopf in Armen hält. Unter dem Bild steht der Text zu lesen: Was sie hier sehen ist nicht Damian Hirst der sich freut einem alten Freund zu begegnen, sondern Damian Hirst der den abgetrennten Kopf einer Leiche in seinen Armen hält. Und sein Gesicht zeigt eben keine Freude sondern den Ausdruck den man macht wenn man eine unangenehme Situation so schnell wie möglich hinter sich bringen möchte.
So weit so gut… wir überspringen den morbiden Gedanken bitte recht schnell und kommen zur Aussage, welche schon lange gegeben wurde. Haben sie bemerkt dass man den Gesichtsausdruck der Freude mit dem des Ekels verwechseln kann? Ebenso können sie den Gesichtsausdruck von starken Schmerzen mit dem des Orgasmus verwechseln!
Natürlich können sich nur die wenigsten meinen Gesichtsausdruck vorstellen, aber noch weniger könnten ihn richtig deuten. Denn obwohl ich mich aktuell in einem wohligen Zustand befinde schwingt eine nicht zu unterschätzende Portion Schwermut mit einher.
Natürlich sind hier mehrere emotionale Kräfte am Werk die mich in diesen Status der halb geschlossenen Augen versetzt; und mich dazu bringt nur gelegentlich zu den Tasten zu greifen. Seien sie sicher das auch bald wieder Texte mit zynisch, lustigen Texten folgen werden, jedoch ist momentan mehr die Zeit für diesergleichen Ausbrüche!
Ich schütte ihnen nicht mein Herz aus, das Gegenteil ist der Fall. Lesen sie doch bitte aus meinen Beschreibungen was in mir vorgeht. Und bitte fragen sie mich nur was dergleichen bedeutet wenn sie nicht hinter den Text sehen können, denn zwischen den Zeilen steht nur ähnliches.
Für diejenigen die wissen wollen was mich hierzu veranlasst hat: She wants Revenge!