Es ist still zwischen den Sekunden, zwischen dem monotonen Tack, Tack, Tack. Ich starre den Wecker wohl schon seit einer halben Ewigkeit an. Das Zifferblatt glotzt, unterbrochen von dem rhythmischen Zucken des Sekundenzeigers, ausdruckslos in die Leere. Es kommt mir vor als sitze ich am Krankenbett eines Komapatienten dessen Geist längst, durch die Senkbewegung einer eisernen Lunge, heraus gepresst wurde. Einundzwanzig, Difillibrator aufladen, Stromstoß, ein kurzes Zucken, kein Lebenszeichen. Ich weiss das ich mich im Krankenzimmer meines potenziellen Mörders befinde. Ohne Verzögerung raubt er mir mit jedem Atemzug die Minuten, streicht mir pausenlos die Stunden aus dem Kalendarium. Tack, Tack. Er ekelt mich an. Sein Brustkorb hebt sich ein letztes mal. Es ist Still. Ich lege die Batterie neben mich auf den Nachttisch drehe mich um und schlafe ein.