Most of you might know Flickr (of course!) and even some of you might know the notorious deleteme-group. The concept is really simple. In a nutshell: put a pic in the grouppool and keep on waiting till you have either ten "deleteme"-comments or ten "saveme"-comment. Referring to the last one you would have "win"... (sort of).
Well, but what if you (a a judge) were stumbeling over "great art" without even perceiving?
www.flickr.com/photos/andrerabelo/70458366
******ich dachte, ich mach das auch mal auf DEUTSCH**************************
Die meisten dürften Flickr kennen (natürlich) und manche vielleicht sogar die berühmt-berüchtigte "Deleteme"-Gruppe. Das Konzept ist ziemlich einfach. Kurz: Poste ein Bild im Gruppenpool und warte, bis du entweder zehn "lösch-mich"-Kommentare oder zehn "speicher-mich"-Kommentare erhälst. Bei letzterem hast du "gewonnen" (oder so ähnlich).
Doch was, falls du (als Bewerter) über ein "Meisterwerk" stolperst, ohne es zu erkennen?
www.flickr.com/photos/andrerabelo/70458366
Habe gerade darüber nachgedacht, wie ich mich wohl entschieden hätte.
Ich bin mir nicht sicher ... ich finde es nicht schlecht, aber in meine Rubrik für "Meisterwerk" kann ich es irgendwie nicht einordnen ... da hat er bessere gemacht.
Zweifelsohne ist aber die Meinung der breiten Masse noch nie ein guter Indikator für "Kunst" gewesen (siehe die Ipernity "what's Hot!" Seite ;)
das mag auch daran liegen, dass bei kunst & photographie mittlerweile der kontext fehlt weil sich die zeiten ändern, kunst und technologie sich weiterentwickeln - vielleicht war es damals (z.B. wegen seiner suggestivkraft?) revolutionär und hat eine neue art der photographie inspiriert - und vielleicht kann man DAS heute nicht nachvollziehen weil diese art der photographie bereits "normal" geworden ist?
"was, falls du (als Bewerter) über ein Meisterwerk stolperst, ohne es zu erkennen?"
kann passieren, ist aber auch kein beinbruch - die welt dreht sich weiter, und du mit ;)
das darzustellen das war wohl die eigentliche aussage des gelungenen versuchs...
wie man dem letzten tag leicht entnehmen kann :)
Dela Dust has replied to Rainer Wainman benutzt das bild, um andere bewusst vorzuführen. dabei führen sich die, die das bild so unkritisch genial finden, selbst vor. denn die meisten, die das bild brilliant finden, wissen, wer es geschossen hat. hättes sie einen unbekannten cartier-bressonvor sich, würde es ihnen sehr wahrscheinlich genau so gehen wie denen, über die sie sich amüsieren..
mir persönlich erschließt sich die genialität des bildes nicht, die alle auf dieser seite (bei flickr) propagieren. ehrlich gesagt erschließt sich mir die komplette brillianz von HCB nicht. (das heißt nicht, dass ich ihn schlecht finde. ich verstehe es aber nicht) ich würde gerne verstehen, was an ihm so revolutionär war und ich verstehe das "der richtige-augenblick-ding", aber speziell hier denke ich, dass die leute bestimmte fotos eben nur deswegen positiv bewerten, weil sie wissen, wer es gemacht hat. so eine art insider-wissen-zur-schau-stellen.
ich persönlich bin der meinung, dass fotografie (kreativität im allgemeinen) sehr "demokratisch" ist. jeder, der eine kamera hat (bei der fotografie) oder einen stift (malerei/schreiben), kann etwas zu papier bringen. und jeder sollte das auf seine weise tun können. dieses ganze debatten darüber, ob man z.b ein foto zu sehr bearbeitet hat (wie es zb oft miss aniela trifft) ist total an eben jener entwicklung de zeit vorbei. eine kamera muss nicht mehr wirklichkeitsgetreu alles so zeigen, wie es in echt war. diesen schritt hat es auch bei der malerei gegeben. hat man früher naturalistisch gemalt, kam irgendwann der impressionismus, der surrelismus, der expressionismus und die abstrakte kunst. warum führt man heute die gleichen debatten, nur für ein anderes medium?ich denke, die gefahr besteht darin, dass man bei einem bild nachher nicht mehr bewerten kann, was echt und was falsch ist. das der mensch dazu tendiert, foto´s aufgrund ihrer (vermeintlichen) realität glauben zu schenken. vielleicht sollte man sich davon bewusst lösen.
Auch finde ich es vermessen, dass jmd. unter dem bild meinte, man solle erstmal mit einer "leica II" schießen, dann kann man auch mitreden. wie sagt man jedoch sooft, nicht die kamera, sondern der fotograf macht das bild. und genau dieses "leica II"-gerede läuft doch dem gedanken HCB und anderer guter fotografen zuwider..
und ein letztes: diese ganze debatte wird dadurch entwertet, dass einer andeutete, das foto sei aus zufall entstanden, als HCB eine treppe heruntereilte.. ob es stimmt, weiß ich nicht, aber wenn es dieses gerücht gibt, dann kann man dieses bild nicht per se als "meisterwerk" einordnen. die, die das tun, wissen, dass es HCB geschossen hat.
das war mal meine sehr ausführliche meinung ;-)
Die abwertenden Kommentare unter diesem HCB-Foto sind ja noch sehr gemäßigt, wenn ich sie mit den Beleidigungen und dem geistigen Dünnpfiff vergleiche, die in dieser dort Standard waren (und vermutlich noch sind). Insofern lohnt es sich nicht, über diese Gruppe zu diskutieren.
Ob man angebliche oder vorgebliche Meisterwerke erkennt, ist eine ganz andere Frage. Es gab Kunstfälscher (z.B. den Hitlertagebuchfälscher Kujau), die nicht nur Meisterwerke kopierten, sondern im Stil der Meister arbeiteten und von Kunstexperten nicht entlarvt wurden, sondern erst auf der Basis von Werkverzeichnissen.
In der Fotografie ist das nicht anders.
Für mich ist zunächst einmal wichtig, dass ein Künstler sich durch ein Gesamtwerk auszeichnet und nicht durch ein einzelnes Bild. Außerdem hat jeder Künstler Hauptwerke und Nebenwerke geschaffen, die von unterschiedlicher Qualität sind.
Der entscheidende Punkt ist aber, wie man sich der beurteilung eines Bildes nähert: Voller Klischees und mit einem vorgefertigten "Idealbild" im Kopf (siehe what's hot oder Interestingness Ratings) oder frei und offen für die Wirkung eines Bildes und die Assoziationen, die es auslöst.
Nach meiner Erfahrung ist diese eher zurückhaltende Haltung bei der Bildbetrachtung und -bewertung hilfreich, Spreu von Weizen zu unterscheiden.
Letztenendes ist für mich entscheidend, ob das Bild MICH anspricht, etwas in mir auslöst. Meine Erfahrung zeigt, dass das bei den großen Meistern der Fotografie und ganz besonders bei Henri Cartier-Bresson besonders häufig der Fall ist.
genauso geht´s mir auch - aber unsere sehgewohnheiten haben sich geändert, das "revolutionäre" für uns nicht mehr ersichtlich. der aspekt des richtigen augenblicks ist heute völlig normal... die damalige innovation wurde zu einem standard.
ps: wenn jmd schreibt "man müsse erst mit einer leica II schiessen" heisst das übersetzt nichts anderes als: "ich habe eine leica II - ihr seid nieten - und ich der PROFI!"
naja, profilierunsgehabe - wers braucht... ernst nehmen kann man so was nicht :)
Dela Dust has replied to Rainer WainBut I'm agaist this delete me group. People have different taste and that is what makes this varitey and everyone can find something they like and should be able to do so without having to explain why they like it :o)
Dela Dust has replied to Oddur Jonssonwww.ipernity.com/home/missaniela
(Wollt' ich nur mal einstreuen.)
War eine willkommene Untermalung meines morgentlichen Kaffees :-)
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